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SEIN LETZTES RENNEN

SEIN LETZTES RENNEN

Sein letztes RennenMit „Sein letztes Rennen“ feiert Dieter Hallervorden ab 10. Oktober ein grandioses Kino-Comeback mit der ebenso hintergründig-humorvollen wie bewegenden Darstellung eines ehemaligen Marathonchampions, der es noch einmal wissen will und alles daran setzt, ein letztes Rennen laufen zu können. Die Komödie erzählt dabei vom Mut, den das Älterwerden manchmal erfordert, vom Glück, das das Weitermachen mit sich bringt, und von der großen Liebe, die einen ein ganzes Leben lang begleiten kann. 

 

Sein letztes Rennen1Paul Averhoff (Dieter Hallervorden) hat 1956 als Marathonläufer olympisches Gold geholt – er war eine Legende. Jetzt, im Alter, ist Paul zwar noch relativ fit, aber seine Frau Margot (Tatja Seibt) ist in letzter Zeit wiederholt gestürzt. Also müssen sie nach vielen glücklichen Jahren von Zuhause ausziehen und ins Altenheim. Ihre Tochter Birgit (Heike Makatsch) fliegt als Stewardess um die Welt und kann sich nicht mehr kümmern.

Sein letztes Rennen2Paul fühlt sich wie scheintot. Außer fromme Lieder singen und Kastanienmännchen fürs Herbstfest basteln passiert hier nichts. Und was kommt auch schon groß „nach dem Herbstfest? Das Frühlingsfest, das Sommerfest, und dann geht das immer so weiter. Irgendwann hat man sich tot gebastelt“. Das soll es nun gewesen sein? Nicht mit Paul! Margot aber möchte im Heim bleiben, und so muss Paul sich arrangieren. Dennoch gerät er rasch mit dem verkniffenen Heimbewohner Rudolf (Otto Mellies) aneinander, der durch Pauls schiere Präsenz den Haus- und seinen eigenen Frieden gestört sieht. Und die Betreuerin Frau Müller (Katharina Lorenz) behandelt Paul wie ein aufsässiges Kind.

Sein letztes Rennen3Er braucht dringend einen Ausgleich. So holt er seine alten Laufschuhe hervor und beginnt im Park seine Runden zu drehen. Anfangs schleppend und jämmerlich, dann immer schneller – fest entschlossen, einmal noch einen Marathon zu laufen. Margot ist alles andere als begeistert, lässt sich aber überreden, ihn wie früher zu trainieren.

Doch seine Mitbewohner erklären ihn für verrückt – und der Heimleitung ist Paul ein Dorn im Auge, weil er mit seiner Eigenwilligkeit die zeitlich genau abgestimmten Abläufe durcheinander wirbelt. Dann aber taucht ein altes Foto von Pauls Olympiasieg auf – und seine Mitbewohner erinnern sich an den Helden von einst.

Sein letztes Rennen4Als er auch noch ein Rennen gegen den jungen Pfleger Tobias (Frederick Lau) gewinnt, schlägt ihre Zurückhaltung in Begeisterung um – sie schwänzen zur Verwunderung von Frau Müller sogar ihre Bastel- und Singstunden, um stattdessen lieber von der Parkbank aus zu beobachten, wie Paul seine Runden zieht. Sie feiern mit ihm und feuern ihn an, und entdecken mit ihm das Gefühl, dass auch für sie das Leben noch nicht ganz vorbei ist. Paul zieht sein Training durch – Runde für Runde, Tag für Tag, „immer weiter“, wie er sich geschworen hat. Denn er will seinen Traum verwirklichen, für sich selbst, für Margot, für seine Tochter Birgit, und für all die anderen, denen er es beweisen möchte…

Wer bei Dieter Hallervorden an „Didi“, den Komiker denkt, der sich mit „Nonstop Nonsens“ durchs deutsche Drei-Sender-Programm blödelte und legendäre Sketche wie „Palim-palim! Eine Flasche Pommes Frites, bitte“ schuf, der kennt wohl nicht den Schauspieler Dieter Hallervorden aus „Das Millionenspiel“ oder den „Die Wühlmäuse“-Kabarettisten. Der Hallervorden, der den Paul in „Sein letztes Rennen“ spielt, hält uns den Spiegel vors Gesicht und zeigt uns, was auf uns im Alter zukommen kann, wenn sich die Altenpflege nicht radikal verändert und auf die Generation der „fitten Alten“ einstellt. Und da dieses Thema ja wirklich grauslig ist und keiner von uns genauer darüber nachdenken will, hilft der kunstvoll akzentuierte Humor dieses feinsinnigen Schauspielers enorm, aus scheinbar erdrückenden Situationen mit einem Lächeln heraus zu kommen. Das Schönste aber ist, dass der Revoluzzer Paul sich nichts gefallen lässt, ständig hinterfragt und den Aufstand probt – so kann der Marathon Alter kommen!
An Dieter Hallervordens Seite zu sehen sind als prominente Gäste auch Reinhold Beckmann und Matthias Opdenhövel. 

Sein letztes Rennen_PlakatKinostart: 10. Oktober 2013; Regie: Kilian Riedhof; FSK: ab 6 Jahren; Länge: ca. 115 Min.; Verleih: Universum Film; Link: sein-letztes-rennen.de

 

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