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AFTER EARTH

AFTER EARTH

After EarthWill und Jaden Smith geben sich ab 6. Juni im Kino wieder einmal als Vater-Sohn- Gespann die Ehre mit dem futuristischen Actionabenteuer „After Earth“. Nach einer Bruchlandung stranden sie auf der Erde – 1000 Jahre nachdem die Menschheit den Planeten verlassen hat. 

 

Die Erde, 1000 Jahre nachdem katastrophale Ereignisse die Menschheit dazu gezwungen haben, diese zu verlassen. Ausgerechnet hier stürzt das Raumschiff mit General Cypher Raige (Will Smith) und seinem Sohn Kitai (Jaden Smith) ab, nachdem die Trainingsexpedition in einen Asteroidensturm geraten ist. Die beiden sind die einzigen Überlebenden. Dabei wollte Cypher auf diesem Routineflug nur seinem Sohn etwas näher kommen, der ohnehin noch betrübt ist, weil er die Abschlussprüfung zum Ranger nicht bestanden hat.

After Earth1Da Cypher schwer verletzt wurde, muss sich Kitai allein auf den gefährlichen Weg zum abgerissenen Heck des Raumschiffs machen, um ein Notrufsignal abzusenden. Während Kitai das feindliche und ihm fremde Gelände erkundet und sich gegen hochentwickelte Tiere zur Wehr setzt, die jetzt die Erde beherrschen, steht ihm sein Vater per Funk zur Seite. Vater und Sohn müssen lernen, zusammenzuarbeiten und einander zu vertrauen, wenn sie je wieder heil nach Hause zurückkehren wollen.

Doch als Kitai die lebensnotwendigen Sauerstoffvorräte ausgehen und er feststellen muss, dass das Ursa, eine Alien-Kreatur, die auf Angst eines Menschen reagiert, bei dem Absturz entkommen ist, scheint die Rettungsaktion zu scheitern.

Für die visuellen Effekte des Films zeichnete Supervisor Jonathan Rothbart verantwortlich. Ganze 750 Einstellungen wurden unter seiner Leitung mit aufwändigen Visual Effects versehen: „Es gibt eine unglaubliche Bandbreite an Effekten im Film: Wir konnten Kreaturen erschaffen, die mit allen möglichen Umgebungen und Situationen interagieren. Außerdem gibt es auch komplett digitale Szenarien, wie beispielsweise beim Flug durch ein Asteroiden-Feld im All. Daneben haben wir noch die vor Ort gedrehten Szenen, innerhalb derer wir nachträglich außerirdische Welten erschaffen haben. Und letztlich mussten wir auch unserer Erde einen neuen Look verpassen“, verdeutlicht Rothbart das Ausmaß seiner Arbeit. „Wir konnten wirklich kreativ sein und hatten eine Menge Spaß dabei.“

Eine besondere Herausforderung sei die Erschaffung weiterentwickelter Lebewesen gewesen, die in 1.000 Jahren auf der Erde leben – was evolutions-technisch eigentlich keine allzu große Zeitspanne ist. Doch aufgrund der extremen klimatischen Veränderungen kam es zu einem evolutionären Sprung, da sich die Kreaturen zum Überleben schnell an die neuen Bedingungen anpassen mussten, verdeutlicht Jonathan Rothbart. „Die Weiterentwicklung der Lebewesen sollte interessant, aber nicht so extrem sein, dass sie im Hinblick auf die kurze Zeitspanne unrealistisch wirkt. Hier die richtige Balance zu finden, war eine ständige künstlerische Herausforderung.“

Einige Kreaturen wurden als Charaktere mit eigener Persönlichkeit konzipiert, so zum Beispiel der große Vogel, der Kitai anfangs zu jagen scheint – später jedoch beschützt er den Jungen. „Diesem Vogel mussten wir so viel Persönlichkeit wie möglich verpassen, aber natürlich bleibt er nur ein Vogel. Wir machen schließlich keinen Animationsfilm“, erklärt Rothbart. „So war es letztlich eine interessante Aufgabe, dem Tier Charakter zu verleihen, ohne eine Karikatur aus ihm zu machen.“ Auch technisch sei die Erschaffung des Vogels keine leichte Angelegenheit gewesen, vor allem wegen der vielen kleinen Feinheiten seiner Federn.

