MedienFamilie

10 Tipps für Lehrer und Eltern im Umgang mit sozialen Netzwerken

10 Tipps für Lehrer und Eltern im Umgang mit sozialen Netzwerken

MedienfamilieOnline oder nicht? Die Frage stellt sich heutzutage kaum noch, denn das Internet und seine sozialen Netzwerke sind zur absoluten Selbstverständlichkeit geworden. Die Netzbewohner teilen sich allerdings in zwei Gruppen, die teilweise noch immer in parallelen Welten leben: die Eingeborenen der Generation Jahrtausendwende und die Eingewanderten der Generation jenseits der 80iger.

 

 

Im Dschungel der Digital Natives
Die Schüler und Studenten von heute leben selbstverständlich in einer Welt, in der ihre Eltern und auch viele Lehrer heute noch immer auf Safari-Tour sind: ein Dschungel voller Klicks und Bites, voller Abenteuer und Gefahren. Kultusministerien und Datenschützer verschiedener Bundesländer empfehlen Lehrern nun sogar ausdrücklich, Netzwerke sowie E-Mails und Chats nicht dienstlich zu nutzen: Sowohl bei Kontakten zwischen Schülern und Lehrern als auch zwischen Lehrern und ihren Kollegen. Doch ist das wirklich notwendig?

Laut Stephan Bayer, Gründer und Geschäftsführer der Online-Lernplattform sofatutor, helfen hier schon ein paar einfache Regeln:

So geht’s: Facebook und Co. für Lehrer und Eltern

1. Unterricht ins Netz? Nicht übertreiben
Um keinen Schüler auszuschließen, ist es wichtig, schulische und organisatorische Dinge nicht nur online zu klären. Hier das richtige Maß zu finden, ist grundlegend für eine gelungene Online-Kommunikation, denn man kann nicht davon ausgehen, dass alle Schüler einer Klasse auch auf der betreffenden Plattform angemeldet sind. Daher wäre es unfair, wichtige schulische Angelegenheiten ausschließlich auf Facebook oder über Wikis zu planen. Vielleicht gibt es sogar vereinzelt noch Schüler, die zu Hause gar keinen Internetzugang haben.

2. Nichts Unangemessenes preisgeben
Auf keinen Fall sollten Lehrer Fotos hochladen, die nicht für die Augen der Schüler gedacht sind, zum Beispiel private Urlaubsfotos oder Bilder von der Familie. Das Gleiche gilt für Eltern, die nicht ungefragt Fotos aus dem Familienalbum auf Facebook hochladen sollten, bevor die Zustimmung des Kindes eingeholt wurde. Das kann peinlich werden. Kurz gesagt: Auch online sollte die Vorbildfunktion als Lehrer und Elternteil im Vordergrund stehen und die Privatsphäre des Kindes schützen.

3. Niemanden bloßstellen
Lehrer haben es nicht immer leicht. Aber auch, wenn sich Schüler im Unterricht einmal nicht von ihrer besten Seite gezeigt haben, sollte man sich nicht öffentlich auf Facebook oder dem eigenen Blog darüber auslassen. Auch nicht, wenn es nur für ihre Freunde sichtbar ist. Einmal im Netz, finden Lästereien früher oder später immer einen Weg zu denen, dies es gerade nicht lesen sollten. Gerade Eltern haben dann zu Recht einen Grund, sich darüber aufzuregen. Dienstliches, vor allem Probleme, bleiben also lieber in den Wänden der Schule und werden persönlich geklärt.

4. Datenschutz – Vertrauliches bleibt vertraulich
Das Internet vergisst nie. Deshalb sollte man unbedingt darauf verzichten, Noten per E-Mail oder im Chat an Schüler weiterzugeben. Da alles, was irgendwann im Internet veröffentlicht wurde, oftmals auch dort bleibt, sollten außerdem keine vertraulichen Informationen über den Arbeitsplatz oder familiäre bzw. private Angelegenheiten des Kindes online gestellt werden.

5. Zwischen Bekannten und Freunden unterscheiden
Die Privatsphäre-Einstellungen der verschiedenen Netzwerke helfen dabei, zwischen Freunden, Kollegen und Schülern zu unterscheiden. Wer Facebook & Co. auch privat nutzen möchte, teilt seine „Freunde“ einfach in zwei oder mehrere Gruppen ein und bestimmt so, wer welche Inhalte sehen darf. Bei Facebook findet man Erklärungen zu allen möglichen Privatsphäre-Einstellungen auf den dortigen Hilfeseiten.

6. Soziale Netzwerke im Unterricht behandeln
Der verantwortliche Umgang mit den sozialen Netzwerken will gelernt sein. Deshalb bietet es sich an, im Unterricht auf Facebook & Co. einzugehen. Lehrer können gemeinsam mit ihren Schülern Vor- und Nachteile, Nutzungsweisen und eventuelle Probleme (z. B. Cybermobbing) erörtern und die Ergebnisse bei einem gemeinsamen Elternabend vorstellen. Dieser Gedankenaustausch kann zusätzlich helfen, das persönliche Nutzungsverhalten der Social Media zu verbessern.

