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KEINOHRHASE UND ZWEIOHRKÜKEN 3D

KEINOHRHASE UND ZWEIOHRKÜKEN 3D

Keinohrhase und ZweiohrkuekenMit der Verfilmung des gleichnamigen Bilderbucherfolgs von Klaus Baumgart und Til Schweiger zeigen die beiden putzigen Außenseiter Keinohrhase und Zweiohrküken nun ab 26. September auch dem kleinen und großen Kinopublikum, dass Freundschaft etwas wahrhaft Beflügelndes hat. 

 

Keinohrhase und Zweiohrkueken1Der Keinohrhase (Stimme Til Schweiger) lebt in einem kleinen Häuschen am Waldrand – ganz allein. Obwohl er alles genauso gut kann wie die anderen Hasen (alle Stimmen Rick Kavanian), wollen die nichts mit ihm zu tun haben. Denn der Keinohrhase hat eben keine Ohren und ist deshalb irgendwie „anders“. Sogar der Fuchs (Stimme Matthias Schweighöfer) macht bei der Jagd auf Hasen einen weiten Bogen um ihn.

Dabei wünscht sich der Keinohrhase nichts sehnlicher als einen Freund, der ihn so mag, wie er ist. Als eines Tages ein Ei vor seiner Tür liegt, ahnt er noch nicht, dass das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ist. Nachdem er herausgefunden hat, dass aus Eiern Tiere schlüpfen, die keine Ohren haben – und dort, wo er wohnt, bestimmt auch keine gefährlichen – kümmert er sich liebevoll um das Ei. Bis es eines Tages bei einem kleinen Ausflug versehentlich zerbricht und das kleine Zweiohrküken (Stimme Emma Schweiger) schlüpft.

Keinohrhase und Zweiohrkueken2Nach der ersten Enttäuschung über die zwei Ohren des Kükens freundet sich Keinohrhase jedoch schnell mit Zweiohrküken an. Die beiden erleben gemeinsam viele spannende Abenteuer, denn der Fuchs hat es aufs Zweiohrküken abgesehen. Und außerdem hat das Zweiohrküken auch noch einen Wunsch, bei dem ihm nur der Keinohrhase helfen kann, damit er in Erfüllung geht.

Hätte nicht ein Vater beim Nähen eines Kuscheltiers im Kindergarten so kläglich versagt, wie es Til Schweiger in seinem Film „Keinohrhasen“ aus dem Jahre 2007anschaulich gezeigt hat, dann gäbe es dieses putzige Kerlchen ohne Ohren, das in seiner Optik angenehme Erinnerungen an Plappermaul und Möchtegern-DJ Hase Cäsar wach werden lässt (aber eben ohne die langen Löffel), vielleicht gar nicht – und das Küken mit den zwei Ohren, dem Schweiger 2009 mit „Zweiohrküken“ einen weiteren Film widmete, wohl erst recht nicht. Tja, wie sagte der Kanzlerkandidat der SPD so schön: „Hätte hätte Fahrradkette„. Nun ist es aber so – und aus den beiden Außenseitern lässt sich auch gut eine Geschichte für Kinder basteln, wie die Kinderbuch-Erfolge aus den Jahren 2009 und 2010 zeigen.

Und die Umsetzung als Kinofilm ist auch weitest gehend geglückt, denn die Macher von Filmen wie „Der kleine Eisbär“ und „Lauras Stern“ waren hier am Werk und haben herrliche kleine Freunde zum anfassen geschaffen. Sämtliche Aversionen gegen Til Schweiger außer Acht lassend, ist der Film jedoch für die Zielgruppe der Kleinsten ein wenig traurig geraten. Denn zu lange werden die Niedergeschlagenheit über Zweiohrkükens unerfüllten Wunsch und Keinohrhasens Ohnmacht ausgewalzt, als das die plötzliche, unerwartete Erfüllung das wieder aufwiegen könnte.

Schön anzusehen ist, wie kreativ der Hase ohne Ohren mit der Bewältigung von Problemen umgeht – da kann sich mancher Vollpädagoge eine Scheibe abschneiden. Auch die Nebengeschichten von den Hasen- und Küken-Banden sowie dem vom Vater zum Erfolg drangsalierten Fuchs bieten viel Witz und kreativen Einfallsreichtum. Nur, dass ein Ei mit dem auszubrütenden Inhalt auch noch mitwächst, ist wohl ein Novum aus dem Schweiger-Universum.

Keinohrhase und Zweiohrkueken_PlakatKinostart: 26. September 2013; Regie: Maya Gräfin Rothkirch, Til Schweiger; FSK: ohne; Länge: ca. 75 Min.; Verleih: Warner; Link: facebook.com/keinohrhaseundzweiohrkuken

 

 

© Rothkirch cartoon-Film GmbH, barefoot Films GmbH, Warner Bros. Entertainment GmbH

Kommentare anzeigen (2)

2 Comments

  1. FilmreporterohneGrenzen

    22. Februar 2014 in 17:02

    Ich bin normaler Weise nicht derjenige, der über das was andere erarbeitet und geschaffen haben nörgelt aber bei diesem Film mache ich eine Ausnahme. Dieses Machwerk ist nämlich so dumm und naiv dass es nervt und Lichtjahre etwa von den Filmen von Hajao Miyazaki entfernt die für mich die Referenz darstellen auch wenn es schön wäre wenn das noch jemand übertreffen könnte. Man muss sich schon fast schämen, dass solch ein Film aus Deutschland kommt und die hier nicht in der Lage sind etwas gescheiteres für die Kinder zu produzieren. Es ist zwar nicht der schlechteste Film den ich gesehen haben (siehe Dieter Bohlen der Film, Derrick die Pflicht ruft) jedoch der schlechteste seit langem und ein weiterer Film den die Welt nicht braucht. Ärgerlich sind auch die ganzen Kommentare auf verschiedenen Seiten wo scheinbar dumme Kinder behaupten dass es der beste Film gewesen sei, den sie jemals gesehen haben, inklusive den Amazon Bewertungen die man generell mit Vorsicht genießen sollte. (Eine IMDB Wertung von 3,4 sagt schon alles) Wer eben großen Wert auf Qualität legt der sollte sein Geld und seiner Zeit keinesfalls für so eine Produktion hier verschwenden!

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