Familienleben

Mut zur Lücke

Mut zur Lücke

Nicht jede Karriere verläuft immer steil bergauf. Umwege und Neuorientierungen sind heutzutage aber kein Drama. Was Arbeitnehmer tun können, wenn die bisherige Berufslaufbahn einen toten Punkt erreicht.

 

 

Kaum ein Lebenslauf ist lückenlos: Eine private Auszeit oder ein Studienabbruch gehören ebenso wie häufigere Arbeitgeber- oder Branchenwechsel
zur heutigen Arbeitswelt. Was vor wenigen Jahren noch für Skepsis bei Personalern gesorgt hat, ist heute kaum mehr ein Thema. Öfter einmal den Job zu wechseln ist keine Ausnahme mehr, sondern eher die Regel. Das kann persönliche Gründe haben, aber auch durch den Arbeitgeber bedingt sein. Firmenpleiten, Übernahmen oder organisatorische Umstrukturierungen führen nicht selten dazu, dass Karrierepläne platzen oder gar der scheinbar feste „Arbeitsplatz auf Lebenszeit“ plötzlich wegfällt.

Es läuft nicht immer geradlinig
Claudia Enkelmann ist promovierte Psychologin und arbeitet seit Jahren als Erfolgstrainerin. Sie kennt viele Lebensläufe, die nicht geradlinig verlaufen. Ihr Rat:
„Brüche oder Pausen im Leben positiv bewerten.“ Bereits in der schriftlichen Bewerbung sollten zielgerichtet die Kompetenzen, Erfahrungen und Leistungen der
unterschiedlichen Lebens- und Berufsstationen herausgearbeitet werden. „Trotzdem ist das natürlich kein Argument für ein regelrechtes Job-Hopping, also einen permanenten Wechsel der Anstellungsverhältnisse”, so Enkelmann. Wer in
einem vernünftigen Rahmen seine Tätigkeiten wechselt, kann sogar Vorteile haben:
Viele Unternehmen stellen bewusst Menschen ein, deren Karriere Brüche oder Umwege aufweist. Wer sich im Leben öfter auf unterschiedliche Tätigkeitsbereiche einstellen musste, ist meist flexibler und kann mit einem größeren Erfahrungsschatz punkten.

Wichtig ist, dass bei all den Wechseln ein roter Faden erkennbar ist und Arbeitnehmer sich genau überlegen, welcher Karriereschritt als Nächstes sinnvoll ist. „Besser ist es, sich in Ruhe neu zu orientieren oder sich nach alternativen Möglichkeiten umzusehen”, raten auch die Experten der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). Dabei können die Optionen von einem Branchenwechsel über eine Weiterbildung für eine andere Berufsgruppe bis hin zur Möglichkeit der Selbstständigkeit führen.

Arbeitnehmer, die realisieren, dass sie an einen toten Punkt in ihrer Karriere gelangen, sollten aber nicht sofort ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen. Ideal ist es, wenn eine neue Berufschance erst einmal als Nebentätigkeit oder Praktikum getestet werden kann. „Wir bieten diese Gelegenheit zum Beispiel ganz bewusst, denn das gibt oft die ausschlaggebende Sicherheit bei der Überlegung, einen ganz neuen Schritt zu wagen“, so die Experten der DVAG.


 

Foto: DVAG

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