Familienleben

Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen

Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen

Der WeihnachtsbaumWenn sich an Weihnachten die Familie um den hell erleuchteten Weihnachtsbaum versammelt, dann strahlen nicht nur Kinderaugen. Denn mit dem Entzünden der Kerzen am Baum beginnen offiziell die Weihnachtsfeiertage. Doch woher stammt dieser Brauch? Und welche Sicherheitshinweise gilt es im Umgang mit echten Baumkerzen zu beachten?

 

„All überall auf den Tannenspitzen … sah ich goldene Lichtlein blitzen“. Denn erst die Lichter machen den Weihnachtsbaum richtig weihnachtlich, ihr Schein bringt die bunten Glaskugeln und das Lametta zum Glänzen und Funkeln. Den Baum kann man entweder mit einer Lichterkette oder mit echten Kerzen beleuchten, wobei das warme, wohlig flackernde Licht einer Kerzenflamme die Atmosphäre erst richtig weihnachtlich macht.

Der Weihnachtsbaum4Wie verzaubert … wirkt der Weihnachtsbaum im Kerzenschein und erstrahlt dank der Kerzen mit dem RAL-Gütezeichen in festlichem Glanz. Statt bunte Kugeln und Lametta glitzern Strass-Vögel, Masken und Schmetterlinge.

Wenn einige Sicherheitshinweise beachtet werden, ist der Gebrauch von echten Weihnachtsbaum-Kerzen völlig ungefährlich:
Brennende Kerzen dürfen nie unbeaufsichtigt gelassen werden. Die Kerzen sollten darüber hinaus nicht direkt übereinander, sondern immer versetzt und mit mindestens 15 cm Abstand voneinander befestigt werden. Ein Feuerlöscher oder ein mit Wasser gefüllter Eimer sollten für den Notfall in der Nähe des Baums bereitstehen.

Übrigens: Baum-Kerzen gibt es auch als „selbstverlöschende“ Variante. Sie garantieren nicht nur ein tropf- und rußarmes Abbrennen, sondern auch das selbstständige und vorzeitige Verlöschen, kurz bevor die Kerze komplett ab- bzw. heruntergebrannt ist!

Mehr zum Thema Sicherheit lesen Sie weiter unten im Artikel

Die Geschichte des Weihnachtsbaums
Immergrüne Pflanzen sind schon seit vielen Jahrhunderten in verschiedenen heidnischen Kulturen ein Symbol von Fruchtbarkeit und Lebenskraft. So war das Grün der Blätter im strengen Winter ein Zeichen der Hoffnung auf den bald wiederkehrenden Frühling. Im antiken Rom schmückte man die Häuser mit Lorbeerkränzen. In weiter nördlich liegenden Gegenden hingen in der kalten Jahreszeit Tannenzweige im Haus, um bösen Geistern das Eindringen zu erschweren.

Im Mittelalter wurde ein geschmückter Baum erstmals schriftlich erwähnt: In Freiburg stellten die Bäcker zu Weihnachten 1419 einen Baum auf, der mit Süßigkeiten behängt war. An Neujahr durften die Kinder ihn dann schütteln und plündern. Dieser Brauch soll aus dem Elsass stammen.

Bereits zu Anfang des 17. Jahrhunderts war das Aufstellen eines geschmückten Christbaumes eine verbreitete Tradition, wobei sich anfangs nur die obere Bevölkerungsschicht einen Weihnachtsbaum leisten konnte, da Tannenbäume in Mitteleuropa recht selten und dementsprechend teuer waren. Der Überlieferung nach wurde 1611 erstmals ein Weihnachtsbaum von der Herzogin Dorothea Sibylle von Schlesien mit Kerzen geschmückt. Um 1830 entstanden die ersten Weihnachtsbaumkugeln aus Glas, Lametta wurde um 1878 entwickelt.

Vor der Mitte des 19. Jahrhunderts an wurden verstärkt Tannen- und Fichtenwäldchen angelegt, um die gestiegene Nachfrage nach den Bäumen zu decken. Der Weihnachtsbaum setzte seinen Siegeszug um die Welt fort: Schon 1781 stellte das deutsche General-Ehepaar Riedesel den ersten Weihnachtsbaum auf dem amerikanischen Kontinent in Sorel, Kanada, auf. Noch heute erinnert eine Tannenbaumsilhouette vor dem ehemaligen Hauptquartier der Braunschweiger Truppen an dieses Ereignis. In die Vereinigten Staaten brachte dann 1848 ein deutscher Auswanderer die Tradition. Im Jahr 1882 wurde, ebenfalls in den USA, der erste Baum mit elektrischen Lichtern beleuchtet und 1891 bekam auch der amerikanische Präsident einen eigenen Weihnachtsbaum in seinem Amtssitz.


Sicherheitshinweise beim Gebrauch von echten Weihnachtsbaum-Kerzen
An den Advents- und Weihnachtstagen gibt es kein Haus, das ohne Kerzenschein erstrahlt: Denn Kerzenlicht schafft eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre, die unvergleichlich ist. Hier einige Tipps und Hinweise zum sicheren Umgang mit Kerzen:

Geeignete Kerzenhalter
Nicht nur für den Weihnachtsbaum, sondern auch für Gestecke und Adventskränze sind feste Kerzenhalter zu empfehlen, die hitzefest sind und z. B. aus Metall oder Keramik bestehen. Alle Kerzen müssen mit den Haltern an den Zweigen so angebracht werden, dass sie senkrecht stehen und während des Abbrandes nicht umkippen können. Zu alte, ausgeleierte Halter sollte man rechtzeitig ersetzen.

