Familienleben

Unruhige Eltern, zappelige Kinder: Tipps, um Geduld zu lernen

Unruhige Eltern, zappelige Kinder: Tipps, um Geduld zu lernen

Sie zappeln, haben Hummeln im Hintern, konzentrieren sich nicht auf das Wesentliche und werden schnell ärgerlich, wenn etwas nicht klappt. Wir nennen sie Problemkinder und schlagen manchmal verzweifelt die Hände über dem Kopf zusammen, weil wir nicht wissen, warum sie sind, wie sie sind. Manchmal fehlt diesen Kindern allerdings nur etwas, was auch die Erwachsenen bewusst oder nicht bewusst missen: Geduld.

Ungeduld: Eltern übertragen sie auf ihre Kinder

Jan ist 8 und spielt Klavier, das hat er sich gewünscht. Nach den ersten erfolgreichen Übungsstunden kann er schon einige Stücke spielen und die meisten Noten lesen. Dennoch schmettert er manchmal wütend auf die Tasten und gibt stöhnend auf, wenn er die Passage nicht hinbekommt. Ungeduld kommt auf: Jan will spielen können; doch der Weg dorthin erscheint ihm zu lang und zu mühselig.

Wenn seine Mutter nun den Kopf schüttelt und ihn ermutigt, nicht aufzugeben, sind das zwar tröstende Worte, die aber hinter leeren Taten stehen. Oft sind Erwachsene noch ungeduldiger als Kinder und merken es nicht einmal. Es ist nicht verwunderlich: Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung verlangt Höchstleistungen. Alles soll schnell und effizient sein, doch vergisst man hierbei manchmal, dass der Mensch nur ein gewisses Maß an Produktivität an den Tag legen kann. Menschen können nicht so schnell arbeiten wie Maschinen, aber sie versuchen es gern.

Wie kann die ganze Familie geduldiger werden?

Ein universales Rezept, um geduldiger zu werden, gibt es nicht. Doch einige Tipps und Tricks werden sowohl Erwachsenen als auch Kindern helfen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren:

Achten Sie bei der Lebensgestaltung bei sich und ihren Kindern auf einige Dinge:

  • Vermeiden Sie Stress und Zeitdruck
  • Ordnen Sie der To-Do-Liste Termine zu
  • Sehen Sie nicht das Ziel, sondern die Teilerfolge auf dem Weg
  • Lenken Sie sich selbst bei nervigen Situationen ab und versteifen Sie sich nicht auf ein Problem
  • Schaffen Sie Inseln der Ruhe: Pausen sollten immer im Alltag eingebaut werden, um der Hektik zu entgehen

Da Kinder den Sinn hinter solchen Tätigkeiten nicht sehen, sollten Eltern ihre Sprösslinge bewusst unterstützen. Ruhepausen können gemeinsam vorgenommen werden, indem man zusammen spielt. Achten Sie hierbei darauf, dass Ihr Kind auch wirklich entspannenden Tätigkeiten nachgeht und nicht Räuber und Gendarm spielt. Entwerfen Sie doch ein Puzzle mit dem liebsten Fotomotiv des Kindes auf www.posterjack.com/ und puzzeln Sie gemeinsam: Das übt Geduld gleich doppelt gut. Wenn ihr Kind schon in der Schule ist und viele Hausaufgaben hat, sollten Sie auch prüfen, was anliegt und bis wann es erledigt werden muss. Helfen Sie, Zeitdruck zu vermeiden, und loben Sie Ihr Kind, wenn es das Projekt auch schon zur Hälfte geschafft hat.

 

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