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SCHIMPANSEN

SCHIMPANSEN

SchimpansenDas Team um Alastair Fothergill und Mark Linfield („Unsere Erde“) hat tief im westafrikanischen Regenwald unsere nächsten Verwandten aus der Tierwelt über mehrere Jahre in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet und gefilmt. Sie stießen auf eine Geschichte aus dem wahren Leben, die an ein Wunder grenzt: Oskar, ein Schimpansenbaby, unternimmt die ersten Schritte ins Leben. Im Schutz des Clans und umsorgt von seiner liebevollen Mutter lernt er, mit Werkzeugen umzugehen, macht sich auf Nahrungssuche und erkundet die Umgebung. Mit ihm zusammen entdecken wir das Sozialgefüge innerhalb dieser Gruppe von Großaffen, die dem Menschen so ähnlich sind und deren Lebensraum zunehmend bedroht ist – ab 9. Mai im Kino. 

 

Der Taï-Nationalpark, im Südwesten der Republik Elfenbeinküste an der Grenze zu Liberia gelegen, umfasst 5.360 Quadratkilometer rund um den Mont Nienokoue. Es ist eines der letzten westafrikanischen Gebiete mit ursprünglichem tropischem Regenwald. Bedroht wird die Region in erster Linie durch Abholzung, die Fragmentierung der Wälder und durch Wilderei, die im 20. Jahrhundert aufgrund der massiven Verbreitung von Feuerwaffen und des Ausbaus von Straßen und Waldpisten stark zugenommen hat. Seit 33 Jahren forscht Prof. Dr. Christophe Boesch, Direktor des Max-Planck-Instituts in Leipzig, an den Tai-Schimpansen. Die Forschungsarbeiten des Projekts umfassen verschiedene Themengebiete, darunter Sozialverhalten, Kommunikation und Vokalisierung, Territorialität, Vermehrung, Gefährdungen und Krankheiten, Ernährungsökologie und Werkzeuggebrauch sowie Lernverhalten und Kultur. Mit seiner Stiftung „Wild Chimpanzee Foundation“ (WCF) engagiert sich der Forscher auch für weitreichende Schutzmaßnahmen für die immer stärker bedrohten Schimpansen an der Elfenbeinküste.

Schimpansen1Vorhang auf für Oskar! Im tiefsten Regenwald der Elfenbeinküste entdeckt ein frecher, lebhafter Schimpansenjunge das Leben. Mithilfe seiner liebevollen, umsichtigen Mutter Isha und inmitten seines Clans lernt er, Werkzeuge zu benutzen, nach Essbarem zu suchen und seine Umgebung zu erforschen. Mit ihm zusammen entdecken wir die sozialen Beziehungen zwischen den großen Affen, die uns Menschen so ähnlich sind.

Auf der Suche nach Früchten, die die Schimpansen fürs Überleben brauchen, dringt eine rivalisierende Schimpansengruppe um ihren Anführer Scar in das Gebiet von Freddy, dem erfahrenen Alphamännchen unseres Clans, ein. Eine gefährliche Exkursion, die zu kämpferischen Auseinandersetzungen führt. Nach einer dieser Auseinandersetzungen wird Oskars Mutter vermisst.

Schimpansen2Der Schimpansenjunge ist von heute auf morgen allein und dem Tod geweiht. Seine einzige Hoffnung: eine Affenmutter zu finden, die ihn adoptiert. Aber alle Mütter mit eigenen Jungen weisen ihn ab. Oskar wird zusehends schwächer und verzweifelter, bis vollkommen überraschend ein Retter auftaucht, der Oskars Leben für immer verändert…


