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THE WORLD’S END

THE WORLD’S END

The Worlds EndEin Gebräu von unverwechselbarem Geschmack: Freundschaft, drastischer Humor, exzessive Zechtouren, fragwürdige Lebensführung, handgreifliche Auseinandersetzungen und explosive Überraschungen – mit „The World’s End“ (Kinostart 12. September) vollenden Regisseur Edgar Wright und seine beiden Hauptdarsteller Simon Pegg und Nick Frost ihre typisch britisch-bizarre Komödientrilogie, die sie mit den Hits „Shaun of the Dead“ und „Hot Fuzz – Zwei abgewichste Profis“ begonnen haben. 

 


„Blut und Eiscreme“ ist nicht etwa die abgefahrene Geschmackskreation eines etwas zu hippen Eisladens. Es sind vielmehr essentielle Bestandteile der von Kult überzogenen „Cornetto-Trilogie“ der britischen Schauspieler Simon Pegg und Nick Frost sowie Regisseur Edgar Wright.

Der Spaß begann im Jahr 2004 mit der Zombie-Comedy „Shaun of the Dead“ und wurde 2007 mit der Cop-Parodie „Hot Fuzz – Zwei abgewichste Profis“ fortgesetzt. Die Filme zeichnen sich durch unvergleichlichen Humor, Blutvergießen und den Konsum von Cornetto-Eiscreme aus. Eine Mixtur, die zu jeder Menge Fans geführt hat, welche nun mit angeknabberten Fingernägeln auf den letzten Teil der Trilogie warten, für den sich Wright und Pegg von Science-Fiction-Filmen der 50er, 60er und 70er inspirieren ließen. Einige Fans haben sich auch die Wartezeit damit vertrieben, eigene Poster zur Trilogie zu entwerfen, deren schönste Exemplare man auf dem Tumblr „thecornettotrilogy“ bewundern kann

Der Kreis schließt sich mit „The World’s End“. Die Geschichte beginnt im Juni 1990 in dem britischen Vorort Newton Haven: Fünf Teenager feiern ihren Schulabschluss, indem sie eine Sauftour durch den Ort starten, die keiner von ihnen je vergessen wird. Trotz ihrer Begeisterung und wahrer Sturzbäche an Bier gelingt es ihnen aber nicht, ihre epische Mission zu beenden und die letzte der 12 Kneipen auf ihrer Liste zu erreichen: „The World’s End“.

The Worlds End1

Als die „fünf Musketiere“ Andy (Nick Frost), Steven (Paddy Considine), Oliver (Martin Freeman), Peter (Eddie Marsan) und Gary (Simon Pegg) sich nach über 20 Jahren wiedertreffen, haben sie längst ihre Heimatstadt verlassen, geheiratet, Kinder bekommen und stehen voll im Berufsleben – mit einer bedeutenden Ausnahme: Ihr einstiger redseliger Anführer Gary King ist auch nach seinem 40. Geburtstag ein großes Kind geblieben. Mit seinem spätpubertären Enthusiasmus versucht der unermüdliche Gary zu verdrängen, dass er heute mit seinem einst besten Freund Andy nichts mehr gemein hat – nicht einmal mehr das Biertrinken.

The Worlds End2Unerbittlich treibt Gary seine Kumpel zurück in den Heimatort, um den legendären Kneipenmarathon „Die goldene Meile“ zu wiederholen: eine Nacht, fünf Kumpel, 12 Kneipen – alle Freunde müssen in jedem Pub mindestens einen halben Liter Bier trinken. Gary ist in seinem Element. Auf ihrem Schleuderkurs durch die Stammkneipen treffen sie auch Olivers Schwester Sam (Rosamund Pike) wieder, in die Gary und auch Steven nach wie vor heimlich verliebt sind. Mit dem damals nie erreichten Pub „The World’s End“ soll sich der Kreis aus Vergangenheit und Gegenwart nun endlich schließen.

The Worlds End3Bald stellen sie jedoch fest, dass es viel eher um die Zukunft geht: nicht nur um die eigene, sondern um die der gesamten Menschheit. Eine unbekannte Bedrohung aus einer anderen Galaxie hat ein Auge auf ihr Städtchen geworfen und die Kneipe auf der Zielgeraden ist dabei ihr geringstes Problem.

Die Ritter der Stammtischrunde – Gemeinsam bis zum Ende der Welt

The Worlds End_12 Pubs
Simon Pegg und Nick Frost sind zurück und liefern mit „The World’s End“ den nun letzten Teil ihrer coolen Cornetto-Trilogie. Natürlich zieht auch diese Komödie mit ihren Vorgängern mit, wenn es darum geht: Beste Freunde gegen den Rest der Menschheit – zumindest was von der Menschheit noch so übrig geblieben ist. Die Mission in der kultigen Komödie ist klar wie Kloßbrühe: Endlich die goldene Pub-Meile bezwingen, an der man sich schon einmal die Zähne ausgebissen hat: die 12 Pubs „The First Post“, „Old Familiar“, „The Famous Cock“, „The Cross Hands“, „The Good Companions“, „The Trusty Servant“, „The Two Headed Dog“, „The Mermaid“, „The Beehive“, „The King’s Head“, „The Hole In The Wall“ und last but not least „The World’s End“. Für so ein Vorhaben braucht es ein starkes Team, das ist ganz klar! Aber sind die ritterlichen Freunde um Gary King und Andrew Knightley wirklich zäh genug, um diese Herausforderung zu meistern? 

