Familienleben

Und nach der Schule? Ein neuer Lebensabschnitt

Und nach der Schule? Ein neuer Lebensabschnitt

In wenigen Wochen ist es soweit: Die Schule wurde erfolgreich abgeschlossen. Bald starten viele mit ihrer Ausbildung oder beginnen einen Nebenjob zur Finanzierung des Studiums. Ist das erste Geld auf dem Konto, ist die Freude groß. Da fällt es am Anfang schwer, nicht alles auf einmal auszugeben. Worauf bei Konten und Versicherungen zu achten ist.

Die letzten Prüfungen sind bald geschafft, viele junge Menschen starten jetzt durch. Die meisten werden nun ihr erstes Geld verdienen – in der Ausbildung oder mit einem Nebenjob. Endlich sind sie nicht mehr auf das Taschengeld von den Eltern angewiesen. Doch mit der neuen Freiheit kommt auch eine neue Verantwortung, etwa für die eigene Finanzplanung und Risikoabsicherung. Um nicht gleich am Anfang eine Enttäuschung zu erleben, ist es sinnvoll, sich im Vorfeld ausreichend zu informieren.

Spätestens zu Beginn der Ausbildung oder beim Antritt eines Nebenjobs sollte jeder ein Konto einrichten. „Für Studenten und Auszubildende gibt es oft Girokonten mit Sonderkonditionen, wie etwa das Junge Konto der Deutschen Bank“, sagen die Experten der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). „Es fallen keine Kontoführungsgebühren an, und monatliche Mindesteingänge sind nicht notwendig.“ Ist das erste Geld auf dem Konto, ist die Freude groß. Da fällt es am Anfang schwer, nicht alles auf einmal auszugeben. Besonders Auszubildende und Studenten mit geringem Einkommen sollten ihre Ausgaben gut planen. Ein Haushaltsbuch hilft, die regelmäßigen Ausgaben im Auge zu behalten. Am Ende des Monats sollte noch genug Geld übrig sein, um Rücklagen für Unvorhergesehenes zu bilden.

Wichtige Versicherungen
Familien sollten genau überprüfen, in welchen Bereichen die Mitversicherung der Kinder wann endet. So wird für den Nachwuchs eine eigene Haftpflichtversicherung erst mit Beendigung der Ausbildung oder des Studiums fällig. Eine eigene Krankenversicherung benötigen Auszubildende und Berufseinsteiger dagegen sofort. Studenten sind bis zu ihrem 25. Lebensjahr über ihre Eltern krankenversichert, solange ihr monatliches regelmäßiges Gehalt 450 Euro nicht überschreitet. Danach können sie sich zwischen der gesetzlichen oder der privaten studentischen Krankenversicherung entscheiden.

Bereits während der Schulzeit kann man sich mit einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung absichern. Diese zahlt eine Rente, wenn der Versicherte mindestens sechs Monate keine drei Stunden am Tag mehr erwerbstätig sein kann.

Bei den Beiträgen zur Arbeitslosen- und Pflegepflichtversicherung genießen Studenten einen Sonderstatus: Arbeiten sie wöchentlich weniger als 20 Stunden, zahlen sie keine Beiträge. Einnahmen unterhalb des Grundfreibetrags, der derzeit 8.130 Euro beträgt, unterliegen nicht der Einkommenssteuer. Bafög-Empfänger sollten jedoch die Einkommensgrenze von monatlich 400 Euro nicht überschreiten.

Nebenjob mit Zukunft
Auch bei der Wahl eines Nebenjobs sollten Studenten kritisch sein. Viele verdienen sich als Kellner oder Aushilfskraft etwas dazu. Jedoch bringt das die wenigsten in ihrer Entwicklung weiter. Besser sind Jobs, bei denen sie schon Fertigkeiten für ihr späteres Berufsleben erwerben oder sich im Idealfall bereits einen Kundenstamm aufbauen können. Zum Beispiel in der Vermögensberatung. Bei vielen Beratern der DVAG etwa können junge Menschen in diese Tätigkeit neben dem Studium hineinschnuppern. Der Vorteil einer solchen selbstständigen Tätigkeit: Das Arbeitspensum kann an den Rhythmus des Studiums angepasst, in den Semesterferien erhöht und in der Klausurenzeit heruntergefahren werden. Und nach dem Studium ist der Einstieg in den Hauptberuf viel leichter.
Eine gute Vorbereitung auf das Leben nach der Schule ist eben alles.

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