Familienleben

Würden Sie Ihre Wohnung zahlenden Gästen überlassen?

Würden Sie Ihre Wohnung zahlenden Gästen überlassen?

FremdeDie Wohnung für ein paar Tage Fremden überlassen und damit die Finanzen aufbessern? Immonet hat bei 1.461 Usern nachgefragt, an wen sie ihre Wohnung kurzzeitig untervermieten würden – und hat wichtige rechtliche Hinweise für diejenigen, die es bereits tun.

 

 

Besonders Berliner haben ein lukratives Nebeneinkommen für sich entdeckt: Sie vermieten ihre Wohnung für einige Tage an Urlauber oder Messebesucher – die hippe Hauptstadt ist in den vergangenen Jahren zum beliebten Ziel für Kurzurlauber aus ganz Europa geworden. Doch, auch wenn das Untervermieten von Privatwohnungen ein echter Trend ist, können sich die meisten Menschen mit der Vorstellung von Fremden im eigenen Bett nicht anfreunden: Nur etwas mehr als 14 Prozent der Befragten würden ihre Wohnung an Touristen vermieten, um die Finanzen aufzubessern.

Fremde im eigenen Bett? Nein Danke!
Fast doppelt so vielen Bewohnern ist die Vorstellung von Fremden, die Bad, Bett und Küche nutzen, ein Gräuel. 29 Prozent würden die eigene Bleibe unter keinen Umständen Unbekannten überlassen – auch wenn das finanziell ertragreich wäre.

Eine Filmcrew, die in den eigenen vier Wänden dreht, ist da schon viel willkommener. Schließlich handelt es sich bei denen um Profis mit entsprechender Versicherung bei Schadensfällen – und die Besucher bleiben nicht über Nacht. Rund 38 Prozent der Umfrage-Teilnehmer können sich deshalb eine solche Untervermietung vorstellen.

Wer plant, seine eigene Wohnung zeitweilig gegen ein Entgelt Fremden zu überlassen, sollte jedoch in jedem Fall seinen Vermieter darüber informieren. Denn dabei handelt es sich um eine Untervermietung und die bedarf der Zustimmung des Vermieters. Überlässt man den zahlenden Gästen die eigenen vier Wände vollständig ohne den Segen des Eigentümers, kann der wegen dieses Versäumnisses die Kündigung aussprechen.

Untervermietung – Rechte von Mietern und Vermietern
Etwas anders ist die Lage, wenn nur ein Teil der Wohnung untervermietet wird: Hat der Bewohner dafür nachvollziehbare Gründe, z.B. weil er zeitweilig finanziell darauf angewiesen ist, darf der Vermieter dies nicht grundsätzlich ablehnen. Wenn ein Eigentümer pauschal jede Untervermietung ablehnt, hat diesmal der Bewohner ein Sonderkündigungsrecht.

Bei der Untervermietung als Ferienwohnung können sich Vermieter jedoch vielerorts auf die sogenannte Zweckentfremdungsverordnung berufen: Diese untersagt es, Wohnraum in Gewerberaum umzuwandeln – und zahlungskräftige Touristen unterzubringen. In manchen Fällen braucht es dafür eine Genehmigung der Behörde.

Je nachdem welcher Partei man angehört, kann man sich also schon einmal die passenden Argumente für das Gespräch mit Mieter oder Vermieter zurechtlegen.

Würden Sie Ihre Wohnung zahlenden Gästen überlassen?
Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

 

Klicken Sie, um einen Kommentar hinzuzufügen.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mehr in Familienleben

young-791849_1280

Arbeiten von zu Hause aus: Homeoffice, Familie und Beruf

Hans Wankl10. März 2018
little kid boy with school satchel, first day to school

Der Schultasche die nötige Aufmerksamkeit widmen

Hans Wankl28. Oktober 2017
house-2565105_1280

Die Familienküche – ein Ort, an dem die Generationen zusammenkommen

Hans Wankl20. August 2017
Sweet little girl

Tipps für eine ruhige Nacht im Kinderzimmer

Hans Wankl30. Juli 2017
festival-2456145_1280

Warum eine Kinder-Unfallversicherung so wichtig ist

Hans Wankl23. Juli 2017
wordpress

Home Sweet Home(-page): Eine eigene Webseite für die Familie

Hans Wankl7. Juli 2017
dog-1328585_1280

Tiere und Familien: Gesundheitstipps für das Zusammenleben

Hans Wankl6. Mai 2017
easter-eggs-2168521_1280

Ostergeschenke – kreativ und persönlich

Hans Wankl6. April 2017
vacuum-cleaner-1605068_1280

Effektives Staubsaugen – so sparen Sie Energie und Zeit

Hans Wankl29. März 2017

Tipps und Tricks für gelungene Familienbilder

Hans Wankl23. März 2017