Familienleben

So schützen Sie Ihre Familie vor einer Lippenherpes-Infektion

So schützen Sie Ihre Familie vor einer Lippenherpes-Infektion

Mit Lippenherpes bekommen es die meisten Menschen früher oder später im Leben zu tun. Entweder infizieren Sie sich im Laufe des Lebens selbst mit Herpes-Viren und haben dann immer wieder an Ausbrüchen zu leiden, oder Sie bekommen die Leidensgeschichte bei einem Freund oder Verwandten mit, der mit Herpes labialis zu kämpfen hat.

Ein Herpesausbruch an den Lippen ist sehr unangenehm für die Betroffenen. Nach dem anfänglichen Kribbeln und Jucken bilden sich recht bald die typischen Bläschen am Lippenrand, die mit hochinfektiöser Flüssigkeit gefüllt sind. Je nach Schwere leiden die Patienten dann nicht nur unter dem unvorteilhaften Aussehen, sondern auch an Schmerzen beim Sprechen, Lachen und Essen, manchmal sogar an Fieber. Zudem ist während der Zeit des Ausbruchs höchste Vorsicht geboten! Um zu verhindern, dass andere Körperareale oder Mitmenschen infiziert werden, ist ein sehr bedachter Umgang bei der Pflege der betroffenen Hautpartie nötig.

Regeln für eine erfolgreiche Vermeidungstaktik

Insbesondere wenn Sie als Familienmitglied unter Lippenherpes leiden, ist peinlich genau auf Hygiene zu achten, da gerade innerhalb der Familie in der Regel ja ein enger Kontakt besteht. Damit sich das Virus von einem Elternteil nicht auf die Kinder überträgt, sind während der gesamten Zeit des Ausbruchs – vom ersten Kribbeln bis zur vollständigen Abheilung – einige wichtige Regeln einzuhalten:

  1. Die Benutzung von gemeinsamem Geschirr, Besteck und Handtüchern ist tabu!
  2. Trägt der oder die Betroffene ein Virostatikum ohne Hilfsmittel auf oder berührt die Fieberbläschen aus Versehen, so sind die Hände unverzüglich gründlich mit Seife und warmem Wasser zu reinigen!
  3. Zudem ist natürlich der Lippenkontakt selbst strengstens zu unterlassen, d. h. das Küssen muss während dieser Zeit vermieden werden!

Zudem können Patienten im eigenen Interesse versuchen, sogenannte Triggerfaktoren von starker Sonneneinstrahlung bis hin zu psychischen Stress zu reduzieren, um die Häufigkeit der Ausbrüche und damit auch das Ansteckungsrisiko zu verringern.

Kinder umfassend aufklären

Natürlich fällt es Eltern nicht leicht, auf den Gutenachtkuss bei ihren Schützlingen zu verzichten – bedenken Sie jedoch, welche unangenehmen Momente Sie Ihren Kindern ersparen, wenn die Infektion mit HSV-1 ausbleibt. Denn: Die meisten Menschen stecken sich bereits im frühesten Kindesalter an, was jedoch zunächst unbemerkt bleibt, da es Jahre dauern kann, bis das Virus sich zum ersten Mal auf den Weg aus dem Trigeminus-Nerv zu den Hautzellen der Lippen macht.

Schützen Sie also Ihre Kinder vor der Ansteckung so gut wie möglich und klären Sie sie auch über die Ursachen und Folgen von Lippenherpes auf, damit sie selbst eigenverantwortlich und richtig handeln können, wenn die Situation es verlangt.

Kommentare anzeigen (2)

2 Comments

  1. Marion

    18. Mai 2013 in 13:59

    Und wie schütze ich mein Kind in der Krippe/ im Kiga?
    Da ist nichts zu machen. Den Leiterinnen ist sowas vollkommen egal. Die haben das ja selbst…

  2. Barbara

    18. Mai 2013 in 16:24

    Das ist eine interessante Frage! Regen Sie doch einmal einen Elternabend an, zu dem Sie einen Kinderarzt einladen, der Eltern und Erziehern Tipps gibt, wie sich sog. „Epidemien“ – Kinderkrankheiten, Läuse und eben auch Herpes – vermeiden lassen. Daraus können alle gleichermaßen einen Nutzen ziehen.

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