Eine der zentralen Action-Sequenzen von „After Earth“ ist der Pavian-Angriff, dessen Visualisierung ebenfalls in den Händen der CGI-Abteilung lag. Jonathan Rothbart berichtet: „In dieser Sequenz war es für die CGI-Leute sehr wichtig, die eingefügten Computeranimationen in Einklang mit der tollen schauspielerischen Vorlage von Jaden zu bringen.“ Am Set wurde diese Szene mit Stuntmen gedreht, welche die Rollen der Affen übernahmen und Kitai verfolgten. Daher konnte Jaden Smith direkt auf eine reale Bedrohung reagieren, statt vor leerer Kulisse mit fiktiven Pavianen zu kämpfen, was der Szene eine höhere Intensität verlieh.

In Rothbarts Zuständigkeit fiel auch die Erschaffung des außerirdischen Planeten Nova Prime. Hier musste erneut beachtet werden, dass die Handlung nur 1.000 Jahre in der Zukunft spielt. „Unser Ziel bestand darin, den Planeten vertraut und real wirken zu lassen“, erklärt der Visual Effects Supervisor. „Design-technisch gesehen war die Erschaffung der Stadt sehr kompliziert. Sie musste sich gleichzeitig glaubwürdig und futuristisch anfühlen. Man sollte auf jeden Fall glauben können, dass dort wirklich Menschen leben“. Zu den weiteren künstlerischen Herausforderungen des Visual-Effects-Teams gehörte daneben unter anderem das Design des „Lifesuits“ und der futuristischen Ranger-Waffe. Ebenso musste natürlich die Alien-Rasse der Ursa zum Leben erweckt werden.

Und dann gab es noch die spektakuläre Bruchlandung des Raumschiffs. Jonathan Rothbart erinnert sich: „Bei der Bruchlandung konnten wir praktische und visuelle Effekte toll miteinander verschmelzen lassen. Das Schiff war in einer riesigen Aufhängung befestigt und das ganze Set bewegte sich mit den Schauspielern und Stunt-Leuten hin und her. Durch die praktischen Effekte wirbelten überall Objekte herum. Später kombinierten wir das Ganze dann mit Stuntmen, die vor dem Green-Screen gefilmt worden waren, sowie mit computeranimierten Personen. Dieses Verschmelzen der Effekte finde ich grandios, weil es ein weiterer schöner Trick ist, dem Film Realismus zu verleihen.“

After Earth_PlakatKinostart: 6. Juni 2013; Regie: M. Night Shyamalan; FSK: ab 12 Jahren; Länge: 100 Min.; Verleih: Sony; Link: afterearth-film.de

 

 

 

 

Kommentare anzeigen (3)

3 Comments

  1. Christopher C. Davis

    6. Juni 2013 in 10:44

    jason man nehme avatar und i am legend. Mix es zusammen und fügt einen sohn hinzu und ne prise gefühle und ein hauch scharfer aktion und fertig!

  2. Axel

    18. Juni 2013 in 17:22

    Ich finde es sehr zweifelhaft dieser Propaganda von Scientology, als „Vater – Sohn“ Thema auf einer „Familiensite“ ein Forum zu bieten. Sei es auch nur, indem man sie verlost.

    • Barbara Leuschner

      19. Juni 2013 in 00:13

      Die beiden sind nunmal Vater und Sohn, im realen Leben wie in diesem Film! Der Scientology-Hintergrund der beiden wird meiner Meinung nach bei diesem Film viel zu stark gehypt – denn auch Negativ-Propaganda hat Wirkung: man ist wieder in aller Munde! Sehen Sie es doch als verzweifelten Versuch, dem eigenen Kind eine Karriereleiter zu bauen.

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