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Weihnachts-Special: So genießen Sie die Feiertage mit der ganzen Familie

Weihnachts-Special: So genießen Sie die Feiertage mit der ganzen Familie

spieletippsDie Geschenke sind ausgepackt, der Braten ist verputzt und die Tannenbaumkerzen runtergebrannt. Und was nun? Verkrümelt sich jedes Familienmitglied in seine Ecke – oder die ganze Familie nutzt die freien Tage für gemeinsame Aktivitäten wie Brettspiele, Bastelstunden und Ausflüge.

Wie wäre es mit … einem Brettspiel?

SpielenEin Klassiker – aber immer wieder gut. Bei uns wird am ersten oder zweiten Weihnachtstag schon traditionell Die Siedler von Catan gespielt. Der große Esstisch wird freigeräumt, Plätzchen, Schokoweihnachtsmänner und Gesteck machen dem Spielfeld Platz. Landschafts- und Wasserfelder kommen auf den Tisch, Rohstoffkarten, Spielfiguren und Zahlenchips werden verteilt. Sitzt nicht nur die Familie am Tisch, sondern sind auch noch Freunde und Bekannte dabei, kommt die Siedler-Erweiterung ins Spiel.

Die nächsten Stunden sind dann alle versunken in ihre persönliche Sieg-Strategie – baue ich lieber die längste Straße, setzte ich auf den Seehandel, ziehe ich möglichst viele Siedlungen hoch oder verlasse ich mich auf Entwicklungskarten? Ist die Spielerrunde groß, kann dass einige Stunden dauern. Die Siedler von Catan ist trotz recht komplexer Regeln ein perfektes Familienspiel: Niemand ist außen vor, weil jeder Mitspieler in jeder Runde am Ball bleiben muss. Und es bilden sich strategische Allianzen zwischen Familienmitgliedern, die sonst nicht unbedingt perfekt harmonieren. Steht der Sieger fest, sind alle zufrieden – und einig, möglichst bald noch mal zu spielen.

Die Siedler von Catan ist eigentlich ein alter Hut – aber immer wieder spannend. Das Spiel ist seit 1995 im Handel, seit dem gab es etliche Erweiterungen und Varianten. Die jüngste Erweiterung erschien erst vor wenigen Monaten: Mit Die Siedler von Catan – Entdecker und Piraten (von Kosmos) begeben sich die Spieler auf eine Reise zu fremden, aber bewohnten Inseln. Sie müssen auf Fischfang gehen, Handelsabkommen schließen und Piraten bekämpfen. Wenn der Weihnachtsmann dran denkt, könnten wir dieses Jahr die Familien-Siedler auf Seereise schicken …

Wie wäre es mit … einer Runde an der Spielekonsole?

Wenn die Kinder an der Spielkonsole sitzen und die Eltern dabei gelangweilt zugucken, kann man nicht gerade von weihnachtlicher Familienatmosphäre sprechen. Es geht aber auch anders: Egal, ob dreiköpfige oder Großfamilie – mit dem richtigen Equipment und natürlich den richtigen Spielen macht so ein Zocker-Abend im Kreise der Familie richtig Spaß!

Als Geschenk für die ganze Familie bietet sich zum Beispiel eine Wii bzw. eine Wii U an. Schon die im Starter-Set enthaltenen Spiele bieten eine große Vielfalt. Es kann in Teams oder auch direkt gegeneinander gespielt werden – je nachdem, wer alles mit von der Partie ist. Die Auswahl bei den Games ist natürlich riesig. Mittlerweile gibt es fast alle klassischen Brettspiele auch in der digitalen Version – von Ratespielen über sportliche Wettbewerbe bis hin zu großen Turnieren à la „Schlag den Raab“.

Zusätzlich bieten sich als Gimmick Add-ons für die Konsole an. Für den perfekten Karaoke-Abend braucht es Mikrofone. Für mehr Action gibt es Tanzmatten und natürlich das Balance Board – auf dem können Sie im Wohnzimmer Skifahren!

Wenn also einmal die passende Auswahl für die Familie getroffen wurde, ist auch schon ein tolles Geschenk für alle gemeinsam gefunden. Die Spiele können beginnen!

Wie wäre es mit … einem gemeinsamen Ausflug in den Wald?

WaldspaziergangStatt an den Feiertagen nur im Haus zu sitzen, zu essen und es sich dann schließlich vor dem Fernseher gemütlich zu machen, bietet sich auch ein abwechslungsreicher Waldspaziergang mit der ganzen Familie an. So kommen alle an die frische Luft, und man freut sich abends gleich viel mehr auf Kekse, Schokolade und Co.

Im Wald lässt sich nämlich so einiges unternehmen. Ist ordentlich Schnee gefallen, bieten sich natürlich die Klassiker an: Wer baut den schönsten Schneemann? Wer gewinnt die Schneeballschlacht? Und Rodeln steht dann auch hoch im Kurs.

Aber auch bei nicht-weißen Weihnachten haben Groß und Klein eine Menge Spaß in der Natur. Die Kunst besteht nur darin, sich vorher ein paar Gedanken zu machen: Wie motiviert man die Bewegungsfaulen zu einer Wanderung? Was lässt sich aus dem Wald mitbringen, um damit zu Hause zu basteln?

