Familienleben

Hilfe, es weihnachtet schon wieder!

Hilfe, es weihnachtet schon wieder!

Ein Blick auf den Kalender zeigt: In sieben Wochen ist schon Weihnachten! Oh Schreck – und dabei ist doch der Sommer gefühlt gerade erst vorbei. In diesem Jahr will ich es aber unbedingt ruhiger angehen lassen und nicht wieder gehetzt in der beschaulichen Adventszeit durch die Geschäfte rasen. Also ran an die Weihnachtsgeschenke! Nur: Was schenke ich meiner Familie?

 

Ja, bei uns gibt es sie noch, die berühmten Wunschzettel. Auch wenn meine mittlerweile schon erwachsenen Kinder das albern finden: Solange sie noch ihre Füße unter meinem Tisch etc…Na, so kann ich mir doch optimal einen Überblick darüber verschaffen, was sie meinen, unbedingt haben zu müssen! Ob sie das dann auch bekommen, steht ja bekanntlich auf einem ganz anderen Blatt.

Das Ding hat nur einen Haken – und den habe ich mir selbst eingebrockt: Die Wunschzettel kamen früher am Abend vor Nikolaus in den geputzten und vor die Tür gestellten Stiefel („Der Nikolaus nimmt ihn mit und gibt ihn dem Weihnachtsmann“, war meine Erklärung dazu). Tja, und da auch meine Kinder immer alles auf den letzten Drücker machen – wo sie das nur herhaben – berufen sie sich bei dem Abgabetermin für den Wunschzettel auch verständlicherweise auf diese Tradition. Dumm gelaufen, Weihnachtsstress lässt grüßen!

Zum Glück gibt es ja auch Familienmitglieder, die bescheidener sind, sprich: sich nichts wünschen, oder gar wunschlos glücklich sind. Diese besonderen Geschenke für jene zu finden, deren Bescheidenheit es doch irgendwie zu belohnen gilt, das zumindest könnte ich in diesem Jahr ja einmal vorher erledigen. Ideal zur Inspiration war für mich dabei immer ein ausgedehnter Bummel durch die Geschäfte – Sie wissen schon, die, wo es nur Sachen gibt, die man so gar nicht wirklich braucht, die aber sooo schön oder sooo originell sind, dass man sie unbedingt haben muss. Das kostet viel Zeit, macht aber auch viel Spaß – es sei denn, man macht‘s auf den letzten Drücker (und jetzt stellen Sie sich bitte nicht vor, wie das bei mir in den vergangenen Jahren abgelaufen ist!).

Doch siehe da, wie ich so tagein tagaus an meinem Rechner hocke und im Netz surfe, stoße ich doch auf diese Webseite namens Monsterzeug, die die Lösung aller meiner Probleme und Wünsche bereithält! Da gibt es die fünfundneunzigtausendste ultimative iPhone-Hülle oder den Thermo-Kaffebecher to go in Form eines Kameraobjektivs fürs Töchterchen, das tolle Bierglas, von dem ich mir nur eins in Lissabon gekauft hatte und doch gern ein Dutzend hätte (schließlich muss man sich ja bei all dem Stress auch selbst belohnen!) und sogar den Dönergrill für Zuhause. Letzterer ist doch was für den Schwiegersohn in spe – oder bin ich jetzt etwa wieder rassistisch? Ich dachte nur, dass es sowas gar nicht gibt und ich eine ruhmreiche Karriere als Erfinderin vor mir hätte.

Haha, und sogar bei der Weihnachtsdeko werde ich hier fündig! Wie wäre es, wenn ich meiner Familie einmal wieder mit Musik am Tannenbaum auf die Nerven ginge? Wenn dann die singende Christbaumkugel am Heiligabend „Let it snow“ schmettert, werde ich völlig entspannt und andächtig davor stehen und mir einmal mehr denken: Die wirklich wichtigen Dinge im Leben kann man leider nicht kaufen!

Weitere „Hilfe“-Geschichten aus unserer Rubrik „Hilfe, wir sind eine Familie!“ finden sie hier.

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  1. Pingback: Dem Weihnachtsstress entfliehen

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