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HANGOVER 3

HANGOVER 3

Das Finale der „Hangover“-Trilogie wurde weltweit mit Spannung erwartet. Im Raum steht vor allem die Frage: Wie können der chaotische Junggesellen-Abschied in Las Vegas und eine aus dem Ruder gelaufene Nacht in Bangkok noch getoppt werden? Die Antwort gibt’s ab 30. Mai im Kino.

Zwei Jahre nach ihrem ungewollt-wildem Trip nach Thailand leben Phil (Bradley Cooper), Stu (Ed Helms) und Doug (Justin Bartha) ein eher unaufgeregtes Leben. Von Alkoholexzessen und wilden Parties keine Spur mehr!

Der einzige, der den wilden Zeiten nachtrauert, ist Alan (Zach Galifianakis). Er wünscht sich nichts sehnlicher, als wieder mit seinem Wolfsrudel in Aktion zu treten. Aufgrund seiner persönlichen Krise nimmt er es auch mit seinen Medikamenten nicht so genau – und dreht deshalb völlig am Rad. Auch der Tod seines Vaters ändert daran scheinbar nichts. Als bei der Beerdigung Phil, Stu und Doug zusammentreffen, beschließen sie, Alan zu helfen. Gemeinsam wollen sie Dougs Schwager dazu überreden, sich professionelle Hilfe zu holen.

Doch Alan gefällt dieser Plan ganz und gar nicht. Und schließlich stimmt er nur unter einer Bedingung zu – das alte Wolfsrudel soll zu einem Roadtrip zusammenkommen. Phil, Stu und Doug stimmen zu. Schließlich gibt es diesmal keinen Junggesellenabschied, der fürchterlich aus dem Ruder laufen könnte. Es wird nicht getrunken und nicht gefeiert. Was könnte da schief laufen?

Die Freunde haben die Rechnung ohne Marshall (John Goodman) gemacht – der mysteriöse, steinreiche Mann hat noch eine Rechnung offen mit Leslie Chow (Ken Jeong). Und wie der Zufall es will, ist der Widersacher des Wolfsrudels gerade aus der thailändischen Haft ausgebrochen. Der düstere Marshall macht schnell klar, dass er keine Spielchen spielt – er verlangt, dass Phil, Stu und Alan ihm Chow liefern, ansonsten ist Doug ein toter Mann.

Um ihren Kumpel zu retten, machen sich die Männer also auf die Jagd nach dem Katastrophen erprobten Asiaten. Ihr Weg führt sie zunächst nach Mexiko, wo sie Chow – bei Karaoke und Tequila – versuchen, dingfest zu machen. Doch obwohl Chow und Alan eine tiefe Freundschaft zu verbinden scheint, sind seine Absichten eher undurchsichtig. Natürlich lässt Chow sich nicht so mir nichts, dir nichts einfangen und so landet das Wolfsrudel schließlich dort, wo vor vier Jahren alles angefangen hat: in Las Vegas. Hier beginnt eine spektakuläre Verfolgungsjagd, die beweist: Auch ohne K.O.-Tropfen schafft es die Truppe, Vegas gründlich aufzumischen.

In Las Vegas herrscht mittlerweile ein wahrer „Hangover“-Hype. Sicherheitsleute im berühmten Caesars Palace Hotel müssen angeblich regelmäßig Gäste davon abhalten, sich auf’s Dach zu begeben. Der Riesentrubel erzeugt natürlich jede Menge Druck, der auf dem finalen „Hangover“-Film lastet. Während der erste Film ein echter Überraschungserfolg war und die Darsteller zu Stars gemacht hat, konnte der zweite Teil mit jeder Menge abgedrehter Szenen die Zuschauer ins Kino locken und so den Erwartungen gerecht werden. Doch vor dem dritten Teil macht sich Skepsis breit. Noch eine Hochzeit? Noch ein schief gelaufener Junggesellenabschied? Auf dieses Erfolgsrezept hat Drehbuchautor und Regisseur Todd Phillips dieses Mal (zum Glück) nicht gesetzt. Stattdessen sehen wir die Clique um Bradley Cooper diesmal zunächst bei Tageslicht, ohne Tattoos, ohne Augenringe, ohne Tiger und ohne Äffchen. Einen richtig dicken Kater – also einen Hangover – gibt’s in „Hangover 3“ streng genommen auch nicht.

Eine tragende Rolle kommt stattdessen Zach Galifianakis zu, der den Zuschauer als Alan mal wieder gekonnt an den Rand des Wahnsinns treibt. Man könnte meinen, im dritten und letzten Teil der „Hangover“-Reihe geht es vor allem darum, dass Alan nun endlich erwachsen wird. Natürlich geht es auch um Freundschaft, denn Phil, Stu und Doug wird schnell klar, dass sie eigentlich alles sind, was Alan hat.

Obwohl „Hangover 3“ die Beziehungen zwischen den Charakteren genauer zu beleuchten scheint als die beiden Vorgängerfilme, kommen Action und Spaß natürlich nicht zu kurz. Schließlich erwarten sich „Hangover“-Fans von dem Film vor allem eins: Eine total verrückte Nacht. Zwar taucht diesmal kein Mike Tyson auf und es gibt auch keinen Drogen dealenden Affen, actiongeladen ist die ungewollte Rückkehr der Jungs nach Las Vegas aber trotzdem. Ein Großteil der Lacher ist vor allem dem altbekannten Leslie Chow geschuldet, der im Drehbuch zum dritten Teil endlich einmal so richtig viele Szenen abbekommen hat. Aber auch Cooper und Helms enttäuschen nicht. Bei ihrer dritten Zusammenkunft war die Chemie zwischen den Mitgliedern des Wolfsrudels offensichtlich perfekt.

Nach den beiden ersten Teilen schockieren einige Szenen in „Hangover 3“ wohl nicht mehr ganz so sehr – der etwas verschobene Fokus schafft aber genau die richtige Atmosphäre für einen würdigen Abschluss der erfolgreichen Chaos-Trilogie.

Kleiner Tipp: Zu Beginn des Abspanns nicht sofort aus dem Sitz springen – „Hangover 3“ ist einer dieser Filme, die mit einem kleinen Video im Abspann noch einmal für eine Überraschung sorgen.

Kinostart: 30. Mai 2013; Regie: Todd Phillips; FSK: ab 12 Jahren; Länge: 100 Min.; Verleih: Warner; Link: Hangover3-derFilm.de

 

 

 

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1 Kommentar

  1. Jeannine

    29. Mai 2013 in 20:39

    Würde doch perfekt zum Kinobesuch von „Hangover 3“ passen! 😉

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