Der Weihnachtsbaum3

Teelicht statt Baum-Kerze
Auch Teelichte mit dem RAL-Gütezeichen haben mittlerweile ihren Weg zum Weihnachtsbaum gefunden: Denn dank der praktischen und zugleich dekorativen, mit tiefem Schwerpunkt hängenden Teelichthalter, können diese nicht umkippen und das Teelicht bleibt immer gerade.
Vorteil der Teelichthalter: Teelichte gibt es in jedem Haushalt – so müssen für den Weihnachtsbaum nicht extra Baumkerzen gekauft werden! Teelichte mit dem RAL-Gütezeichen garantieren eine Brenndauer von mind. 4 Stunden.

Abstände der Kerzen zu Zweigen und Ziermaterial
Bei Gestecken und Adventskränzen ist auf genügend Abstand der Kerzenflammen zu Zweigen und brennbarem Ziermaterial zu achten.
Wird die Kerze im Verlaufe des Abbrennens niedriger und damit auch die Position der Kerzenflamme, darf die Flamme nicht zu nahe an Zweige oder Tannennadeln heranreichen, sonst entsteht Brandgefahr. 

Hochwertige Baumkerzen mit dem RAL-Gütezeichen gibt es u.a. von Bolsius, Gies, Wiedemann und Vollmar. „Selbstverlöschende“ Baumkerzen mit dem RAL-Gütezeichen bietet Gies-Kerzen an.
Neu sind „selbstverlöschende“ Kerzen speziell für Gestecke und Kränze: ein Patent verhindert das Auslaufen von heißem Wachs sowie das Umfallen von brennenden Dochten – zudem verlöschen solche Kerzen am Ende „fast wie von selbst“ und machen so die Adventsdekoration noch sicherer.

Der Weihnachtsbaum2Wunderbar verspielt…
ist dieser Baumschmuck und läßt – zusammen mit den Baumkerzen in RAL-Qualität – nicht nur Kinderaugen strahlen! Alles zusammen verbreitet eine nostalgische Stimmung und unterstreicht die weihnachtliche Atmosphäre.

Sicherer Stand des Baumes
Beim Weihnachtsbaum ist als erstes darauf zu achten, dass der Baum selbst standsicher aufgestellt wird. Der Ständer muss schwer und breit genug sein.
Ideal sind wassergefüllte Baumständer, damit der Tannenbaum nicht allzu schnell austrocknet.

Abstände der Baumkerzen
Kerzen vertragen es nicht, wenn sie zu dicht neben- oder untereinander brennen. Es empfehlen sich Abstände von etwa 15 cm. Optimal ist es, wenn alle Baumkerzen so weit außen an den Zweigen angebracht werden können, dass die höheren Zweige nicht bis über die Kerzenpositionen der unteren Zweige ragen.
Ist ein Baum so gewachsen, dass das nicht möglich ist, so sollte jede Kerzenflamme mindestens 20 cm Abstand zum oberen Zweig haben, damit die Kerzenflamme den Zweig nicht entzünden kann.

Ausgetrocknete Zweige sind gefährlich
Die Beachtung der richtigen Abstände hat den Vorteil, dass die Wärmeausstrahlung der Kerzenflammen die Zweige nicht frühzeitig austrocknet. Ausgetrocknete Zweige sind leicht entflammbar. Es ist daher ganz wichtig, die Gestecke und den Weihnachtsbaum nicht zu lange stehen zu lassen, sondern rechtzeitig abzubauen bzw. zu ersetzen.

Der Weihnachtsbaum1Anzünden und Löschen der Baumkerzen
Baumkerzen am Besten mit einem sog. Stabfeuerzeug anzünden, da dies einfacher und sicherer ist als mit Streichhölzern. Es ist empfehlenswert, die Kerzen am Baum stufenweise von oben nach unten anzuzünden! Beim Löschen der Kerzen verfährt man zweckmäßiger Weise in umgekehrter Richtung von unten nach oben!

Brennende Kerzen beobachten
Immer alle Kerzen löschen, wenn Sie den Raum verlassen! Auch Kleinkinder sollten nie unbeobachtet mit brennenden Kerzen allein gelassen werden. Für den Notfall einen Feuerlöscher oder einen mit Wasser gefüllten Eimer in der Nähe des Baumes bereitstellen.

Die Weihnachtsbaumkerzen sind in den aktuellen Trendfarben sowie in klassischem Weiß erhältlich. Kerzen aus bzw. mit Bienenwachs duften wunderbar nach Honig und lassen Kindheitserinnerungen wach werden. Gerade zu Weihnachten, wenn viele Kerzen gleichzeitig brennen, gilt: auf Kerzen mit dem RAL-Gütezeichen achten, denn sie brennen ruß- und raucharm ab und enthalten keine gesundheitsgefährdenden Stoffe.
Fotos: Gütegemeinschaft Kerzen

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