Über Monate hinweg unter extremen Bedingungen gedreht, erzählt „Schimpansen“ eine wahre, einzigartige Geschichte, die von der Natur geschrieben wurde. Denn auch in True-Life-Abenteuern geht es – genauso wie in allen anderen Filmen – um die Story. Und der Motor jeder Story sind die Hauptfiguren. „Wir hatten zu Beginn der Dreharbeiten unglaubliches Glück“, erinnert sich Regisseur Alastair Fothergill. „Wir konnten ja kein Drehbuch erstellen, also mussten wir einfach warten und beobachten, wie es unserer Schimpansengruppe so ergeht. Zuerst entdeckten wir Oskar, der einfach zum Anbeißen süß war, und dann passierten plötzlich all diese aufregenden Ereignisse und rissen seine Mutter und den Rest der Gruppe mit sich.“

„Hätten wir so etwas in ein Drehbuch geschrieben – niemand hätte uns geglaubt“, verdeutlicht Regisseur Mark Linfield. „Das waren so seltsame Episoden, die hätte sich niemand ausdenken können. Wir durften goldene Momente im Taï-Nationalpark an der Elfenbeinküste erleben und konnten sie glücklicherweise auch filmen. Ich bin unglaublich froh darüber, dass wir diese Erfahrungen mit dem Publikum von ‚Schimpansen‘ teilen können.“

Die Stars von „Schimpansen“ 
Schimpansen_OskarOskar ist ein selbstbewusster, lustiger und einfach liebenswerter Schimpansenjunge. Seine überbordende Energie und Unternehmungslust wird beim Spielen mit seinen kleinen Freunden deutlich, aber auch beim Lernen der wichtigsten Überlebensstrategien unter den aufmerksamen Blicken seiner Mutter Isha. „Wenn man Oskar das erste Mal sieht und er mit diesen wunderschönen Augen in die Kamera blickt, kann man nicht anders als staunen“, schwärmt Fothergill. „Jedes Mal, wenn wir den Film zeigen, passiert das Gleiche: Das gesamte Publikum verliebt sich vom ersten Moment an in den Kleinen.“
Doch das Leben im Regenwald ist nicht immer leicht, daher muss Oskar jede Menge lernen. Er schließt sich einem sehr besonderen und unerwartet in sein Leben tretenden Lehrer an, der ihm das Wichtigste im Leben beibringt: Liebe.

Schimpansen_IshaIsha ist Oskars fürsorgliche Mutter, die sich allein um ihn kümmert. „Die enge Beziehung der beiden ist augenblicklich spürbar“, erzählt Regisseur Mark Linfield, „und ich finde es unglaublich berührend, mit welcher Hingabe sich Isha um den Kleinen kümmert. Sie laust ihn, säugt ihn und fungiert als sein persönliches Taxi durch den Regenwald. Wie alle Mütter wird auch sie von Oskars ruheloser Energie an ihre Grenzen gebracht – so verpasst er oft wegen seiner Herumstromerei den wichtigen Mittagsschlaf. Aber sie liebt ihren Sohn sehr und würde alles für ihn tun.“

Schimpansen_FreddyFreddy ist der mächtige und respektierte Anführer von Oskars Schimpansenfamilie. Seine Aufgabe ist es, alle zu beschützen und die Gruppe zu den besten Futterplätzen zu führen. „Freddy ist ein ziemlich beeindruckendes Alphamännchen“, erklärte die berühmte Primatologin Jane Goodall nach Sichtung des Films „Sein Selbstbewusstsein und sein Durchsetzungsvermögen sind eindeutig. Selbst durch seine Art zu gehen drückt er seinen Status als Boss aus. Freddy nimmt seine Aufgaben sehr ernst und hat daher wenig Zeit für Späße.“

Schimpansen_ScarScar ist der Chef einer rivalisierenden Schimpansengruppe, die sich stets an den Rändern von Freddys Reich herumtreibt. Diese würde nur zu gerne von den leckeren Nüssen in Oskars Nachbarschaft naschen und hält Freddy durch ihre ständige Anwesenheit konstant auf Trab. „Scar ist der ideale Bösewicht“, erklärt Linfield. „Er hat ganz tolle Augen und den verlebten Look eines erfahrenen Kämpfers.“

