Familienleben

Wie wäre es dieses Jahr einmal mit ÖKO-Weihnachten?

Wie wäre es dieses Jahr einmal mit ÖKO-Weihnachten?

Das alljährliche Weihnachtsfest beschert uns nicht nur glänzende Augen und den lang ersehnten iPod, sondern auch wieder Berge von Geschenkpapiermüll, Lametta, Plastikverpackungen und ausgediente Weihnachtsbäume. Dabei könnte die Umwelt durch ein wenig Eigeninitiative um ein vielfaches entlastet werden. Damit das Weihnachtsfest dieses Jahr etwas abfallärmer ausfällt, gibt es jetzt ein wenig Nachhilfeunterricht in Sachen „Ökologische Weihnachten“:

 

Die Wahl des richtigen Tannenbaums
Plastik-Christbäume, auch wenn Sie einfach in der Handhabung und billiger als das Original sind, sollten unbedingt vermieden werden. Früher oder später landet die Plastikkopie ja doch auf dem Müllberg. Echte Weihnachtsbäume dagegen kommen auf den Kompost und werden zu Humus. Ganz wichtig ist aber auch die richtige Wahl der Fichte: Tanne oder Kiefer. Hier sollten Sie auf einheimische Arten achten. “Edeltannen“ oder „Blautannen“ aus Plantagen werden mit Pestiziden behandelt um sie optisch aufzuwerten. Das schadet der Umwelt. Nicht nur das, was im Weihnachtsbaum drin ist, kann die Natur belasten, sondern auch das, was drauf kommt.

Die Dekoration sollte soweit wie möglich aus natürlichen Materialien sein: Holzfigürchen, Plätzchen, Nüsse, Sterne aus Stroh und Papier oder auch Wachs können einen Weihnachtsbaum prachtvoll erstrahlen lassen – und das ganz ohne schlechtes Gewissen. Worauf man unbedingt verzichten sollte, sind Glitzersprays oder auch Schnee aus der Dose, Lametta und Utensilien aus Kunststoff, die oftmals zu schnell kaputt gehen und letzten Endes doch wieder im Müll landen.

Weihnachtsbaum der „besonderen Art“
Baumkerzen mit dem RAL-Gütezeichen in Gold und Silber werden mit viel Baumschmuck in passenden Farben kombiniert und schmücken hier den Weihnachtsbaum der „besonderen Art“. Denn dieser „kahle“ Weihnachtsbaum ist nämlich aus dem letzen Jahr und sieht toll aus! Eine super Recycling-Idee für alle, die einen ausgefallenen Geschmack haben und denen das jährliche „Bäumchensterben“ sowieso gegen den Strich geht. Und die Weihnachten lieber ökologisch korrekt feiern möchten!

Und so wirds gemacht: 
1. Einen kahlen Weihnachtsbaum mit Sand oder (noch besser) Gips in einem Gefäß befestigen und die Äste möglichst kurz abschneiden, damit die trockenen Äste (beim Behängen) nicht abbrechen.
2. Dann über und über mit Baumschmuck in der/den gewünschten Farben behängen.
3. Und zum Schluß die Kerzenhalter oder Clips sorgfältig und gerade befestigen und darauf achten, daß später – beim Anzünden der Baumkerzen – kein Schmuckelement über der Flamme hängt!

Gaumenfreuden
Auf die traditionelle Weihnachtsgans muss nicht verzichtet werden, aber man sollte auf ihre ökologische Herkunft achten. Kurz vor Weihnachten kommt Fleisch aufgrund der starken Nachfrage auch aus dem Ausland. In Polen und Ungarn hat man sich auf Mastbetriebe spezialisiert, um in kürzester Zeit eine dicke und schwere Gans zu bekommen.

Geschenke verpacken
Von Jahr zu Jahr wächst das Abfallvolumen. Noch schlimmer ist, dass der Verpackungsabfall zum größten Teil nicht recycelbar ist. Hier sollte man nicht nur auf die Optik schauen und zu glitzernden, schillerndem Geschenkpapier greifen. Besser ist es, Recyclingpapier zu verwenden (markiert mit dem „Blauen Engel“) und es dann mit Schnüren und Stoffschleifen zu binden und zu dekorieren anstatt mit Klebestreifen. Die Kreativität kennt keine Grenzen: Getrocknete Blumen, schöne Kalenderblätter oder Fotos, Stoffreste und Weihnachtsgebäck sind wunderbar zur Paketdekoration geeignet und geben dem Geschenk eine ganz individuelle Note, worüber sich der ein oder andere vielleicht noch viel mehr freut.

Geschenkeauswahl
Das wichtigste bei der Geschenkeauswahl ist es, langlebige und nachhaltige Produkte zu kaufen: Bei Geschenken für Kinder sollte auf Plastikspielzeug weitgehend verzichtet werden – geben Sie lieber ein paar Euro mehr für ökologisch und pädagogisch wertvolles Holzspielzeug aus.

Weitere sinnvolle Geschenke, die zum Umweltschutz beitragen:
• Bahncard – macht die öffentlichen Verkehrsmittel wieder attraktiver
• Stromwechsel zu einem Ökostromanbieter
• Gutschein für eine Fahrradreparatur – anstatt gleich ein Neues zu kaufen

Mit ein wenig Fantasie und gutem Willen kann man seine Mitmenschen auch mit guten Gewissen überraschen und schont ganz nebenbei noch die Umwelt!

Quelle: livingpress 

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