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GENUG GESAGT

GENUG GESAGT

Genug gesagtWas passiert, wenn man seinen Lover durch die Augen einer anderen sieht? Wie lange dauert es, bis sich charmante Ticks zu unerträglichen Macken und die große Liebe in eine Nervensäge verwandeln? „Genug gesagt“ ist eine scharfsinnige und einfühlsame Screwball-Komödie, die mit viel Humor die unerwarteten Bredouillen auslotet, die sich beim Eingehen einer neuen Beziehung ergeben können – ab 19. Dezember im Kino.

 

Genug gesagt1Die geschiedene, alleinerziehende Mutter Eva (Julia Louis-Dreyfus) ist mit ihrem Arbeitsalltag als therapeutische Masseurin rundum zufrieden. Wegen des bevorstehenden Wegzugs ihrer einzigen Tochter Ellen (Tracey Fairaway) aufs College muss sie sich jedoch erstmals in ihrem Leben mit dem Gedanken vertraut machen, allein zu sein.

 

Genug gesagt2Als der Auszugstermin näher rückt, besucht Eva eine Party, auf der sie dem gleichgesinnten Albert (James Gandolfini in seiner letzten großen Rolle) begegnet, einem liebenswürdigen und unaufdringlicher Fernseh-Archivar, der sich ebenfalls mit dem kommenden Auszug seiner Tochter abfinden muss.

Während die beiden sich langsam annähern, freundet sich Eva mit ihrer neuen Massageklientin Marianne (Catherine Keener) an. Marianne ist Schriftstellerin, deren Schönheit, Geschmack und Talent Evas Neid und Bewunderung wecken. Ihre coole Aura und der elegante Lifestyle verkörpert all das, wonach sich die unsichere Eva sehnt. Marianne, die Eva zu ihrer Vertrauten macht, ist nahezu perfekt – abgesehen von einem hervorstechenden Charakterzug: Sie lästert viel zu oft über ihren Ex-Ehemann.

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Und gerade als Eva dabei ist, sich ernsthaft in Albert zu verlieben, findet sie die Wahrheit über Mariannes Ex heraus. Unsicher und innerlich zerrissen beginnt sie plötzlich an ihrer Beziehung mit Albert zu zweifeln.

Witzig-ironisch und scharfsichtig zeichnet Regisseurin und Drehbuchautorin Nicole Holofcener („Please Give“) auch in „Genug gesagt“ das Abbild einer gebildeten, kultivierten und wortgewandten Schicht zeitgenössischer Großstadtbewohner im modernen Beziehungschaos. Ausgehend von eigenen Erfahrungen und denen ihrer Freunde entwirft sie einen kenntnisreichen und beißenden Kommentar zu den Herausforderungen des modernen Lebens. Scharfsinnig und geistreich lotet sie die Gefühlsfallen aus, in die sich Paare verstricken, und entlarvt mit leichter Hand die Zweifel, Ängste und Eitelkeiten, mit denen sich Liebende das Leben schwer machen. 

Im Zentrum dieses Beziehungsdreiecks steht ein schon legendärer Charaktermime: der wunderbare James Gandolfini („Die Sopranos“) in einer seiner letzten Kinorollen. Als sensibler Albert, der nur äußerlich ein dickes Fell hat, gibt Gandolfini eine herzzerreißende Vorstellung. In der Rolle einer gestandenen Frau, die sich aus Misstrauen und Unsicherheit in die Beziehungskrise manöviert, überzeugt die Emmy- und Golden Globe-Preisträgerin Julia Louis-Dreyfus („Seinfeld“). Catherine Keener („Jugfrau (40), Männlich, sucht…“) erweist sich als schicke Künstlerin, die unwissend die Romanze ihrer neuen Freundin vergiftet, einmal mehr als Hollywoods etwas andere Klassefrau. In weiteren Rollen sind Toni Collette („Ganz weit hinten„) sowie Tracey Fairaway („The Bling Ring„) als Evas Tochter Ellen zu sehen. Die Fashionbloggerin Tavi Gevinson gibt als Ellens beste Freundin ihr Schauspieldebüt.

Genug gesagt_PlakatKinostart: 19. Dezember 2013; Regie: Nicole Holofcener; FSK: ab 6 Jahren; Länge: 94 Minuten; Verleih: Twentieth Century Fox; Link: GenugGesagt

 

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