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Online-Lieferdienste: Von der Pizza bis zur Weihnachtsgans

Online-Lieferdienste: Von der Pizza bis zur Weihnachtsgans

Jeden Tag einkaufen und kochen? Dazu haben immer weniger Deutsche Lust – und bestellen ihr Essen lieber bei einem Lieferdienst. Und wer nicht mal zu den Feiertagen in der Küche stehen will, ordert die fertig gebratene Weihnachtsgans online. 

Lieber liefern lassen, lautet die Devise für viele – Online-Lieferdienste für Lebensmittel und Essen machen Supermarkt und eigener Küche zunehmend Konkurrenz. Es ist ja auch zu verführerisch: Wer nach einem langen Tag im Büro keine Lust oder Zeit mehr hat, einzukaufen und selbst zu kochen, greift zum Telefon und ordert Pizza, Sushi oder Ente süßsauer. Am besten, das Menü wird noch auf dem Heimweg bestellt – per App mit dem Smartphone. Damit ist in den meisten Fällen auch sichergestellt, dass die Lieferung nicht erst dann zu Hause eintrifft, wenn schon das Bett ruft.

Liefern lassen statt einkaufen

Den täglichen Einkauf, so eine Studie der GfK-Marktforschung, sparen sich mittlerweile viele Menschen, dafür stürzen sie sich am Samstag in den Einkaufstrubel. Wer schafft’s schon, dabei die Lebensmittel für eine ganze Woche zu besorgen? Das klappt vielleicht bei einem Ein- oder Zwei-Personen-Haushalt. Aber Milch, Brot, Gemüse, Fleisch, Getränke und noch ein paar Kleinigkeiten mehr für eine vielköpfige Familie einzukaufen, kostet viel Zeit und erfordert eine fast schon generalstabsmäßige Planung. Irgendwas fehlt immer – und ob die Kinder am Dienstag überhaupt Appetit auf Suppe haben, oder die Mutter am Mittwoch Lust hat, schon wieder Spaghetti zu kochen?

Fein raus sind Familien, die ein Abo bei einem der Lebensmittel-Lieferdienste haben – und genügend Geld, sich die gelieferten Speisen zu leisten. Dann bringt einmal die Woche der Kurier eine Box mit Zutaten und Rezepten für mehrere Tage – alles inklusive, nur kochen muss der Kunde noch selbst. Alle anderen ordern bei Zeitmangel, knurrendem Magen und leerem Kühlschrank immer öfter das Essen spontan per Online-Bestellung. In Deutschland sind derzeit über 15 000 Bringdienste unterwegs, die Essen aus dem Restaurant, vom Pizzabäcker oder aus der Dönerbude ins Haus liefern.

Lieber Pizza als Sushi

Das Angebot an Speisen ist riesig und vielfältig, aber die Deutschen bleiben auch beim online bestellten Essen ihren Gewohnheiten treu, wie eine Studie der Internet-Plattform Lieferheld.de zeigt. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala steht Pizza, gefolgt von Pasta und Co. Auch Standards und Spezialitäten aus der asiatischen Küche lassen sich immer mehr Kunden ins Haus liefern, mit weitem Abstand folgen Currys und Burger, also die Errungenschaften der indischen und amerikanischen Küche. Sushi wird eher selten über die Bestellplattformen geordert, der Fisch nach japanischer Art ist aber immerhin beliebter als chinesische oder griechische Speisen.

Die beliebteste Bestellzeit ist übrigens nicht die Mittagspause, sondern der Feierabend. Am meisten zu tun haben die Bringdienste zwischen 18 und 20 Uhr. Und nicht einmal zu den Feiertagen machen die Essens-Lieferanten Pause. Wer mag, kann sich sogar das Weihnachtsmenü ins Haus bringen lassen – natürlich keine pappige Pizza oder lauwarme Burger, sondern Klassiker der deutschen Feiertags-Küche. Im Angebot sind komplette Menüs mit gebratener Ente oder Gans, inklusive Rotkohl, Klößen, Dessert und Wein.

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