Jean-François Camilleri, Generaldirektor von Disneynature:
„Die Idee zum Film ‚Schimpansen‘ entstand 2007, als ich Alastair Fothergill, den ‚Steven Spielberg des Naturfilms‘, kennen lernte. Obwohl er damals mitten in der Pressearbeit für seinen Film ‚Unsere Erde‘ steckte, beherrschte ihn ein einziger verrückter Gedanke. Er wollte drei Jahre im Regenwald verbringen, um in jener dunklen, gefährlichen Umgebung, die für den Menschen denkbar ungeeignet ist, das Unmögliche zu filmen: Schimpansen in ihrem angestammten Lebensraum. Ihn beflügelte die Hoffnung, dem Publikum am Ende eine starke Geschichte präsentieren zu können. Seine Idee löste bei mir sofort ein positives Echo aus: Von allen Tieren sind Schimpansen dem Menschen am ähnlichsten, vieles von dem, was sie erleben, könnten auch wir erleben, doch Filmaufnahmen von ihnen gibt es nicht viele.

2008 reiste das erste Drehteam an die Elfenbeinküste. Damit begann ein Abenteuer, das drei lange Jahre dauern sollte. Ein Abenteuer voller Dramen, intensiver Glücksgefühle und unglaublicher Bilder. Entstanden ist dabei ein ganz außergewöhnlicher Film, der uns an Orte entführt, die dem normalen Menschen und Kinozuschauer verborgen bleiben, der eine Geschichte erzählt, die so noch nie gefilmt worden ist. Und das macht ihn zu einem ausgeprägten Disneynature-Film, der sich in eine Riege von Filmen wie „Im Reich der Raubkatzen“ einreiht.

Ausgehend vom Prinzip, dass wir die Dinge, die wir kennen, besser schützen, kooperiert Disneynature mit den renommiertesten Fachleuten, um dem Publikum erstaunliche, aber authentische Geschichten zeigen zu können. Bei ‚Schimpansen‘ arbeiteten wir bereits während der Dreharbeiten mit Professor Christophe Boesch und seiner Stiftung ‚Wild Chimpanzee Foundation‘ zusammen, die in der Republik Elfenbeinküste beheimatet ist – genau dort, wo unsere Bilder entstanden sind. Disneynature wird deshalb einen Teil der Einnahmen aus dem Ticketverkauf der ersten Startwoche der ‚Wild Chimpanzee Foundation‘ zur Verfügung stellen. Außerdem haben wir mit der berühmten Primatologin Jane Goodall und ihrer Organisation, dem Jane Goodall Institut, zusammengearbeitet.“

„Ich bin überglücklich, dass Disneynature genau zum richtigen Zeitpunkt an den Start ging“, verrät Linfield, „denn unsere Geschichte hätte man nicht wirksam im TV erzählen können. Im Kino dagegen, mit dem Surround Sound, transportiert man die Leute direkt in den Dschungel. Plötzlich sitzt man einem lebensgroßen Schimpansen gegenüber und blickt ihm in die Augen. Das ist eine fantastische Erfahrung.“
„Zuallererst ist ‚Schimpansen‘ ein wunderbarer Film für die ganze Familie und ein großes Abenteuer“, erzählt Camilleri. „Ich denke trotzdem, dass die Leute das Kino ganz verzaubert und voller Ehrfurcht vor diesen unglaublichen Geschöpfen verlassen werden. Über dieses Gefühl der Verzauberung kann man beginnen, die Welt zu verändern.“

