Familienleben

Die Top 10 der Neujahrsvorsätze für 2014

Die Top 10 der Neujahrsvorsätze für 2014

Neues Jahr, neues Glück – mit dem Wechsel der Jahreszahl werden anscheinend so manche Karten neu gemischt: 4 von 5 Deutschen treffen Neujahrsvorsätze – weniger als die Hälfte hält diese jedoch auch ein. Gesünder essen, mehr Sport, mehr Zeit für Familie und Freunde, weniger Stress – das sind die guten Vorsätze, die traditionell auf der To-do-Liste der Deutschen für das neue Jahr stehen.

 

Was soll bei den Bundesbürgern im nächsten Jahr konkret anders werden?
Die klare Mehrheit der Deutschen (86 Prozent) nutzt den Rutsch ins neue Jahr mit der festen Absicht, Dinge zu verändern – so eine aktuelle Umfrage von Deals.com. Ganz allgemein wollen die Deutschen mit jährlichen Neujahrsvorsätzen vor allem den eigenen Gesundheitszustand verbessern (68 Prozent). Die Herren erhoffen sich zudem vor allem, den Geldbeutel zu schonen (46 Prozent, 32 Prozent der Frauen), während bei Frauen mehr Zeit für sich und nahe Personen an zweiter Stelle steht (45 Prozent, 39 Prozent der Männer).

Top 10 Neujahresvorsätze 2014
1. Mehr Sport treiben 34%
2. Gesünder ernähren 31%
3. Geld beiseitelegen / Mehr Sparen 30%
4. Abnehmen 29%
5. Wohnung umgestalten / Umziehen 20%
6. Mehr Zeit der Beziehung / der Familie widmen 19%
7. Mehr reisen 18%
8. Neuen Job finden 17%
9. Mehr Zeit den eigenen Hobbys widmen 17%
10. Sich verlieben / Einen neuen Partner finden 12%

Gesundheit und Liebe statt Computer und TV
Bei beiden Geschlechtern landen Vorsätze rund um die Gesundheit auf den jeweiligen Spitzenpositionen. Frauen wollen hierfür vor allem ihre Ernährung umstellen und abnehmen (je 31 Prozent). Männer hingegen setzen ganz klar auf Sport (39 Prozent) – wobei jeder Zehnte sich vorgenommen hat, weniger oder sogar gar keinen Alkohol zu trinken. Der altbekannte Vorsatz, mit dem Rauchen aufzuhören, landet insgesamt nur auf Platz 12. Jeder zehnte Deutsche hat zudem die Absicht, weniger Zeit vor dem Computer (12 Prozent) oder Fernseher (10 Prozent) zu verbringen. Was sie mit der neu gewonnenen Zeit anfangen wollen, ist zumindest den Herren klar: Jeder Sechste (16 Prozent, nur 7 Prozent der Frauen) gibt an, sich 2014 verlieben zu wollen.

Reines Wunschdenken: Nur wenige halten Neujahrsvorsätze wirklich ein
Auch wenn jeder Dritte (38 Prozent) es bewundernswert findet, wenn andere ihre Vorsätze einhalten, ist das insgesamt eher selten der Fall, wenn es um die eigenen guten Absichten geht: Nur drei Prozent der Deutschen haben die Neujahrsvorsätze bisher immer in die Tat umgesetzt. 38 Prozent hingegen halten ihre Neujahrsvorsätze meistens nicht, sieben Prozent sogar nie ein. Besonders bei den Herren ist der Schlendrian sehr verbreitet: Fast jeder zweite Mann (47 Prozent) hält sich nicht an seine eigenen Vorsätze. Auch wenn meist schon einige wenige Wochen nach Silvester mit den guten Absichten Schluss sein sollte – für eine Veränderung ist es dann noch lange nicht zu spät. Etwa jeder dritte Deutsche stellt für sich fest: Ich brauche kein fixes Datum, um etwas zu verändern.

Vorsatz für 2014: Dickes Fell gegen Stress zulegen
Die meisten Vorsätze haben also eine sehr kurze Halbwertszeit. Damit nach den Festtagen nicht der Frust über wieder einmal nicht erreichte Ziele einsetzt, empfiehlt die Techniker Krankenkasse sich fit gegen negativen Stress zu machen.

Heiko Schulz, Psychologe bei der TK: „Wer bisher nicht gesund gelebt hat, wird nicht von heute auf morgen seinen kompletten Lebensstil verändern. Wichtig ist, sich kleinere Zwischenziele zu setzen, die auch erreichbar sind.“ Beim Thema Stress empfiehlt der Psychologe eine entspanntere Herangehensweise: „Viele erleben heute in ihrem Job, dass sich Arbeit verdichtet und durch die mobile Kommunikation verschwimmen zusehends die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit.“ Eine aktuelle Stressstudie der TK zeigt, dass fast 60 Prozent der Menschen in Deutschland regelmäßig gestresst sind.
„Es ist also eher unwahrscheinlich, dass der Stress künftig abnimmt. Möglich ist aber, sich einen gelasseneren Umgang anzutrainieren“, so Schulz. Die Psychologie bezeichnet diese Widerstandskraft als Resilienz. Resiliente Menschen haben ein starkes seelisches Abwehrsystem. Sie können auch mit extremer Anspannung umgehen und sich von Stress-Situationen schnell erholen. Resilienz ist zum Teil Veranlagung, kann aber auch trainiert werden. Viele Betriebe setzen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement bereits Resilienztrainings ein, um stressfest zu werden.

Aber auch jeder Einzelne kann dazu beitragen, sein psychisches Immunsystem zu stärken. Eine wichtige Grundlage sind stabile Beziehungen zu Menschen, die Halt und Zutrauen geben. Die TK-Stressstudie bestätigt das: Nur ein Sechstel der Befragten, die in einer Beziehung leben, gaben an, in den letzten drei Jahren seelisch belastet gewesen zu sein. Bei den Singles waren es fast 30 Prozent.
„Außerdem spielt es eine entscheidende Rolle, ob man mit dem eigenen Leben zufrieden ist und ob man zum Beispiel einen Job hat, der Spaß macht“, so Gesundheitsexperte Schulz. Laut der TK ist fast die Hälfte der Menschen in Deutschland sehr zufrieden damit, wie ihr Leben bisher verlaufen ist. Gut 70 Prozent der Befragten gaben bei der Umfrage an, dass ihnen ihre Arbeit Spaß macht und ein wichtiger Teil ihres Lebens ist.

Als guten Vorsatz für das nächste Jahr empfiehlt Psychologe Schulz deshalb: „Den eigenen Lebensstil einmal zu hinterfragen: Gibt es etwas in meinem Leben, dass mich glücklich macht, eine Aufgabe oder auch ein Hobby? Habe ich ein soziales Umfeld, Freunde und Familie, die Rückhalt geben?“ Anderenfalls sollte man auch den Mut haben, Weichen neu zu stellen. „Die heutige Generation hat mehr Chancen und Freiheiten als je zuvor. Doch die vielen Möglichkeiten, ob man mit oder ohne Kinder, auf dem Land oder in der Stadt leben möchte, welcher berufliche Weg eingeschlagen werden soll, überfordern auch viele. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig zu überprüfen, ob der Kurs noch der richtige ist. Seelische Gesundheit ist ein Prozess, der täglich neu gestaltet wird.“

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1 Kommentar

  1. Solveig

    2. Januar 2014 in 02:08

    Auch mal „nein“ sagen.

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