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ELTERN

ELTERN

Liebe, Traumberuf und perfekte Familie? Die am 14. November im Kino startende Tragik-Komödie „Eltern“ zeigt mit feinem Humor den turbulenten Alltag einer modernen Großstadtfamilie mit all ihren Herausforderungen – und vor allem der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. 

 

Konrad, Christine und ihre beiden Töchter Käthe (Paraschiva Dragus) und Emma (Emilia Pieske) verkörpern die sogenannte „moderne“ Familie. Denn Konrad (Charly Hübner) ist Vollzeit-Familienvater mit Herzblut, d.h. er kümmert sich hinreißend um den Haushalt und die beiden Kinder, während Christine (Christiane Paul) erfolgreich Karriere als Ärztin macht, kurz davor steht Oberärztin zu werden – und das Geld für die Familie verdient.

Aber nun muss sich einiges ändern, denn Konrad hat das attraktive Angebot erhalten, wieder in seinen Beruf als Theaterregisseur einzusteigen. Mithilfe des Au-pair-Mädchens Isabel aus Argentinien, so glauben Konrad und die Vollzeit arbeitende Christine, werden sie das sicherlich schaffen. Das hübsche junge Mädchen kann aber nicht nur wenig mit einer Fünf- bzw. einer Zehn-Jährigen anfangen, sondern entpuppt sich zu allem Übel auch noch als schwanger mit Übelkeit, Ohnmacht und allem Drum und Dran.

Als dann auch noch Specky, Emmas geliebter Hamster, stirbt, schwindet das gesteckte Zeitfenster der Eingewöhnung für die Eltern dahin. Denn Konrad hat am nächsten Tag die ersten Proben und Christine muss zum Dienst. Natürlich machen Kindergarten und Schule gerade Ferien, und so muss Konrad notgedrungen die Kinder zur ersten Probe ins Theater mitbringen, bei der der Hauptdarsteller auch noch die anderen Schauspieler gegen Konrads Inszenierung aufwiegelt.

Da Konrad seine Aufgabe aber nicht vermasseln will, muss Christine am nächsten Tag einspringen. Nur leider bekommt man als Ärztin nicht mal eben so frei, und wenn eine schwierige OP ansteht und eine Patientin stirbt, kann man auch nicht so einfach nachhause gehen! So findet Konrad abends zwar hungrige und überforderte Kinder vor, nicht aber seine Frau, die erst viel später als er zuhause eintrudelt.

 

Konrad sieht nur einen Weg, sich auf seinen Job zu konzentrieren: eine Familienauszeit. Kurz entschlossen zieht er ins Theater. Christine ist völlig überfordert mit der ungewohnten Hausfrauenrolle – hier muss sich grundsätzlich etwas ändern…

Regisseur Robert Thalheim („Am Ende kommen Touristen“) ist für die authentische Umsetzung seiner Geschichten bekannt. Egal, wie geordnet das Familienleben der Zuschauer verläuft: sie werden garantiert mit schweißnassen Händen im Kino sitzen und sich sofort an manch verzwickte Situation erinnern, in der es galt, sowohl gut als Eltern als auch im Job zu „funktionieren“. Von den kleinen wie von den großen Darstellern brillant gespielt, schafft der Film dennoch eine für die als Eltern betroffenen Zuschauer nötige Distanz, um über diese Anhäufung von Missgeschicken schmunzeln zu können – und hoffentlich ein wenig Stolz zu entwickeln, dass sie diesen Spagat tagtäglich schaffen!

Kinostart: 14. November 2013; Regie: Robert Thalheim; FSK: ohne; Länge: 100 Minuten; Verleih: DCM Film; Link: eltern-derfilm.de

 

 

 

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