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DAS MÄRCHEN VON DER PRINZESSIN, DIE UNBEDINGT IN EINEM MÄRCHEN VORKOMMEN WOLLTE

DAS MÄRCHEN VON DER PRINZESSIN, DIE UNBEDINGT IN EINEM MÄRCHEN VORKOMMEN WOLLTE

„Es war einmal eine Prinzessin…“ – wie viele Märchen der Gebrüder Grimm beginnt auch der am 23. Mai in den Kinos startende Film nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Susanne Straßer mit diesem Satz. Nur steckt Prinzessin Clara in dem Dilemma, dass sie in einem so kleinen und so unbedeutenden Königreich lebt, dass sie einfach in keinem Märchen vorkommt. Was muss man also dafür tun? 100 Jahre schlafen? Sich mit dem bösen Wolf anlegen? Ein Film über Freundschaft, Familienzusammenhalt und Selbstvertrauen für die ganze Familie – und besonders für die jüngsten Kinogänger. 

 


Prinzessin Clara (Hanna Merki) lebt in einem sehr kleinen Königreich – und wird von allen ausgelacht. Denn Clara ist anders. Sie ist eben nicht, wie eine Prinzessin zu sein hat: liebreizend und artig, geschickt im Umgang mit Nadel und Faden und elegant auf der Tanzfläche der höfischen Ballsäle. Es scheint niemanden zu interessieren, dass sie richtig nett und ein Kumpel zum Pferde stehlen ist.

Als Clara nach einem schrecklichen Missgeschick im verhassten „Benimmunterricht“ vor ihrer großen Schwester Quendolin (Jasmin Barbara Mairhofer) und deren gemeinen Freundinnen flüchten muss, versteckt sie sich in einer vergessenen Kammer im Schloss. Dort entdeckt sie ein altes Märchenbuch – und da kommt ihr eine großartige Idee. Wenn sie das macht, was die weltbekannten Prinzessinnen in dem Märchenbuch tun, dann wird auch sie eine berühmte Prinzessin – alle werden sie gern haben und ihre Eltern (Oliver Karbus, Verena Buratti) können endlich stolz auf sie sein. So lautet zumindest der Plan…

Die Umsetzung entpuppt sich jedoch als deutlich schwieriger. Zum Glück kann Clara auf die Hilfe ihres einzigen Freundes bauen, den etwas zu klein geratenen Hofnarren Michel (Michael Kranz). Der ist zwar wenig von den Plänen der Prinzessin begeistert, aber sie im Stich lassen geht gegen seine Hofnarren-Ehre.

Doch wer bringt es schon übers Herz, einen Frosch gegen die Wand zu werfen? Und küssen alleine reicht leider auch nicht. Das führt lediglich dazu, dass überall im Schloss kleine grüne Frösche quakend umher hüpfen, was Claras Vater ganz und gar nicht gefällt. Der Wolf hat nicht nur schrecklichen Mundgeruch, er ist auch noch viel zu lieb um jemanden zu fressen. Und die Idee mit den langen Haaren, die aus einem Turmfenster hängen, ist schon ziemlich gut. Aber wer rechnet schon mit einem hungrigen Pferd, das seine Vorliebe für Prinzessinnenhaare entdeckt, nachdem es dem Prinzen Ermelin (Pascal Andres) weggelaufen ist. Kurzum: Ein Desaster folgt dem nächsten.

Das Schöne an diesem Film, der in Südtirol und Bayern gedreht wurde, ist sowohl die Natürlichkeit des Spiels der Schauspieler – allen voran Hanna Merki als Clara und Michael Kranz als Hofnarr – als auch die lineare Erzählstruktur, sodass auch die jüngsten Zuschauer der Geschichte von Prinzessin Clara und ihren märchenhaften Begegnungen folgen können. Und das ganz nebenbei die schönen Märchenklassiker der Gebrüder Grimm wieder ins Spiel kommen, freut sicher nicht nur die Vorlese-Oma. Junge und junggebliebene Filmzuschauer tauchen in die Welt der Grimmschen Märchen ein und erleben gleichzeitig die Vermittlung von Werten wie Freundschaft, Familienzusammenhalt und Selbstvertrauen.

Fazit: Der Film wird voll und ganz der fantastischen Buchvorlage von Susanne Straßer gerecht und die Stimme von Sky Du Mont als Märchenerzähler wird zur Sahnehaube auf auf diesem Märchen-Cupcake.

Kinostart: 23. Mai 2013; Regie: Steffen Zacke; FSK: ohne; Länge: 89 Min.; Verleih: Summiteer / Central Film; Link: prinzessin-film.de

 

 

 

 

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