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GAMBIT – DER MASTERPLAN

GAMBIT – DER MASTERPLAN

Gambit 2Nach einem Drehbuch der Coen-Brüder versuchen Colin Firth und Cameron Diaz in der Krimi-Komödie „Gambit“, Alan Rickman zu linken – ab 20. Juni im Kino. 

 

 

Der eher langweilige und konservative Museumskurator Harry Deans (Colin Firth) hat die Nase voll von seinem Chef Lord Lionel Shahbandar (Alan Rickman). Der lässt seinen Angestellten teure Gemälde beurteilen und würdigt die Arbeit des Kunstkenners kein bisschen.

Gambit 3Kurzerhand beschließt Harry, seinem Boss einmal so richtig eins auszuwischen und will ihn dazu bringen, einen gefälschten Monet zu kaufen. Der talentierte Fälscher Major Wingate (Tom Courtenay) soll ihm dabei zur Seite stehen. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg nach Texas, um eine Komplizin zu finden. Und tatsächlich werden sie fündig: mit dem Landei PJ Puznowski (Cameron Diaz). Um für etwas Ablenkung zu sorgen, soll das süße Cowgirl Lord Shahbandar den Kopf verdrehen und sich für die Besitzerin des vermeintlichen Monets ausgeben. Nun, so Harrys Plan, muss Shahbandar anbeißen und sich das teure Bild sichern.

Gambit 1Der Plan scheint aufzugehen – der Lord lädt PJ nach England ein. Als der verhasste Chef und die schrille Amerikanerin dann aufeinander treffen, gleiten Harry so langsam die Zügel aus der Hand. Shahbandar lässt sich von PJ nicht nur um den Finger wickeln, sondern verliebt sich tatsächlich in sie. Dem Cowgirl scheint die Aufmerksamkeit zu gefallen – zwischen ihr und dem Lord entwickelt sich eine Beziehung, die weit über Harrys Arrangement hinausgeht. Platzt der Masterplan?

Das Beste an „Gambit“ ist definitiv das Schauspiel von Alan Rickman. Der Brite überzeugt in der Rolle des exzentrischen Kunstliebhabers mit seinem facettenreichen Spiel.
Wer hier aber einen großen Coup erwartet, liegt daneben – spannend ist die Story hier nicht so richtig. Auch Kunstkenner kommen in dem Remake des Films „Das Mädchen aus der Cherry-Bar“ aus dem Jahr 1966, in dem Shirley MacLaine und Michael Caine die Hauptrollen spielten, allerdings eher weniger auf ihre Kosten.

Ein Lichtblick: Harry spielt den Plan in seiner Fantasie zu Beginn des Films einmal durch. Hier klappt alles reibungslos und die Szenerie ist unterhaltsam – bis der Zuschauer realisiert, dass es sich hier tatsächlich nur um eine Fantasie handelt.

Alan Rickman, Oscar-Preisträger Colin Firth und Cameron Diaz in einer britisch-amerikanischen Krimi-Komödie – was zunächst einmal vielversprechend klingt, entpuppt sich leider als Enttäuschung.
Die legendären Coen-Brüder haben zwar das Drehbuch zu „Gambit“ geschrieben, die Regie dann aber schließlich doch an Michael Hoffman abgegeben. Vielleicht ein Fehler.

Fazit: Um die Story von „Gambit“ zu verstehen, braucht man nicht unbedingt einen Abschluss in Kunstgeschichte. Alan Rickman brilliert als zynischer Milliardär in einer amüsanten Gaunerkomödie.

Gambit PosterKinostart: 20. Juni 2013; Regie: Michael Hoffman; FSK: ab 0 Jahren; Länge: 100 Min.; Verleih: Concorde; Link: gambit-derfilm.de

 

 

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