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Vierstündige Dokumentation „Karl Lagerfeld – Mode als Religion“ bei VOX

Vierstündige Dokumentation „Karl Lagerfeld – Mode als Religion“ bei VOX

Karl Lagerfeld - Mode als Religion„Ich bin zufrieden, wenn Leute da sind. Ich bin begeistert, wenn ich alleine bin.“ 18 Monate hat Autorin Martina Neuen Karl Lagerfeld mit der Kamera bei Modenschauen, Ausstellungen und in seinen Kreativstätten begleitet und zeigt seinen kompletten Modekosmos in der  vierstündigen Dokumentation „Karl Lagerfeld – Mode als Religion“ am 7. September um 20:15 Uhr bei VOX.

 

Weltweit nennt man ihn den Mode-Papst: Karl Lagerfeld. „Papst ist nicht gerade mein Lieblingswort, weil ich nicht gerade wild auf den Papst bin. Im mittelalterlichen Sinne des Wortes ist es ja ganz pompös, aber ein bisschen übertrieben“, so der erfolgreiche Designer.

Karl Lagerfeld - Mode als ReligionDoch auch wenn er sich selber nicht als Papst sieht, gibt es zwischen der Welt der Mode und der Religionen doch einige Parallelen. Welche das sind, zeigt Autorin Martina Neuen in der vierstündigen Dokumentation „Karl Lagerfeld – Mode als Religion“ (am 7. September um 20:15 Uhr bei VOX). Insgesamt 18 Monate hat sie Karl Lagerfeld für VOX mit der Kamera bei Modenschauen, Ausstellungen und in seinen Kreativstätten begleitet und zeigt seinen kompletten Modekosmos vom „Vatikan“, seinem Hauptquartier in Paris, bis zu den „Engeln“, den Models.

Außerdem berichtet der erfolgreiche Designer in einem exklusiven Interview über seinen atemberaubenden Werdegang, die Modewelt und seinen Glauben.

Auszüge aus dem exklusiven Interview mit Karl Lagerfeld:

Karl Lagerfeld

…über Mode-Gläubige:
„Die Mode ist dafür da, dass die Leute ihr eigenes Selbstvertrauen bestätigen können und sich sicher und richtig fühlen.“

…über den Anfang seiner Karriere:
„Es ist doch unglaublich, dass ich mein professionelles Leben mit einem Wettbewerb mit 200.000 Mitbewerbern begonnen habe, bei dem ich den ersten Preis bekommen habe. Das ist doch Zufall. Denn wer kann sagen, dass von 200.000 Zeichnungen meine die beste war?“

…über seine Entscheidung, kein Auto mehr zu fahren:
„Ich habe zwei Unfälle gehabt, bei denen der Wagen total kaputt war und nach denen ich eigentlich auf dem Friedhof sein sollte. Ich habe aber nicht eine Schramme gehabt. Dann habeich mir gedacht: jetzt musst du aufhören zu fahren, weil es mich zu Tode langweilt, geradeaus zu gucken. Ich will alles sehen. Und wie meine Mutter immer gesagt hat: Es ist gut, dass du nicht mehr fährst. Das beweist, dass du dir Mühe geben musst, genug Geld zu verdienen, um immer einen Chauffeur zu haben. Das ist eine sehr gute Stimulation.“

…über seine Zeit im Modehaus Balmain:
„Ich sagte zu mir: Halt den Mund und guck hin. Man kann immer lernen, was man nicht machen soll, wenn man nicht lernen kann, was man machen soll. Und das ist im Grunde noch wichtiger.“

… über seine Anfänge bei Chanel:
„Als ich Chanel übernommen habe, da sagten mir alle Leute: Mach das nicht, fass das nicht an. Das ist tot, das ist kaputt. Die Reanimation alter Marken – das ist erst später gekommen.“…„Sie hatten nach dem Tod von Coco Chanel elf Jahre lang Respekt kultiviert. Und Respekt kultivieren – das ist die Tür zur Pleite. Dann schläft alles ein, das geht nicht. Respekt ist leider nicht möglich in der Mode. In der Mode muss man über Leichen gehen.“

…über Supermodels:
„Supermodels haben auch super Persönlichkeiten. Für mich waren diese Mädchen und diese Generation wie Schauspielerinnen vom Stummfilm. Und die haben Stars aus sich machen lassen. Aber man kann nur einen Star aus jemandem machen, der Starqualität hat. Darum können Claudia, Linda und die anderen das auch ewig machen, weil sie etwas haben, was die anderen vielleicht nicht haben oder was auf jeden Fall nicht so gut überlebt.“

…über seine Mitarbeiter:
„Ich arbeite gerne mit Leuten, die auch hundertprozentig dahinter stehen. Die, die das meiste aus mir rauskriegen, sind die, die das meiste dazu geben. Wenn sich die anderen keine Mühe geben, gebe ich mir auch keine. Das merke ich sofort.“

…über Modesünden:
„Viele Leute haben Angst, sich zu erlauben, was ihnen selbst gefällt. Die wollen sich nur erlauben, was anderen auch gefällt. Und darum finde ich Leute, die grauenhaft angezogen sind, beinahe mutig, weil sie eben den Mut haben, sich so ein Zeug auf den Rücken zu tun.“

…über Beziehungen:
„Mein persönliches Glück besteht darin, dass ich immer wunderbar mit mir selbst gelebt habe. Ich bin zufrieden wenn Leute da sind. Ich bin begeistert, wenn ich alleine bin.“

…über konventionelle Partnerschaften:
„Nein, das ist nichts für mich. Ich bin für so etwas nicht geboren. Ich bin Freelancer, beruflich und menschlich. Das hindert mich aber nicht daran, Freunde ein ganzes Leben und Menschen wahnsinnig gern zu haben.“

…über seinen Glauben:
„Schicksal ist Schicksal, da muss man sich mit abfinden. Der Höhepunkt des Luxus ist es, nicht zu viele Fragen zu stellen. Es kommt immer besser als man denkt. Man isst nicht so heiß, wie man kocht. Mit solchen Prinzipien bin ich erzogen worden. Und der Sinn des Lebens ist das Leben.“

Gezeigt wird aber nicht nur der Mode-Papst selbst. Auch langjährige Freunde und Kollegen wie seine „Muse“ Claudia Schiffer oder Supermodel Inès de la Fressange, sein Drucker und Verleger Gerhard Steidl, die Chef-Redakteurin der deutschen Vogue Christiane Arp oder Modekritikerin Suzy Menkes berichten über die außergewöhnliche Zusammenarbeit mit dem Designer. Zu Wort kommen außerdem Mitarbeiter seines Teams wie Chanel-Studioleiterin Virginie Viard oder Kommunikations-Chefin Caroline Lebar, die Karl Lagerfeld bereits seit über 25 Jahren zur Seite stehen.

Und es kommt zu einem spannenden Experiment: Am Beispiel eines katholischen Pfarrers und eines Modefans will Gehirnforscher Christian Elger überprüfen, ob ihr jeweiliger Glaube vielleicht die gleichen körperlichen Reaktionen oder Gefühle auslöst.

Das komplette Interview zeigt VOX am 7.9. um 20:15 Uhr in der Dokumentation „Karl Lagerfeld – Mode als Religion“.

VOX

Wer die Dokumentation verpasst hat, kann diese sieben Tage nach Ausstrahlung kostenfrei bei VOXNOW.de abrufen.

Fotos: VOX/Karl Lagerfeld

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