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Kinder und Medien

Kinder und Medien

Jedes Gerät zur Mediennutzung erfüllt eine eigene Funktion: Für Kinder ist Fernsehen ein Stück Geborgenheit, ihre Neugier befriedigen sie an Computer und Tablet, während sie ihre Geheimnisse dem Smartphone anvertrauen.

 

Wie das im Detail aussieht, stellten IP Deutschland und SUPER RTL auf der Fachtagung Kinderwelten in Köln vor. Dass der Computer mittlerweile Alltagsmedium für die Kinder ist, belegte Birgit Guth (SUPER RTL) in ihrem Vortrag zur kindlichen Mediennutzung. Für alle Kinder unverzichtbar ist weiterhin der Fernseher. Das Smartphone hingegen ist für viele Kinder noch Wunschtraum und wird eher reglementiert; der Tablet-PC hält Einzug in die Familien. Für die Studie „Kartografie von Bewegtbild – Kinder“ beauftragte Cornelia Krebs (IP Deutschland) Maren Boecker (MehrBlicke), Kinder in ihrem Zuhause zu befragen, die mit TV, PC bzw. Laptop, Smartphone und Tablet PC aufwachsen.

TV als medialer Schutz- und Kuschelraum
Über die Hälfte dieser Kinder schaut gemeinsam mit den Eltern fern und kuschelt sich mit ihnen auf das Sofa, am liebsten am Vorabend. Der Fernseher ist für sie weiterhin Lieblingsmedium und fester Bestandteil des Familienlebens. Der Fernseher ist das einzige Gerät, mit dem Kinder Geborgenheit verbinden, er bietet ihnen einen vertrauten medialen Schutz- und Kuschelraum. Darüber hinaus fasziniert Kinder die Bildqualität und Bildschirmgröße, die das Gesehene echt wirken lassen.

Energybooster Computer
Auf dem Laptop oder PC recherchieren die Kinder für die Schule, spielen oder schauen sich Videos an, er ist ihr „multifunktionaler Energybooster“. Sie finden es zwar toll, verpasste Serien online schauen und zwischendurch anhalten zu können, bemängeln aber den kleineren Bildschirm und die mangelnde Bildqualität bei einer langsamen Internetverbindung. Energie ist das Stichwort für die Kinder: Der Laptop lässt sie frische Energie tanken, wenn sie zum Beispiel in einer Lernpause ein kurzes Spiel spielen. Andererseits betrachten sie ihn auch als Energiefresser, wenn sie beim Spielen die Zeit vergessen. Der Computer kann sie sowohl aktivieren als auch überfordern.

Smartphone als Geheimnisträger
Das Smartphone wird zum „Alleskönner und Geheimnisträger“. Es dient zunächst – entsprechend seinem eigentlichen Zweck – der Kommunikation. Neben SMS schreiben und telefonieren knipsen die Kinder Fotos oder drehen kleine Videos. Auch Spiele sind beliebt. Die Eltern fördern die Nutzung des Handys, stellt es doch für sie einen „Retter in der Not“ dar: Sie können sich jederzeit mit ihren Kindern in Verbindung setzen und umgekehrt. Für die Kinder steht das Handy am ehesten für Unabhängigkeit, darüber hinaus können sie Geheimnisse mit ihren Freunden teilen, ohne dass die Eltern es mitbekommen.

Den Tablet PC haben die Forscher als „faszinierenden Mood-Manager“ identifiziert. Der Bildschirm punktet bei den Kindern im Vergleich zum Smartphone mit seiner Größe, das erhöht den Spielspaß. Die bequeme und schnelle Bedienung erklärt sich von selbst. Außerdem lässt sich mit dem Tablet gut bei anderen Kindern Eindruck machen. Ein eindeutiges Belohnungsversprechen hat sich noch nicht entwickelt, es bleibt abzuwarten, was genau die Kinder als klaren Pluspunkt für den Tablet PC im Vergleich zu anderen Geräten bestimmen werden.

Quelle: Fachtagung Kinderwelten

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