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CLARA UND DAS GEHEIMNIS DER BÄREN

CLARA UND DAS GEHEIMNIS DER BÄREN

Die junge Clara hat eine blühende Fantasie und einen besonderen Draht zu wilden Tieren: In den Schweizer Alpen stößt sie auf einen süßen Bären und ein dunkles Geheimnis (Kinostart: 6. Juni). 

 

Faszinierende Landschaftsbilder, eine beeindruckende Hauptdarstellerin und eine Geschichte, die ein wenig Geduld erfordert: „Clara und das Geheimnis der Bären“ macht die Schweizer Alpen zum Schauplatz einer düsteren Sage um wilde Tiere und sensible Außenseiter.

Vor Jahrhunderten wurden sie in Mitteleuropa ausgerottet, heute erobern sie sich ihren Lebensraum ganz langsam wieder zurück: Durch die Alpen streifen wieder wilde Bären. Damals wie heute gab und gibt es Bergbewohner, die das Raubtier fürchten und es am liebsten mit dem Gewehr in der Hand ein für alle mal beseitigen würden.

Feinfühligere Zeitgenossen freuen sich über jeden Bären, der über Berg und Tal zieht. Die 13-jährige Clara (Ricarda Zimmerer) jedenfalls scheint eine Art sechsten Sinn für Bären zu haben. Clara ist mit ihrer Mutter (Elena Uhlig) zu ihrem Stiefvater (Roeland Wiesnekker) in ein Bergdorf in Graubünden gezogen.

In der Schule und im Dorf gilt das sensible Mädchen schnell als Außenseiterin. Mit der Natur kommt Clara deutlich besser zurecht als mit den Menschen, häufig zieht sie allein durch die Berge. Dabei entdeckt sie einen kleinen, geradezu unheimlich zutraulichen Bären. Einige Dorfbewohner versetzt die Meldung von der Rückkehr der Bären in helle Aufregung.

Im Dorf sitzen die Gewehre locker: Bereits vor einigen Jahren erlegte ein örtlicher Wilderer eine Bärenmutter. Woher kommt also jetzt das Jungtier? Und lauern im Wald noch mehr Bären als nur der tapsige Kleine? Während das Gerücht über die Bären-Rückkehr sich wie ein Lauffeuer im Dorf verbreitet, stößt Clara im Haus ihres Stiefvaters auf die unheimliche Geschichte der Bärenfrau, die einst auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Clara steigert sich so sehr in die Vergangenheit von Familie und Haus hinein, dass nicht nur die Dörfler sie für verrückt halten.

„Clara und das Geheimnis der Bären“ ist kein seichter Naturfilm à la Disney. Der tierische Hauptdarsteller, ein junger Braunbär, dürfte zwar vor allem jüngere Zuschauer mit einigen drolligen Szenen in Kuscheltier-Manier begeistern. Eine weitere Hauptrolle spielt die grandiose Natur der Schweizer Alpen, die weitaus mehr ist als malerische Kulisse.

Aber im Film überwiegen die dunklen Töne: Geheimnisse, die sich hinter verschlossenen Türen verbergen, ein einsames Gehöft, nachtschwarze Innenräume, die nur von flackernden Kerzen erleuchtet werden, eine unheimliche Alte und ihre schwarze Katze, nächtliches Gewittergrollen – das schafft Atmosphäre und einen starken Kontrast zur vermeintlich heilen Bergwelt. Die Handlung schreitet eher mit schweizerischer Bedächtigkeit voran. Und die sich lange anbahnende Auflösung der Geschichte um Bären, Menschen und Aberglaube gipfelt in einer etwas abgehobenen Märchenhaftigkeit.

Ein Glücksgriff ist allerdings die junge Hauptdarstellerin Ricarda Zimmerer, die den ganzen fantastischen Reigen fast allein auf ihren Schultern trägt – sehr präsent, sympathisch und überzeugend. Heidi meets Mystery – ein Film für Zuschauer, die ein Faible fürs Fantastische und die Wunder der Natur haben.

Kinostart: 6. Juni 2013; Regie: Tobias Ineichen; FSK: ab 6; Länge: 93 Min.; Verleih: Farbfilm Verleih; Link: claraderfilm.com

 

 

 

 

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