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THE BIG WEDDING

THE BIG WEDDING

Eine Hochzeit, eine chaotische Familie und jede Menge Pannen: Der schönste Tag des Lebens droht für das junge Brautpaar Alejandro und Missy zur Katastrophe zu werden. Launige Familienkomödie mit Robert De Niro, Diane Keaton und vielen weiteren Stars – ab 30. Mai im Kino. 

 

Hochzeiten sind immer wieder ein dankbares Thema für eine Komödie. Hollywood hat dafür in den letzten Jahren Dutzende von Beispielen geliefert. Einige zum Brüllen komisch, andere zum Gähnen langweilig. „The Big Wedding“ gehört weder in die eine noch in die andere Kategorie –  der Film, immerhin mit einem sehr ansehnlichen Cast ausgestattet, unterhält streckenweise prima, bleibt aber so einiges schuldig.

Nach Jahren kommt Ellie (Diane Keaton) erstmals wieder in das Haus, in dem sie einst mit ihrem Ex-Mann Don (Robert De Niro) glücklich war und eine Familie gründete. Nun will Alejandro (Ben Barnes), der Adoptivsohn von Ellie und Don, die Nachbarstochter Missy (Amanda Seyfried) heiraten. Aber bevor die große Party steigen kann, müssen so einige Hürden genommen werden.

Erste Klippe: Zur Hochzeit hat sich überraschend Alejandros leibliche Mutter Madonna (Patricia Rae) aus Kolumbien angekündigt. Das ist insofern ein Problem, als das Madonna eine strenggläubige Katholikin ist und nichts von der Trennung der Adoptiveltern ahnt. Alejandro will den Eklat unbedingt vermeiden und nötigt Ellie und Don, für eine paar Tage wieder Ehepaar zu spielen. Davon ist Dons Geliebte Bebe (Sudan Sarandon) überhaupt nicht begeistert. Alejandros Adoptivgeschwister Lyla (Katherine Heigl) und Jared (Topher Grace) bringen ihre eigenen Problem mit zur Hochzeitsfeier. Lyla leidet heftig unter der Trennung von ihrem Mann, Jared an einem Enthaltsamkeitsgelübde, das er vor Jahren ablegte…

Die drei Oscar-Preisträger Diane Keaton, Susan Sarandon und Robert De Niro in einem Film zu sehen, ist ein großes Vergnügen. Wenngleich keiner der Stars hier eine preiswürdige Leistung abliefert – dazu ist die Story von „The Big Wedding“ einfach zu leicht gebaut. Die Groß-Schauspieler müssen also nicht an die Grenzen ihres Könnens gehen, stattdessen sprühen sie vor Spiellaune, ergänzen sich prima und liefern so manchen denkwürdigen Gag ab, der bei weniger begabten Darstellern in die Hose gehen würde. Gleich zu Anfang setzen die Stars in einer schlüpfrigen Dreier-Szene ein Ausrufezeichen.

Leider geht’s in „The Big Wedding“ nicht so unbeschwert weiter. Schon die Prämisse der ganzen Hochzeits-Verwicklungen mag man nicht so recht akzeptieren: Sind geschiedene Eltern heutzutage wirklich noch für einen Skandal gut? Und es geht weiter: Wie ernst kann man einen Mann nehmen, der mit 15 sexuelle Enthaltsamkeit gelobte, um sich für die Richtige aufzusparen, und mit fast 30 immer noch Jungfrau ist?

Wer es schafft, diese Fragen auszublenden, kann durchaus Spaß an dem munteren Treiben dieser Familie haben. Die Story hangelt sich von Gag zu Gag – nicht alle sind Brüller, aber viele kleine, witzige Szenen entschädigen für den einen oder anderen Fehltritt. Der ist bei der nächsten De-Niro-Szene auch gleich wieder vergessen. Dabei spielt De Niro eigentlich nur eine Nebenrolle.

Aber in diesem Film scheint es nur Nebenrollen zu geben, ein starker Sympathieträger, der die ganze Geschichte trägt, fehlt. Der Bräutigam ist es nicht, dafür ist seine Figur auch zu blass. Katherine Heigl gibt sich alle Mühe, ihr seichtes Weißkittel-Image loszuwerden, spielt aber nur in einer von vielen Nebenhandlungen, aus denen „The Big Wedding“ besteht.

Eine etwas an den Haaren herbeigezogene Story, viele witzige Details, eine bis in kleine Nebenrollen tolle Besetzung, die viel Spaß bei der Sache hatte –  „The Big Wedding“ macht gute Laune, aber ein fader Beigeschmack bleibt.

Kinostart: 30. Mai 2013; Regie: Justin Zackham; FSK: ab 12; Länge: 90 Min.; Verleih: Concorde Filmverleih; Link: www.bigwedding-derfilm.de

 

 

 

 

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