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Tipps zum Silvesterfeuerwerk

Tipps zum Silvesterfeuerwerk

SilvesterfeuerwerkDas neue Jahr beginnt und Millionen Deutsche begrüßen es mit Raketen und Böllern. Nicht selten endet dieses Vergnügen in der Notaufnahme eines Krankenhauses oder mit erheblichem Sachschaden. Worauf man achten sollte, um unbeschadet ins neue Jahr zu starten: 

 

Damit das neue Jahr nicht im Chaos versinkt
An keinem anderen Tag im Jahr sind Feuerwehr und Rettungsdienste so häufig gefragt wie an Silvester. Oftmals ist die Ursache für Brände und Unfälle an Silvester die fahrlässige Verwendung von Feuerwerkskörpern, nicht selten in Kombination mit Alkohol. Solche Gefahren lassen sich durch den richtigen Umgang mit Feuerwerkskörpern jedoch leicht vermeiden.

Nur an zwei Tagen des Jahres darf „geknallt“ werden
Silvesterknaller der Klasse II dürfen in Deutschland grundsätzlich nur zum Jahreswechsel, also am 31. Dezember und 1. Januar, ohne Sondergenehmigung gezündet werden. Städte und Gemeinden legen häufig aber einen engeren zeitlichen Rahmen fest – etwa zwischen 18 Uhr und 1 Uhr. Bei einem Verstoß drohen erhebliche Strafen. Diese Feuerwerkskörper dürfen auch nur von Personen ab 18 Jahren erworben werden. Landen die Silvesterknaller durch unsachgemäße Verwahrung in Kinderhand, müssen die Eltern für entstandene Schäden haften.

Nur getestetes Feuerwerk zulässig
Klar, Feuerwerkskörper sollten in einwandfreiem Zustand und unbeschädigt sein. Lässt sich eine Rakete oder ein Böller nicht gleich zünden, weg damit! Übrigens verrät der Aufdruck BAM auch, wer mit den Feuerwerkskörpern hantieren darf: Klasse II oder Kategorie F2 und ein CE-Kennzeichen darf nur zu Silvester und nur von volljährigen Personen verwendet werden. Feuerwerkskörper der Klasse I oder der Kategorie F1 – zum Beispiel Knallbonbons oder Wunderkerzen – können auch schon Jugendliche ab zwölf Jahren allein in die Hand nehmen.

Noch eines: Bevor man Feuerwerkskörper abschießt, immer die Gebrauchsanweisung lesen und – ganz wichtig – immer auf einen ausreichenden Sicherheitsabstand zum nächsten Menschen achten.

Raketen nie aus der Hand zünden
Wer keine Brände riskieren will, sollte Türen und Fenster in jedem Fall geschlossen halten. Raketen sind nur im Freien und auch niemals aus der Hand heraus zu zünden. Wichtig ist es, frühzeitig sämtliche brennbaren Elemente von Balkonen und Terrassen zu räumen.

Wer mit Böllern hantiert, muss sich des Risikos bewusst sein
Wichtigste Grundregel: Feuerwerk niemals unachtsam zünden oder werfen. Beim Abbrennen sollte ein Platz ausgewählt werden, von dem aus fehlgeleitete Geschosse aller Voraussicht nach keinen Schaden anrichten können. Im Allgemeinen sollte der Abstand mehr als zehn Meter betragen. Wer das nicht befolgt, handelt fahrlässig und wird bei verursachten Schäden schadensersatzpflichtig. Allerdings sind auch Schaulustige dazu verpflichtet, die nötige Distanz zu wahren. Ganz verboten ist das Anzünden von Feuerwerk beispielsweise in der Nähe von Fachwerk- und Reetdachhäusern, Kirchen sowie Krankenhäusern, Kinder- oder Altersheimen. Gemeinden und Städte bieten auf ihrer Internetpräsenz Bekanntmachungen zu örtlichen Verboten an.

Vorsicht in Kombination mit Alkohol
Auch die Kombination mit Alkohol ist eine häufige Ursache für Unfälle. Erwachsene sollten daher Verantwortung übernehmen und stets darauf achten alkoholisierten Personen in ihrer Umgebung das Zünden von Feuerwerksprodukten zu untersagen. Darauf sollten Erwachsene und Elternteile an Silvester unbedingt achten, um Brände und Unfälle zu vermeiden.

Silvesterfeuerwerk verursacht Jahr für Jahr große Schäden – welche Versicherung ist für welchen Schaden zuständig?
Wer selber alles richtig macht, ist noch lange nicht vor Fehlern Dritter gefeit. Immer wieder beschädigen Raketen und Böller in der Silvesternacht parkende Autos. Steht der Verursacher fest, muss er natürlich haften. In der Praxis ist das allerdings eher selten der Fall. Hat der Besitzer des beschädigten Autos eine Teilkasko-Versicherung, kann er den Schaden dort melden und regulieren lassen. Dies gilt übrigens auch, wenn der Verursacher feststeht. Ist der Schaden behoben, holt die Versicherung sich das Geld dafür vom Schädiger natürlich zurück.

Zu den typischen Schäden dieser Nacht zählen auch Raketen, die durch offene Fenster oder Dachluken fliegen. Wenn sich daraus ein Brand entwickelt, der das Gebäude oder den Hausrat beschädigt, ist dies ein Fall für Wohngebäude- und Hausratversicherung. Allerdings lassen sich solche Schäden in der Regel leicht vermeiden, indem man Fenster und Dachluken schließt.

Weitaus schlimmer, in der Silvesternacht aber leider nicht selten: Ein verirrter Kracher verletzt jemanden ernsthaft, zum Beispiel an den Augen. Niemand weiß, wer ihn abgeschossen hat, darum kann der Verletzte auch niemanden in die Pflicht nehmen. Er bleibt auf seinen Schadenersatzansprüchen sitzen. In dieser Situation hilft eine private Unfallversicherung. Sie zahlt unabhängig davon, ob man selber oder ein Dritter den Unfall verursacht hat.
Übrigens, selbst wenn feststeht, wer den Unfall verursachte, können Opfer leer ausgehen. Denn hat der Unfallverursacher keine private Haftpflichtversicherung, muss er das Opfer aus der eigenen Tasche entschädigen. Bei schweren Unfällen eine Verpflichtung, die viele Privatleute nicht erfüllen können.

Kein Recht auf Ruhe
Mit dem Ende der Weihnachtszeit endet auch die Zeit der Besinnlichkeit, denn die üblichen Lärmschutzbestimmungen gelten an Silvester nicht. So dürfen in der Nacht zum neuen Jahr ausnahmsweise bis 7 Uhr früh Raketen und sonstige Geschosse gezündet werden. Wer das neue Jahr lieber in aller Stille begrüßen möchte, muss die außergewöhnliche Ruhestörung trotzdem ertragen und hat keine Möglichkeit, seine Bettruhe einzuklagen.

 

Quellen: HUK-Coburg, TÜV Rheinland, ADVOCARD Rechtsschutzversicherung AG

Foto: HUK-Coburg

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