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E-Books fördern die Leselust bei Kindern

E-Books fördern die Leselust bei Kindern

Viele Kinder und Jugendliche lesen zwar regelmäßig und gerne, aber die Zahl der Nichtleser nimmt zu. Etwa ein Fünftel der Jungen und Mädchen in Deutschland greift in der Freizeit nie zu einem Buch. Lesefaule Eltern, das angestaubte Image gedruckter Bücher und die Verdrängung durch elektronische Medien werden immer wieder als Schuldige ausgemacht.

Stimmt das? Sind unter anderem Smartphone, PC und Spielekonsole dafür verantwortlich, dass Kinder immer weniger lesen? Eine Studie aus den USA, im Auftrag des weltweit größten Kinderbuchverlags entstanden, legt nahe, dass digitale Medien den Lesespaß sogar befördern können. Schließlich gibt es längst auch Bücher in elektronischer Form: Auf E-Readern sind auch jede Menge Kinder- Jugendbücher zugänglich.

Nach Angaben der US-Studie „Scholastic: Kids & Family Reading Report“ hat sich der Anteil der Kinder in den USA, die ein E-Book gelesen haben, von 2010 bis 2012 fast verdoppelt (auf 46%). Und die Hälfte der Kids zwischen 9 und 17 Jahren gab an, dass sie mehr Bücher lesen würden, hätten sie einen Zugang zu E-Books.

Auch deutsche Forscher sind dem Zusammenhang zwischen jugendlichen Lesegewohnheiten und E-Books auf der Spur. Elektronische Leseangebote können die Lesemotivation erhöhen – und so dem Trend zur Lesefaulheit entgegenwirken, lautet das vorläufige Urteil.

Eine Studie des Instituts für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen untersuchte das Potenzial von E-Readern in der Leseförderung im Vergleich zum konventionellen Buch. Über ein Schuljahr hinweg wurden Sechstklässler aus vier vergleichbaren Klassen mit gedruckten Büchern bzw. E-Readern ausgestattet und mit dem gleichen Lesestoff versorgt.

Die Ergebnisse werden technikfeindlichen Traditionalisten nicht gefallen: Die E-Reader und E-Books waren für die Kinder attraktiver als herkömmliche Bücher, sie lösten auch bei lesefaulen Schülern eine zumindest anfängliche Begeisterung aus. E-Reader wurden als modern empfunden – im Gegensatz zum gedruckten altmodischen Buch. Und die Kinder luden mehr und auch umfangreichere Titel herunter als sie sie in gedruckter Form ausliehen.

Das Fazit der Studie: E-Books scheinen besonders geeignet, die Schwelle zum Bücherlesen bei lesefernen Jugendlichen zu senken.

Bleibt eine weitere Schwelle: die Anschaffungskosten für den E-Reader. E-Reader kosten zwischen 50 und 200 Euro. Die Investition muss also erst mal her, bevor ein E-Book gelesen werden kann. Und die elektronischen Bücher sind natürlich auch nicht umsonst. Sie kosten kaum weniger als die gedruckte Version. Versteht kein Kind (und auch kaum ein Erwachsener), warum Verlage und Online-Shops die elektronische Ware so teuer verkaufen. Denn schließlich entfallen beim elektronischen Buch sowohl die Druck- als auch die Transportkosten.

 

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