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Ferien mit dem besten Freund

Ferien mit dem besten Freund

Ferien mit dem besten Freund_DVAGDie Herbstferien stehen vor der Tür, und viele Familien nutzen die Zeit gern noch mal für einen Familienurlaub. Wenn die Kinder dazu auch Freunde mitnehmen dürfen, müssen Eltern einiges beachten, besonders bei einer Auslandsreise.

 

 

Eltern von Einzelkindern kennen das: Kaum hat man sein Urlaubsziel erreicht, weicht einem das Kind nicht von der Seite. Das ist zum einen sehr schön, denn so kann man gemeinsam den Urlaubsort erkunden und hat endlich einmal Zeit füreinander. Ist das Kind aber eher schüchtern, so kann auch das kindgerechteste Urlaubsziel dazu führen, dass Eltern zu Dauerbespaßern des Sprößlings mutieren müssen. Das kann auf Dauer recht anstrengend werden, und auch Eltern brauchen einmal eine Pause. Daher ist es eine gute Idee, wenn sich die Möglichkeit bietet, den besten Freund des Kindes gleich mit in den Familienurlaub zu nehmen.

Wollen Freunde vom Kind mit in den Urlaub fahren, sollten sich Eltern über die Verantwortung, die sie damit übernehmen im Klaren sein und sich rechtzeitig über rechtliche Risiken informieren. Nehmen sie mehrere Kinder mit, sollten sie auch erwägen, dass das mitunter zu einer noch höheren Belastung führen kann.
Woran Familien denken müssen, wenn ein Gastkind im Familienurlaub dabei ist:

Vollmacht für das Gastkind
„Neben dem Pass des Gastkindes brauchen Eltern eine Vollmacht von dessen Erziehungsberechtigten”, so der Hinweis der Experten der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). „Die Vollmacht muss erklären, dass die Gasteltern entscheidungsbefugt sind und die Personensorge für die Dauer der Reise übernehmen sollen.” Die Erklärung sollte so genau wie möglich formuliert werden, ein Anwalt kann dabei helfen. Die Vollmacht ist zum Beispiel auch wichtig, um an der Grenze zu beweisen, dass das Kind nicht entführt wird. Wer sichergehen will, lässt das Dokument in die entsprechende Landessprache übersetzen und vom Notar beglaubigen. Sinnvoll ist ein Passus zur Gesundheitssorge. Dann sind die Eltern entscheidungsbefugt, wenn das mitreisende Kind zum Arzt oder ins Krankenhaus muss. „Außerdem sollte geklärt werden, dass eine gültige Auslandskranken- und ob eine private Unfallversicherung für das Gastkind vorhanden ist”, raten die Vermögensberater der DVAG.

Klare Absprachen treffen
Vor der Reise ist außerdem abzuklären, ob der Freund Allergien oder Krankheiten hat, ob er Medikamente benötigt und welche Mittel zu Hause etwa bei Fieber helfen. Die Reiseapotheke muss entsprechend aufgestockt werden. Kennen sich die Familien nicht, sollte am besten rechtzeitig ein Treffen mit den Eltern des Freundes stattfinden. Dabei können auch mögliche Essensvorlieben oder Verhaltensregeln im Urlaub besprochen werden. So beugen Eltern vor, dass der Feriengast während der Reise permanent neue Ansprüche anmeldet mit der Begründung „Bei meinen Eltern darf ich das aber”.
Eine gute Idee: Während eines Übernachtungswochenendes können Eltern und Kinder im Vorfeld schon mal austesten, ob das Zusammenleben in der Urlaubskonstellation funktioniert.

Haftungsfragen
Im Urlaub übernehmen die Eltern auch die Aufsichtspflicht für das Gastkind. Abhängig vom Alter kann diese variieren. Wurde die Aufsichtspflicht nachweislich verletzt, müssen Eltern auch für das mitreisende Kind haften. „Da immer etwas passieren kann, sollten Eltern und Gastkind über eine private Haftpflichtversicherung abgesichert sein, so gehen alle Beteiligten den sicheren Weg“, so der Tipp der DVAG-Experten.

Reiserücktritt regeln
Auch wenn es manch einem unangenehm ist, sollte das Thema Geld ebenfalls angesprochen werden. Eventuell sind die Eltern vom Gastkind bereit, sich an einigen Ausgaben wie etwa Eintrittsgeldern bei Ausflügen zu beteiligen. Auch sollte klar sein, dass das Gastkind die Reise – sobald verbindlich gebucht – nicht einfach absagen kann. Liegen schwerwiegende Gründe wie etwa eine Krankheit vor, erstattet eine Reiserücktrittsversicherung die Kosten. Dabei ist zu beachten: „Die Versicherung der verreisenden Familie gilt nicht automatisch für Freunde der Kinder. Der Feriengast muss namentlich erwähnt werden oder eine eigene Reiserücktrittsversicherung haben”, so die Fachleute der DVAG.
Ist alles geklärt, kann die Urlaubsfreude nur noch durch Heimweh getrübt werden.
Doch auch dagegen gibt es ein Rezept: Ablenkung. Werden viele kindgerechte Ausflüge unternommen, bleibt für Tränen meist gar keine Zeit.

Foto: DVAG

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