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DER MEDICUS

DER MEDICUS

Der MedicusDas mitreißende Abenteuerepos zwischen Orient und Okzident ist eine leidenschaftliche Liebesgeschichte, eine aufregende Hommage an menschliches Streben nach Erkenntnis und ein zeitloses Plädoyer für Toleranz und Freiheit – ab 25. Dezember im Kino.

 

„Der Medicus“ erzählt die Geschichte des Waisen Rob Cole (Tom Payne). Als Kind (Adam Thomas Wright) musste er mit ansehen, wie seine Mutter an einer Blinddarmentzündung starb. Völlig allein gelassen im England des 11. Jahrhunderts beschließt er, sich einem fahrenden Bader (Stellan Skarsgård) anzuschießen und entdeckt dabei sein Talent für die Heilkunst sowie seine Fähigkeit, den herannahenden Tod bei Kranken zu erspüren.

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Doch Rob strebt nach Höherem. Und so reist er ins persische Isfahan, um dort unter Ibn Sina (Ben Kingsley), „dem Arzt aller Ärzte“, Medizin zu studieren. Damit will er seinem brennenden Verlangen, den Menschen zu helfen, gerecht werden. Unterwegs begegnet Rob Cole zahllosen Gefahren und Herausforderungen, muss Opfer erbringen und sich seinen Weg bedingungslos erkämpfen. Am Ende wird sein unbeirrtes Streben nach Wissen mit Erkenntnissen über die Welt und über sich selbst mit Freundschaft und wahrer Liebe belohnt.

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Noah Gordons historischer Roman „The Physician“ (Originaltitel) erschien 1986 und ist der erste Band einer Trilogie, die die fiktive Geschichte von Rob Cole und seinen Nachfahren erzählt. Gleichzeitig legt die Trilogie einen großen Schwerpunkt auf das Thema Medizin und spiegelt den Fortschritt in diesem Bereich über alle drei Bände hinweg wieder („Der Schamane“ 1992 und „Die Erben des Medicus“ 1995). 1987 erschien Gordons „The Physician“ in Deutschland unter dem Titel „Der Medicus“ und wurde zu einem phänomenalen Erfolg. Allein im deutschsprachigen Raum verkauften sich die Abenteuer von Robert Cole über sechs Millionen Mal. Der Erfolg des Buches in Europa und insbesondere in Deutschland übertraf den in Gordons Heimat deutlich.

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Die Bedeutung von „Der Medicus“ ist bis heute ungebrochen: Der Roman ist einer der frühesten Vorreiter des bis heute extrem erfolgreichen Historienroman-Genres und gehört zu seinen wichtigsten Vertretern. 1999 wurde Gordons erfolgreichster Roman auf der Buchmesse in Madrid von den spanischen Buchhändlern in die Top Ten der beliebtesten Bücher aller Zeiten gewählt. Dass auch im neuen Jahrtausend die Begeisterung der Leser nicht nachgelassen hat, wurde 2004 durch die großangelegte ZDF-Aktion „Unsere Besten. Das große Lesen“ bewiesen. Auf Teilnahmekarten, die in 8000 Büchereien und 12000 Buchhandlungen auslagen, stimmte eine Viertelmillion Menschen über ihre Lieblingsbücher ab und setzten Gordons „Der Medicus“ auf Platz 7 – zwischen Thomas Manns „Buddenbrooks“ und Paulo Coelhos „Der Alchimist“. Die humanistische Kraft von Gordons spannendem Medizinabenteuer zwischen Abend- und Morgenland, das in insgesamt 32 Sprachen übersetzt wurde, besteht bis heute.

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Anlässlich der Filmadaption des Weltbestsellers erzählt Noah Gordon rückblickend auf die Entstehungszeit seines Werks: „Als ich den ‚Medicus‘ zu schreiben begann, war die Welt geteilt durch die Zusammenstöße von Fraktionen der großen Religionen. Wir hatten noch den blutigen Krieg zwischen Katholiken und Protestanten in Irland im Gedächtnis, und zwischen Sunniten und Schiiten und Muslimen und Juden im Nahen Osten“, erinnert sich der Autor. „Die Geschichte dieser Auseinandersetzungen, die Christen und Muslime in den blutigen Kreuzzügen führten, diente als Hintergrund für die echten Freundschaften von drei jungen Medizinstudenten – ein Christ, ein Jude und ein Muslim – und war Erinnerung daran, wie wenig wir seit dem Mittelalter gelernt haben.“

Und Gordon resümiert: „Nun, 27 Jahre später, wenn der Film herauskommt, macht die Technologie das Töten einfacher und auf kalte Art effizienter. Die Botschaft von guten Menschen, die die Unterschiede der Glaubensrichtungen und der Politik überwinden, um einen Separatfrieden zu erklären, ist nun noch berührender und wiedererkennbarer.“ (Quelle: backstage.rtlgroup.de, Benet)

Noah Gordons „Der Medicus“ gehörte zu den wenigen großen unverfilmten Historienromanen der letzten Jahrzehnte. Jetzt kommt die bildgewaltige Verfilmung des Weltbestellers mit einer eindrucksvollen Starbesetzung in die Kinos. Angeführt vom charismatischen Newcomer Tom Payne als Rob Cole standen für diese spannende Zeitreise ins Mittelalter unter der Regie von Philipp Stölzl („Goethe!“, „Nordwand“) internationale und deutsche Stars vor der Kamera, darunter Stellan Skarsgård, Olivier Martinez, Emma Rigby, Elyas M’Barek, Fahri Yardim und Ben Kingsley.

Fazit: Eine durch und durch spannende Geschichte mit Bildern wie aus tausendundeiner Nacht, die den Klassiker „Lawrence of Arabia“ in den Schatten stellen, die mit brillant agierenden Schauspielern – auch in den kleinsten Nebenrollen – glänzt und vielleicht ein Muss für jeden angehenden Mediziner und Erinnerung an mehr Menschlichkeit sein sollte. Denn wie sagt Ben Kingsley alias Ibn Sina so schön: „Wer zu uns kommt, sind die Menschen, nicht die Krankheiten.“

Der Medicus_PlakatKinostart: 25. Dezember 2013; Regie: Philipp Stölzl; FSK: ab 12 Jahren; Länge: 155 Minuten; Verleih: Universal; Link: dermedicus-film.de

 

 

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