7. Schülern die Freundschaftsanfrage überlassen
Manchem Schüler ist es unangenehm, wenn Lehrer oder Eltern eine Freundschaftsanfrage schicken, denn viele nutzen gerade Facebook in erster Linie für den privaten, gleichaltrigen Freundeskreis. Eine Ablehnung der Einladung sollte dann auch nicht weiter hinterfragt werden. Umgekehrt scheuen sich viele Lehrer davor, Freundschaftsanfragen von Schülern anzunehmen. In dem Fall macht es Sinn, einmal ein Statement dazu abzugeben und der Klasse zu erklären, dass man Privates und Dienstliches lieber trennen möchte – und zwar konsequent. Wer Berufliches und Privates trennen, aber trotzdem mit seinen Schülern im Netz unterwegs sein möchte, kann u.a. auch zwei Nutzerkonten anlegen – eines für Privates und eines für die Schule.

8. Facebook-Aktivitäten nicht im Unterricht besprechen
Eine Faustregel für Lehrer ist, vor der Klasse nicht über die außerschulische Kommunikation mit einzelnen Schülern zu sprechen. Das kann den Eindruck erwecken, dass manche Schüler gegenüber anderen bevorzugt behandelt werden. Ebenso sollte darauf verzichtet werden, einen speziellen Schüler online zu loben, denn auch das schürt Missgunst und kann sich negativ auf das gesamte Klassenklima auswirken. Eventuell ist es dem Schüler sogar selbst unangenehm.

9. Nicht während der Arbeitszeit surfen
Was für Schüler gilt, gilt für Lehrer in ihrer Vorbildfunktion erst recht: Facebook, Twitter und Co. während der Arbeits- und Unterrichtszeit privat zu nutzen macht keinen guten Eindruck: weder bei den Kollegen, noch bei den Eltern.

10. Besondere Vorsicht mit Bildern
Zwar verlangen auch persönliche Informationen und Statusmeldungen Fingerspitzengefühl, wenn man entscheiden möchte, was Schülern und Kollegen zugänglich sein soll – doch bei Fotos ist besondere Vorsicht angebracht. Einmal hochgeladen, ist es schwierig, sie endgültig wieder aus dem Internet zu entfernen. Man sollte sich also genau überlegen, welche Bilder man in sozialen Netzwerken für wen veröffentlichen möchte und welche nicht.

Über sofatutor: Die Online-Nachhilfe-Plattform sofatutor.com veranschaulicht auf vielfältige Weise Lerninhalte ab der 1. Klassenstufe und hat inzwischen über 45.000 Nutzer im deutschsprachigen Raum. Die fast 10.000 Videos sind je nach Klassenstufe durchschnittlich zwischen 5 und 10 Minuten lang. Interaktive Testfragen zu jedem Video sowie ein täglicher Fach-Chat mit Experten und wöchentliche Online-Nachhilfestunden mit einem persönlichen Nachhilfelehrer garantieren einen Rundum-Nachhilfe-Service, bei dem keine Fragen offen bleiben. sofatutor.com bietet für jede Lernsituation ein passendes Lernabo für sechs bis 24 Monate ab 14,95 Euro pro Monat an. Seit 2010 kooperiert sofatutor.com mit dem Klett Verlag bei der Erstellung von Lehrwerken, etwa den „Abi-Lernboxen“ oder der Reihe „Kompaktwissen“. Für sein innovatives Nachhilfeangebot wurde das Unternehmen schon mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Bildungsmedien-Preis „digita 2011“, als Preisträger „Ausgewählter Ort 2011“ im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ und mit der GIGA-Maus 2012 für das beste Lernprogramm in Mathematik und Naturwissenschaften für Kinder ab 10 Jahre. Zuletzt gewann sofatutor.com bei den „EdTech Europe Top 20“ undzählt damit zu den besten Online-Education-Unternehmen ganz Europas. Weitere Informationen gibt es unter sofatutor.com

 

 

Klicken Sie, um einen Kommentar hinzuzufügen.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mehr in MedienFamilie

pixabay-1894735_1280

Unterhaltung mit Lerneffekt – warum Hörbücher die richtige Beschäftigung für Kinder sind

Hans Wankl16. Dezember 2017
girl-1328418_1280

Digital Natives – Förderung der Medienkompetenz von Kindern

Hans Wankl25. Oktober 2017
mario-1557240_1280

Nintendo Switch: Innovatives Familienspielsystem – jedoch bisher ohne Streaming-Apps

Hans Wankl28. August 2017
wordpress

Home Sweet Home(-page): Eine eigene Webseite für die Familie

Hans Wankl7. Juli 2017
Nellys Abenteuer

„Nellys Abenteuer“ fürs Heimkino

Barbara Leuschner17. März 2017
Moonlight

Kinotipp: MOONLIGHT

Barbara Leuschner9. März 2017
Trolls 1

Musical-Abenteuer „Trolls“ fürs Heimkino

Barbara Leuschner7. März 2017
Disney mitmach-kino 1

Disney Junior Mitmach-Kino am 5. März!

Barbara Leuschner2. März 2017

Andreas Bourani zu seiner Rolle in Disneys „Vaiana“

Thomas Meins23. Dezember 2016
obk_compo_start

TV-Tipp: „Ritter hoch 3“ bei Boomerang

Thomas Meins12. Dezember 2016