Am besten vorher die Regel festlegen: Finger weg von den Handys, die Kopfhörer müssen zu Hause bleiben. Nur Fotos dürfen gemacht werden! So können alle den gemeinsamen Ausflug auch wirklich genießen.

Ein Klassiker, der sich förmlich aufdrängt: Wie wär’s etwa mit einer Runde Verstecken spielen? Oder wann haben Sie das letzte Mal eine Schnitzeljagd gemacht? Wer hat die skurrilste Wurzel oder den am merkwürdigsten verwachsenen Baumstamm fotografiert? Das wäre ein nachhaltiger Wettbewerb, der auch zu Hause noch dem Waldausflug etwas abgewinnt. Wie das anschließende Ratespiel: Wo hab ich das im Wald gesehen (Abbildung eines besonderen Steins, einer Lichtung oder gar eines Tieres)?

Für Leute mit einer blühenden Fantasie führt der Waldspaziergang direkt hinein in die Welt der Zwerge, Trolle und Elfen. Da kann ein verwunschen aussehender hohler Baustamm, an dem doch ganz offensichtlich noch ein Barthaar von einem Zwerg hängt, zu einer märchenhaften Geschichte werden, an deren Gestaltung sich die ganze Familie beteiligen kann.

Lauffaule hält der Tannenzapfenweitwurf eine zeitlang auf Trab (das funktioniert natürlich nur in einem Wald mit Nadelbäumen): In dem Moment, wo der Erste sagt „Ich kann nicht mehr laufen!“, bleiben alle auf der Stelle stehen und müssen sich in ihrer direkten Umgebung einen Tannenzapfen greifen, den sie so weit wie möglich voran werfen. Bis dahin – und nur dorthin – müssen sie nun so schnell wie möglich laufen. Von da aus wird weitergeworfen. Wer ist wohl der Schnellste?

Für Bastelfans gleicht so ein Wald einer riesigen Schatzkiste. So kann zum Beispiel jedes Kind mit einem Korb durch die Natur streifen und jede Menge Waldgut sammeln. Tannenzapfen, Blätter und Zweige (aber bitte nichts abpflücken, sondern sich auf das am Boden liegende beschränken) lassen sich später zu richtigen Kunstwerken – Gestecken oder Bildern – verarbeiten.

Wie wäre es mit … einem Bastelnachmittag?

Auch wenn wir natürlich vermeiden, zu viel Müll zu produzieren, so will doch manch ganz besonderes Geschenk außergewöhnlich dekorativ überreicht sein. Sprich, wir greifen zu Geschenkpapier und Schleifenband und zaubern ein kleines Kunstwerk.

Bei einer größeren Familien gleicht daher die gute Stube nach der Bescherung eher einem Schlachtfeld aus bunten Fetzen, Federn und Geschenkband. Damit das nicht zum Fall für die an Weihnachten stets überfüllten Altpapier-Container wird, planen Sie doch einen gemeinsamen Bastelnachmittag an den Feiertagen ein.

Was sich aus Geschenkpapier basteln lässt

Schatzkiste

Vielleicht hat jemand Schuhe bekommen, oder es steht noch ein leerer Schuhkarton herum? Prima, denn der lässt sich nach Lust und Laune mit kleinen Fetzen des Geschenkpapiers sowie auch Federn und gebundenen Schleifen bekleben und wird so zu einer tollen Schatzkiste für die neuen Spielautos, für Buntstifte oder eben das ganz persönliche Geheimnis! Auf gleiche Weise lassen sich natürlich auch Dosen oder Einweggläser zu tollen Stiftehaltern umfunktionieren.

Tagebuch

Auch hier werden stabilere Pappen als Buchdeckel benötigt, die wieder ganz nach Gusto mit Geschenkpapier dekoriert werden. Dann werden die Buchdeckel ebenso wie die leeren Schreibseiten (z. B. aus alten Schreibheften) gelocht und mit einem Schleifenband wird dann alles stabil, aber schick zusammengebunden.

Bunter Bilderrahmen

Der Pappe geht es erneut an den Kragen, denn sie bildet auch hier die Unterlage bzw. den Rahmen für ein selbst gemaltes Bild oder ein Foto. Dafür das Passepartout zurechtschneiden und mit Geschenkpapier bunt bekleben. Foto oder „Gemälde“ dahinter einpassen und zur Verstärkung noch eine weitere Pappe auf die Rückseite kleben.

Pappmaché

Eine Riesensauerei – aber sie macht mächtig viel Spaß! Dafür benötigen Sie angerührten Tapetenkleister als Klebemasse und am besten Draht für das Grundgerüst. Letzteres lässt sich aus zerknülltem Papier und Resten von Plastikverpackungen herstellen, der Draht hält dann alles zusammen. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt – es will nur alles gut geplant sein. Da kann ein bunter Hund, ein Stuhl fürs Handy oder eine schicke Schale entstehen, wenn nach und nach und Schicht um Schicht das mit Kleister getränkte Geschenkpapier draufkommt und somit dem Gerüst Form verleiht. Möchte man sein Kunstwerk später lieber bunt bemalen, dann sollten die letzten Schichten aus hellem Papier bestehen. Jetzt heißt es erst einmal: trocknen lassen. Ganz am Schluss mit Klarlack versiegelt, hält so ein Pappmaché-Kunstwerk erstaunlich viel aus.

Fotos: Barbara Leuschner

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