Familienleben

Was machen Sie zu Silvester?

Was machen Sie zu Silvester?

SilvesterDie einen treffen sich in der Neujahrsnacht stets zum Bleigießen, andere machen immer dieselbe Wanderung, wieder andere wollen eine ganz bestimmte Fernsehsendung auf keinen Fall verpassen. Fest steht: ins neue Jahr startet ein Großteil der Bundesbürger in der Regel in den eigenen vier Wänden oder bei Freunden. Und wer Silvester mit Kindern feiert, sollte aufpassen, dass die Zeit nicht lang wird.

 

„Prosit Neujahr“ daheim mit Freunden
Wie kommen Sie ins neue Jahr? Besuchen Sie einen edlen Silvesterball oder lieber eine Silvesterparty von Freunden, oder feiern Sie gemeinsam mit Ihren Kindern diesen besonderen Abend?

In einer repräsentativen Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“ gaben fast zwei Drittel der Männer und Frauen (62,9 Prozent) an, dass sie Silvester meist zusammen mit Freunden bei sich oder bei ihnen zu Hause feiern. In einen Club, eine Bar oder ein Restaurant bricht am 31. Dezember jeder Fünfte (20,5 Prozent) auf. Mehr als jeder Zehnte (10,6 Prozent) besucht am letzten Tag des Jahres immer einen Gottesdienst. Meist allein zu Hause bleiben am Silvesterabend 9,6 Prozent der Deutschen. 3,1 Prozent der Männer und Frauen feiern den Jahreswechsel im Ski- oder Winterurlaub.

Jede Altersgruppe hat dabei der Umfrage zufolge eigene Vorlieben: Die 20- bis 29-Jährigen gehen an Silvester überdurchschnittlich häufig aus: Vier von zehn (42,4 Prozent) von ihnen feiern meistens in einem Club, einer Bar oder einem Restaurant. Von den 30- bis 49-Jährigen verbringen drei von vier den Abend mit Freunden bei sich oder ihnen zuhause (73,4 Prozent). Unter den ab 70-Jährigen wiederum ist an Silvester der Anteil der Gottesdienstbesucher besonders hoch (25,4 Prozent).

Doch längst nicht alle Bundesbürger fiebern dem Jahreswechsel entgegen. Für 6,6 Prozent der Männer und Frauen endet der Silvesterabend zur gleichen Zeit wie die anderen Tage des Jahres auch: Sie bleiben meist nicht bis Mitternacht auf, sondern gehen zur üblichen Zeit ins Bett und starten somit schlafend ins neue Jahr – von den ab 70-Jährigen sagt das von sich sogar mehr als jeder Sechste (18,0 Prozent).

Silvester mit Kindern – So wird die Zeit nicht lang
Die Kleinen sind oft zappelig vor Aufregung und können gar nicht früh genug mit dem Silvesterfeiern beginnen. Da kann die Zeit bis zum Jahreswechsel lang werden, erklärt Chefredakteurin Stefanie Becker vom Apothekenmagazin Baby und Familie und hat Tipps, wie man die Zeit bis Mitternacht überbrücken kann:

„Eine schöne Möglichkeit, die Kinder zu beschäftigen, ist, zum Beispiel für jede Stunde bis Mitternacht eine Überraschungstüte bereitzustellen. Das können ganz einfache Papiertüten sein, auf die man zum Beispiel eine Uhr malt, mit der jeweiligen Uhrzeit. In der Tüte finden die Kinder dann Anleitungen und Zubehör für die nächsten 60 Minuten.“

Und was macht man in der jeweilige Stunde, können Sie uns das näher erklären?
„Um 18:00 Uhr finden die Kinder beispielsweise Luftschlangen, mit denen sie die Wohnung schmücken können. Um 19:00 ist dann Pizza-Zeit, da dürfen die Kleinen die Pizza selbst belegen. Danach muss der geheimnisvolle Schatz in der Wohnung gesucht werden, die Schatzkarte mit Hinweisen finden die Kinder eben in der Tüte. Und weitere Ideen sind zum Beispiel: das Lieblingsspiel der Familie spielen, Kinderbowle zubereiten und den Nachtisch bunt dekorieren.“

Was kann man tun, wenn abzusehen ist, dass die Kleinen nicht bis Mitternacht durchhalten?
„Dann kann man zum Beispiel den Jahreswechsel durchaus auch vorziehen und eben schon um 21:00 Uhr feiern. Sind die Kinder alt genug, können sie unter Aufsicht auch schon mal Wunderkerzen abbrennen oder Knallerbsen werfen. Beim Feuerwerk sollten die Kleinen aber nur Zuschauer sein, am besten mit ausreichendem Sicherheitsabstand und mit Ohrstöpseln, das schützt dann eben auch die empfindlichen Ohren vor Knallschäden.“

Und geknallt wird nun mal zu Silvester, weil Lärm und Licht früher die bösen Geister vertreiben sollten. Dieser Brauch hat sich bis heute fortgesetzt. Welche weiteren Traditionen es zum neuen Jahr gibt und wie weit verbreitet manches Ritual ist:

Silvestertraditionen
Die Landzeitschrift daheim in Deutschland widmet sich in ihrer Januar-Ausgabe einigen besonderen Traditionen zum neuen Jahr und zeigt, wie weit verbreitet manches Ritual ist.

So wird in vielen Teilen Deutschlands an Silvester und Neujahr Hippengebäck gegessen – eine Art Waffelröllchen, das pur, mit Sahne oder Creme oder mit kleinen Obststückchen gefüllt, eine knusprige Nascherei darstellt. Allein, der Name des Hippengebäcks ist regional so unterschiedlich wie die Füllung. Im Emsland und in Ostfriesland wird es Neujahrshörnchen genannt, in Richtung Münsterland ist es als Eiserkuchen bekannt, im Ruhrgebiet kennt man es als Neujährchen.

Zu den Traditionen der Silvesternacht gehört neben dem Feuerwerk auch das Klingen der Sektgläser. Aber warum wird miteinander angestoßen? Überlieferungen besagen, das Ritual gehe auf das Mittelalter zurück, als beim Zusammenprallen der Kelche die Flüssigkeit vom einen in das andere Gefäß schwappte und damit verhindert werden sollte, dass einer der Gäste vergiftet wird. Aus Sicht von Hasso Spode, Historiker an der TU Berlin, ist das Anstoßen hingegen ein Übergangsritual: „Es signalisiert: Ab jetzt trinken wir zusammen und bilden eine Gemeinschaft.“

Ein ganz anderer Brauch zum Jahreswechsel wird im Berchtesgadener Land und im Salzburger Land gepflegt: das Aperschnalzen, belegt seit dem 18. Jahrhundert. Dabei lässt eine Passe – eine Gruppe von neun Personen – ihre Peitschen im Takt und um Sekundenbruchteile versetzt laut knallen. Geschnalzt wird mit einem Holzstiel, an dem ein dreieinhalb Meter langes Hanfseil mit einem Stück Bast hängt. Es erzeugt beim Schwingen der Peitsche das typische Knallen, mit dem die Menschen der Überlieferung nach den Winter austreiben und die Natur zu neuem Leben erwecken wollen.

Quellen: „Apotheken Umschau“, Apothekenmagazin „Baby und Familie“, Landzeitschrift „daheim in Deutschland“

Foto: pixabay.com

Kommentare anzeigen (3)

3 Comments

  1. heinz gassner

    30. Dezember 2013 in 18:00

    gesüber leben

  2. Birgit

    5. Januar 2014 in 18:17

    Dicker werden!

  3. Rainer

    5. Januar 2014 in 18:18

    gewinnen

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