Familienleben

Was Eltern vom Betreuungssystem erwarten und was sie kritisieren

Was Eltern vom Betreuungssystem erwarten und was sie kritisieren

Anlässlich des am 1. August in Kraft tretenden Betreuungsplatz-Anspruchs für Kinder ab einem Jahr wollte JAKO-O im Rahmen seiner Initiative „Lasst Kinder einfach Kinder sein“ wissen, was Eltern beim Thema Kinderbetreuung derzeit bewegt.

 

Kita-Ausbau mit Blick auf die Zukunft
Ab dem 1. August 2013 hat jedes Kind in Deutschland ab dem ersten Geburtstag einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Wenn die Eltern keinen Platz finden, können sie die jeweilige Kommune verklagen. Entsprechend hektisch wurden in den vergangenen Monaten neue Plätze geschaffen, um den geschätzten Bedarf von 780.000 Plätzen zu decken. Viele Eltern und Experten befürchten allerdings, dass dieser Ausbau auf Kosten der Qualität in den Kitas geht. Als Dienstleister rund um die Familie engagiert sich JAKO-O seit Jahren dafür, das Thema Kinderbetreuung ernst zu nehmen und Bedingungen zu schaffen, die Kindern einen optimalen Start ins Leben und ihren Eltern die Vereinbarkeit von Job und Familie ermöglichen – ohne schlechtes Gewissen.

Kitaplatz: Zu teuer und zu schwer zu finden
Knapp 55 Prozent der Eltern in Deutschland klagen über zu hohe Kosten für einen Kitaplatz. 49 Prozent bemängeln die schwierige, oft langwierige Suche nach einer Betreuung, ergab eine aktuelle Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts mafo.de im Auftrag des Kinderausstatters JAKO-O. Ebenfalls kritisiert werden zu große Gruppen (40 Prozent), unzureichende Öffnungszeiten (37 Prozent) und zu wenige Männer in den Kitas (20 Prozent). Für die Untersuchung wurden 1.037 Mütter und Väter von Kindern zwischen 0 und 6 Jahren befragt.

Gesucht: Gute Erzieher, gute Stimmung und kurze Wege
Bei der Entscheidung für eine Kita zählen für Eltern in erster Linie das qualifizierte Personal (82 Prozent) und eine angenehme Atmosphäre (76 Prozent). Für 73 Prozent soll die Einrichtung außerdem möglichst nah gelegen sein, für knapp 67 Prozent sind die Betreuungszeiten entscheidend. Das Bildungskonzept ist für 52 Prozent ein wichtiges Kriterium, zusätzliche Kurse oder Fördermöglichkeiten dagegen nur für knapp 30 Prozent. Kaum ein Thema scheint für viele Mütter und Väter derzeit noch die Inklusion zu sein (11 Prozent).

Betreuungsnetzwerke: Hilfe vor allem von Oma und Opa
Kitas sind mit Abstand die wichtigsten Orte für die Kinderbetreuung in Deutschland: 85 Prozent der betreuten Kinder sind laut dem Statistischen Bundesamt in Kitas, nur 15 Prozent bei Tagesmüttern oder -vätern. Abgesehen davon bekommen Eltern bei der Kinderbetreuung am meisten Unterstützung von ihren eigenen Müttern und Vätern: Knapp 73 Prozent können regelmäßig auf die Hilfe von Oma und Opa zurückgreifen. 39 Prozent werden von Freunden unterstützt. Jeweils 16 Prozent nehmen die Hilfe von Nachbarn und Babysittern in Anspruch. Ein Au-Pair oder Kindermädchen leisten sich 4 Prozent der Befragten.

 

Klicken Sie, um einen Kommentar hinzuzufügen.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Mehr in Familienleben

girl-1863906_1280

Gartengestaltung für die ganze Familie

Hans Wankl15. Oktober 2018
kids-2835431_1280

Einschulung – Welche Schule ist die richtige für mein Kind?

Hans Wankl7. Oktober 2018
camera-1840

Die Dokumentation der Familienerlebnisse ist immer lohnenswert

Hans Wankl4. Juli 2018
rose-2335203_1280

Mit Kindern über den Tod reden: Wie ist es am leichtesten?

Hans Wankl25. Juni 2018

Spielzeug aus Holz: der Klassiker im Kinderzimmer

Hans Wankl23. Mai 2018
young-791849_1280

Arbeiten von zu Hause aus: Homeoffice, Familie und Beruf

Hans Wankl10. März 2018

Der Schultasche die nötige Aufmerksamkeit widmen

Hans Wankl28. Oktober 2017

Die Familienküche – ein Ort, an dem die Generationen zusammenkommen

Hans Wankl20. August 2017

Tipps für eine ruhige Nacht im Kinderzimmer

Hans Wankl30. Juli 2017

Warum eine Kinder-Unfallversicherung so wichtig ist

Hans Wankl23. Juli 2017