Familienleben

Förderungen und Steuervorteile für 2013 sichern

Förderungen und Steuervorteile für 2013 sichern

Der Countdown läuft: Das Jahr 2013 neigt sich dem Ende zu. Spätestens jetzt sollte jeder seine finanzielle Situation genau prüfen. Denn wer vor Silvester clever handelt, sichert sich Förderungen und Steuervorteile sogar noch für dieses Jahr.  

 

Wer jetzt handelt, hat 2014 mehr Geld. Die richtigen Weichenstellungen noch vor Jahresende füllen den Geldbeutel. Welche Förderungen und Steuervorteile sich die Bundesbürger nicht entgehen lassen sollten:

Förderungen mitnehmen
„Wer jetzt rechtzeitig tätig wird, kann staatliche Förderungen mitnehmen oder sich Steuervorteile sichern“, erklären die Experten von der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). „Bei bestimmten Produkten bezieht sich die staatliche Förderung auf die insgesamt getätigte Investition pro Jahr, nicht auf den genauen Zeitpunkt.“

Riester-Rente: Vier Prozent des Vorjahresbruttogehalts müssen in einen Riester-Vertrag fließen, dann gibt es vom Staat für alle Förderberechtigten die volle Riester-Förderung. Etwa die Grundzulage von 154 Euro pro Jahr sowie die Kinderzulage von 185 Euro für vor 2008 geborene und 300 Euro für ab 2008 geborene Kinder. Unter 25-Jährige erhalten im ersten Jahr einen zusätzlichen Bonus von 200 Euro. Oft sind auch Steuervorteile drin. „Wer noch in diesem Jahr einen Vertrag abschließt und die Beiträge für das gesamte Jahr einzahlt, sichert sich die volle Förderung für 2013“, so die Vermögensberater der DVAG.
Tipp: Einen Teil des Weihnachtsgelds für die Beiträge verwenden.

Basis-Rente: Besonders für Selbstständige und Freiberufler ist die indirekte Förderung durch Steuervorteile attraktiv. 2013 sind 76 Prozent der Beiträge für die Zusatzrente von der Steuer absetzbar. Das gilt bei Alleinstehenden für Einzahlungen von maximal 20.000 Euro, bei zusammen veranlagten Ehepaaren für 40.000 Euro jährlich.

Wohnungsbauprämie: Mit einem Bausparvertrag zahlt der Staat einen Zuschuss von 8,8 Prozent pro Jahr auf Sparbeträge von bis zu 512 Euro (Verheiratete 1.024 Euro) – maximal sind also 45,06 Euro jährlich (Verheiratete: 90,11 Euro) drin. Voraussetzung für diese Prämie: Das zu versteuernde Einkommen liegt unter 25.600 Euro (51.200 Euro bei Verheirateten).

Steuern sparen
Außerdem kann jeder Bürger seine maximale Steuerersparnis ausloten. Steuervorteile sind ganz einfach zu realisieren.

Steuerklasse: Für Ehepaare, die 2013 einkommensbezogene Leistungen wie Arbeitslosengeld, Elterngeld oder Krankengeld erhalten, kann sich der Wechsel der Steuerklasse lohnen. Der Partner, der sein Netto erhöhen will, wählt die Klasse?III, in der er niedrigere Steuern zahlt. Der Wechsel der Steuerklasse ist in der Regel einmal pro Jahr möglich und muss spätestens bis zum 30. November des betreffenden Jahres erfolgen.

Freibeträge: Noch bis Jahresende müssen Arbeitnehmer ihre Freibeträge beim Finanzamt beantragen, damit sie ab Januar berücksichtigt werden. Das gilt etwa für Fahrtkosten zur Arbeit, Kinderbetreuung oder Haushaltshilfen.

Werbungskosten: Es kann sich lohnen, beruflich bedingte Ausgaben, die als Werbungskosten absetzbar sind, noch in dieses Jahr vorzuziehen und so die Summen zu bündeln. Denn 1.000 Euro an Werbungskosten werden über den Arbeitnehmer-Pauschbetrag sowieso abgedeckt. Was in einem Kalenderjahr darüber hinausgeht, ist steuerlich gesondert abzugsfähig.

Handwerkerleistungen: Für Handwerksarbeiten im eigenen Haushalt können Mieter und Immobilienbesitzer pro Jahr bis zu 6.000 Euro beim Finanzamt geltend machen. Der Fiskus zieht 20 Prozent der angegebenen Lohn-, Fahrt- und Maschinenkosten direkt von der Einkommenssteuer ab. Materialkosten bleiben jedoch außen vor. Wichtig: Kontoauszüge oder Lastschriften aufbewahren, um dem Fiskus die Zahlungen dokumentieren zu können.

Betreuungskosten: Sind Eltern berufstätig, erkennt das Finanzamt für jedes Kind bis zu 6.000 Euro Betreuungskosten an. Zwei Drittel der Aufwendungen, maximal jedoch 4.000 Euro pro Kind und Jahr sind als Sonderausgaben oder Werbungskosten abzugsfähig.
Tipp: Schon Anfang Dezember den Kita-Beitrag für Januar überweisen und die Jahresabrechnung für den Babysitter machen. Dann rechnet das Finanzamt dieses Geld auf die Freibeträge an.

Privatschulden verjähren
Wer von anderen noch Geld bekommt, sollte die Verjährungsfrist von drei Jahren für Privatschulden beachten. Sie gilt etwa für ein Darlehen an Bekannte, die Nebenkostenzahlung vom Mieter oder die Rückerstattung vom Versicherer. Offene Forderungen aus dem Jahr 2010 verjähren zum 31. Dezember 2013, egal in welchem Monat sie entstanden sind.

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