Familienleben

Gesund sein und bleiben

Gesund sein und bleiben

„Alle wollen alt werden, aber keiner will es sein“ – das erkannte schon der Schauspieler Gustav Knuth. Denn mit zunehmendem Lebensalter steigt die Wahrscheinlichkeit, an einer chronischen Krankheit zu erkranken. Fakt ist: die deutsche Bevölkerung wird immer betagter. So dürfen sich neugeborene Mädchen heute auf 83, Jungen auf 78 Lebensjahre freuen. Und wer länger lebt, kann das Leben auch länger genießen, wenn man mit etwas Eigenverantwortungsbewusstsein auch im Alter die Gesundheit und Lebensqualität erhält. Doch vielen ist gar nicht bewusst, dass ihnen sinnvolle Vorsorgeuntersuchungen schon von Kindesbeinen an von der Krankenkasse bezahlt werden.

 

Gesund und fit bis ins hohe Alter
Man ist so alt wie man sich fühlt – leicht gesagt, wenn das Alter plötzlich mit Bluthochdruck oder Arthrose aufwartet. Fakt ist, die deutsche Bevölkerung wird immer betagter: Wurden Menschen vor 150 Jahren im Schnitt nur 40 Jahre alt, hat sich die Lebensdauer heute in etwa verdoppelt – eine gute Nachricht, denn wer länger lebt, kann das Leben auch länger genießen und mit etwas Eigenverantwortungsbewusstsein Gesundheit und Lebensqualität auch im Alter erhalten.

Von wegen alt und grau!
Aktiv im Alter: Einer Studie zufolge ist fast jeder Dritte der rund acht Millionen Fitnessstudio-Mitglieder in Deutschland über 50 Jahre alt, etwa 13 % sogar älter als 60. Immer mehr Bejahrte nutzen die für ihre Altersgruppe zugeschnittenen Angebote – und gehören damit noch lange nicht zum alten Eisen: Durch regelmäßiges Training bleiben sie nicht nur länger fit, sondern erhöhen damit auch die Chance, möglichst lange ein unabhängiges Leben führen zu können.

Das Alter schlägt zu
Mit zunehmendem Lebensalter steigt die Wahrscheinlichkeit, an einer chronischen Krankheit zu erkranken. Dabei sind auch Abweichungen zwischen den Geschlechtern zu beobachten. So bekommen Männer etwa doppelt so häufig einen Schlaganfall wie Frauen. Eine bewusste Lebensweise zahlt sich aus, denn Übergewicht, Bluthochdruck oder erhöhte Blutfettwerte tun nicht weh – ihre Folgeerscheinungen können aber umso dramatischer sein: Nach wie vor sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit 40 % aller Sterbefälle die Todesursache Nr. 1 in Deutschland. Vor allem ältere Menschen sind betroffen – 92 % davon sind mindestens 65 Jahre alt.

Haben wir eine „Alter-native“?
Ja, denn es sind vor allem äußere Umstände, die der Lebenserwartung Grenzen setzen. So sollte man schon früh damit beginnen, seine persönlichen Risikofaktoren zu erkennen und sich von alten Lastern befreien: Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte und insbesondere Rauchen be-günstigen Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen. Statt dem Steak also lieber öfter mal einen Gemüsetag einlegen, denn häufiger Fleischverzehr erhöht die Gefahr für Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes und sogar verschiedene Krebserkrankungen. Wer sich außerdem viel bewegt, bleibt nicht nur körperlich und geistig länger fit, sondern leistet damit auch einen wertvollen Beitrag zur Sturzprävention im Alter.

(Vor)Sorglos altern
Jeder Bürger hat einen Anspruch auf eine Reihe kostenloser Vorsorgeuntersuchungen, die er ab einem bestimmten Alter auch nutzen sollte, da die Früherkennung vieler Krankheitsbilder für deren Behandlungserfolg entscheidend ist, wie z. B. bei Darmkrebs. Bereits ab 35 kann man alle zwei Jahre zum Gesundheits-Check-Up gehen, wo man im wahrsten Sinne des Wortes auf Herz und Nieren geprüft wird: Herz-Kreislauf-, Nierenerkrankungen, aber auch Diabetes stehen hier im Vordergrund. Tatsächlich sind es aber die Frauen, die das Thema Vorsorge ernster nehmen: 2011 ließen 48 % von ihnen die relevanten Untersuchungen durchführen, bei den Männern waren es hingegen nur 27 %. Doch mit dem Alter kommt ja bekanntlich auch die Weisheit!

Vorsorge nicht vergessen
Die Heilungschancen schwerer Erkrankungen wie zum Beispiel Krebs lassen sich dramatisch verbessern, wenn diese Krankheiten frühzeitig erkannt werden. Aus diesem Grund bieten die gesetzlichen Krankenkassen ihren Versicherten zahlreiche kostenlose Vorsorgeuntersuchungen an, die man regelmäßig wahrnehmen sollte. Bisher nehmen laut Bundesministerium für Gesundheit z. B. nur 48 % der Frauen und 27 % der Männer die Möglichkeit der Krebsfrüherkennungsuntersuchung an. Vielen ist gar nicht bewusst, dass ihnen diese sinnvollen Untersuchungen von der Krankenkasse bezahlt werden. 

Gerade bei Kindern sind die Früherkennungsuntersuchungen U1 bis U9 sowie J1 ein wichtiger Baustein zur gesunden Entwicklung. Um Entwicklungsprobleme oder -auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen, werden der allgemeine Gesundheitszustand und die altersgemäße Entwicklung eines Kindes regelmäßig ärztlich überprüft. Auch die Zahngesundheit von Kindern und Jugendlichen konnte durch Früherkennungsuntersuchungen und regelmäßige Maßnahmen zur Verhütung von Zahnerkrankungen in den letzten Jahren verbessert werden.

Übersicht aller kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen vom Säuglings- bis ins hohe Alter

 

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