Gary King – Der legendäre Bock
The Worlds End_GaryGary King (Simon Pegg) – charismatisch, jugendlich, ein echtes Alphamännchen – eben ein König! Nur leider ist das schon einige Jahrzehnte her. Gary selbst scheint von den verflogenen Jahren allerdings nichts mitbekommen zu haben. Er verhält sich immer noch wie damals als Teenager. Kein Wunder, dass er derjenige ist, der seine alte Schulgang zur Kneipentour entlang der goldenen Meile überredet. Mit seinen schwarzen Haaren, seinem Gothik-Look und seiner überschäumenden Persönlichkeit (auch im echten Leben hat Simon Pegg mal eine Goth-Phase gehabt: „Die Kostüme entsprechen genau der Kleidung, die ich als 18-Jähriger getragen habe“) unterscheidet er sich stark von seinen Freunden, die inzwischen mitten im Leben stehen. Vor allem seinem ehemals besten Freund Andrew nimmt er die Entwicklung zum verantwortungsbewussten Familienvater ganz schön übel. Gary kann einfach nicht loslassen. Auch nicht seine heimliche Jugendliebe: Olivers Schwester Sam.

Andrew Knightley – Das eiserne Fass
The Worlds End_AndyAndy (Nick Frost) führt ein bodenständiges Leben. Er ist ein erfolgreicher Anwalt und hat eine Familie, um die er sich verantwortungsvoll kümmert. Der gemütliche Andy war zu Schulzeiten Garys bester Freund. Seit er sich dem Spießertum zugewendet hat, wird er aber emotional von ihm erpresst. Das ist auch genau der Grund, warum sich der seit sechzehn Jahren abstinente Andy von seinem spätpubertären Kumpel zu einer letzten Kneipentour überreden lässt. Wenn er nur vorher gewusst hätte, worauf er sich da eingelassen hat. Soviel steht auf jeden Fall schon fest: Im Laufe des Filmes wird der biedere Andy noch zum Barhocker schwingenden Berserker!

Oliver Chamberlain – Das fleißige Lieschen
The Worlds End_OliverOliver (Martin Freeman) ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, den nichts so schnell aus der Ruhe bringt. Als Immobilienhändler muss er stets erreichbar sein. Deshalb ist der patente Oliver auch immer mit einem Headset im Ohr aufzufinden. Gary umschmeichelt Oliver, um ihn für die Trink-Tour bis zum „The World’s End“ zu überzeugen. Zeitweilig verwirrt, aber stets guter Laune macht der gute Oliver die Runde der bierseligen Pub-Meilen-Ritter perfekt. Und: Er bringt seine Schwester Sam mit ins Spiel, die im Laufe des Filmes noch für große Furore sorgen wird.

Peter Page – Die treue Kröte
The Worlds End_PeterPeter Page (Eddie Marsan) ist eine wirklich treue Seele. Er lebt noch in seinem Heimatort und arbeitet im Autogeschäft seines Vaters. Alles in allem lässt sich Peter eher von den Umständen durch das Leben leiten, anstatt das Ruder einmal selbst in die Hand zu nehmen. Peter hat große Minderwertigkeitskomplexe, seit er als Teenager gemobbt wurde. Sein Freund Gary kann dafür kein Mitgefühl aufbringen und geht entsprechend ruppig mit seinem Kumpel um.

Steven Prince – Der mutige Löwe
The Worlds End_StevenSteven (Paddy Constantine) ist geschieden und befindet sich gerade in seiner Midlife-Crisis. Da kommt ihm eine kleine Affäre mit seiner wesentlich jüngeren Fitnesstrainerin ganz gelegen. Als Gary im Zuge der Pub-Tour wieder in sein Leben tritt, wird er schmerzlich daran erinnert, dass er in der Gruppe leider der ewige Zweite war. Er wäre wirklich gerne der Anführer, aber Gary muss ihm immer die Show stehlen. Außerdem ist er auch in Olivers Schwester Sam verliebt und nimmt Gary bis heute noch übel, dass er einmal einen One-Night-Stand mit ihr hatte.

Ob diese unterschiedlichen und vor allem verrückten Typen nun im Finale der Cornetto-Trilogie gemeinsam ihr großes Ziel erreichen? Schnappen Sie sich ruhigen Gewissens ein Cornetto und ein Bier und nehmen im Kinosessel Platz.

The Worlds End_PlakatKinostart: 12. September 2013; Regie: Edgar Wright; FSK: ab 12 Jahren; Länge: ca. 109 Min.; Verleih: Universal; Link: facebook.com/worlds.end.DE

 

 

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