Schimpansen Einmaleins
Schimpansen3Heimat Afrika: Wilde Schimpansen leben in 17 verschiedenen afrikanischen Staaten in Waldgebieten und Graslandschaften.
Zahlen & Fakten: Erwachsene Schimpansen werden zwischen 1,20 und 1,67 Meter groß. Sie wiegen zwischen 32 und knapp 60 Kilogramm . Die Armspanne erwachsener Schimpansen beträgt das 1,5-Fache ihrer Körpergröße. Schimpansen sind Vierbeiner: Sie gehen auf ihren Knöcheln und besitzen opponierbare große Zehen. Sie werden zwischen 40 und 50 Jahre alt. Schimpansen sind hochgradig soziale Tiere und leben in Gruppen mit 15 bis 150 Mitgliedern.
Ernährung: Schimpansen decken mehr als zwei Drittel ihres Energiebedarfs mit Früchten. Außerdem fressen sie Pflanzenmark, Blüten, und Honig sowie Insekten, Nüsse und Fleisch von Tieren, die sie selbst jagen. Es ist wissenschaftlich belegt, dass Schimpansen sich den genauen Standort von hunderten früchtetragenden Bäumen in ihrem Territorium merken. Sobald die von ihnen geschätzten Nüsse reif werden, verbringen die Tiere bis zu zwei Stunden täglich damit, diese mit Hilfe von Hämmern aufzuknacken. Schimpansen benutzen Stöckchen, um Insekten aus ihren Nestern zu pulen, und setzen zerknüllte Blätter als Schwämme zum Aufsaugen von Trinkwasser ein. Manche Pflanzen scheinen die Tiere zu rein medizinischen Zwecken zu konsumieren.
Kinderstube: Weibliche Schimpansen werden mit 13 Jahren fortpflanzungsfähig. Babys wiegen bei ihrer Geburt etwa zwei Kilogramm. In den ersten fünf Lebensjahren werden Schimpansenkinder gesäugt und verbringen die Nächte im Schlafnest der Mutter. Selbst nach der Entwöhnung sind junge Schimpansen noch bis zum zehnten Lebensjahr von ihrer Mutter abhängig.
Verständigung: Schimpansen kommunizieren miteinander durch eine Vielzahl an Belllauten, Grunzern, durch Wimmern, Schreien, Gelächter und Gekreische. Grinsen drückt oft Nervosität oder Furcht aus. Aufgestellte Körperhaare signalisieren Aufregung. Dominanz über andere Schimpansen wird durch Imponierverhalten ausgedrückt, Füßestampfen und das Werfen oder Herumschleppen von Steinen oder Ästen ausgedrückt. Sind Schimpansen voneinander getrennt, bleiben sie über Distanzen von fast 1.000 Metern miteinander in Kontakt, indem sie auf Baumstämme trommeln.
Gefahren: 1960 gab es noch mehr als eine Million wildlebende Schimpansen – heute sind es nurmehr etwa ein Fünftel davon. Man rechnet damit, dass Schimpansen in den nächsten 20 Jahren in zehn Ländern aufgrund von Bejagung, Krankheiten und dem Wegfall von Lebensraum aussterben werden Schimpansen werden bisweilen von Leoparden und Löwen angegriffen – die größte Gefahr für sie geht jedoch vom Menschen aus.

Fazit: Schimpansen ist weit mehr als ein Naturfilm, er fesselt, berührt, amüsiert und erlaubt uns, an etwas teilzuhaben, das wir selbst nie entdeckt hätten. Wir sollten es schützen!

„Man hört ja viele Menschen über Naturschutz sprechen. Aber der Schutz der Arten geht nicht nur ein paar Leute etwas an. Wir sind da alle angesprochen.“ – Walt Disney

Für weitere Informationen über die „Wild Chimpanzee Foundation“ von Professor Christophe Boesch besuchen Sie bitte wildchimps.org .
Schimpansen_PlakatKinostart: 9. Mai 2013; Regie: Alastair Fothergill, Mark Linfield; FSK: ohne; Länge: 78 Min.; Verleih: Disney; Link: disney.de/disneynature/filme/schimpansen

 

 

 

 

Kommentare anzeigen (4)

4 Comments

  1. rike

    9. Mai 2013 in 11:16

    Toll

  2. J87

    19. Mai 2013 in 15:53

    Der is ja mal voll süss 😀 …. und denn Film mag ich noch viel mehr 😀

  3. Pingback: Gewinnspiel: Disneynature's "Schimpansen" auf Blu-ray | Absolut Familie

  4. Pingback: Kinotipp: Bären | Absolut Familie

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