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THOR – EIN HAMMERMÄSSIGES ABENTEUER

THOR – EIN HAMMERMÄSSIGES ABENTEUER

Wie kommt man als Teenager damit zurecht, wenn der Vater verschwunden und auch noch ein Gott ist? Der junge Thor jedenfalls greift in diesem Animationsfilm zu einem magischen Hammer und schlägt sich als Held durch den hohen Norden (Kinostart: 14. April). 

 

Eine reizvolle Idee: „Thor – Ein hammermäßiges Abenteuer“ nutzt die sagenhafte Welt der nordischen Götter als Vorlage für einen animierten Kinderfilm. Der Donnergott Thor ist im Kino allerdings schon ein alter Bekannter, schließlich spielte er bereits in den Marvel-Comicverfilmungen „Thor“ und „The Avengers“ eine schlagkräftige Rolle. Die isländisch-deutsche Koproduktion erzählt nun Thors erstes Abenteuer als Teenager.

Der junge Thor lebt zusammen mit seiner alleinerziehenden Mutter in einem Dorf im hohen Norden. Seine Mutter will, dass aus dem Jungen ein tüchtiger Schmied wird. Aber Thor hat keine Lust, löchrige Töpfe zu flicken – er möchte viel lieber ein großer Krieger werden. Denn Thor ist der Sohn von Odin, dem König der Götter. Leider zeigt der göttliche Vater wenig Interesse an seinem irdischen Sprössling. Und seine Regierungsgeschäfte vernachlässigt der weise Alte lieber zugunsten ausschweifender Partys in seiner Götterstadt Walhalla.

Eines Tages fällt ein Hammer vom Himmel und Thor direkt vor die Füße. Dieser Hammer ist kein normales Werkzeug: Er kann sprechen! Und wie. Und wenn er richtig geschwungen wird, verwandelt er sich in eine mächtige Waffe. Dass der Hammer nicht nur in der Schmiede nützlich sein kann, bemerkt Thor aber erst, als es fast zu spät ist. Nämlich erst, als Hel, die böse Herrscherin der Unterwelt, Thors Dorf überfällt und die Bewohner verschleppt.

Thor entdeckt die magischen Fähigkeiten des Hammers und startet eine Rettungsmission. Ob er mit dieser Heldentat auch seinen Vater beeindrucken kann?

„Thor – Ein hammermäßiges Abenteuer“ ist die kindgerechte Adaption einer nordischen Heldengeschichte. Der junge Thor ist ein netter Bursche: ein gutherziger Träumer, der sanft gegen seine Mutter rebelliert und versucht, sein Leben in die eigene Hand zu nehmen. Sein größter Wunsch ist es, endlich seinen Vater kennenzulernen und von seinem Erzeuger respektiert zu werden. Auch Halbgötter haben also ganz normale menschliche Probleme. Götter übrigens auch: Der mächtige Odin jedenfalls ist alles andere als ein mustergültiger Herrscher. Der weise Mann gibt sich zwar eisenhart, kümmert sich aber kaum um seine Untergebenen, es sei denn, er lässt sich durch eine reichhaltige Opfergabe bestechen.

Die Geschichte ist gradlinig und nachvollziehbar erzählt, die Welt sonnenklar nach Gut und Böse aufgeteilt, die Hauptfiguren sind durchweg sympathisch. Dazu zählt auch der magische Hammer, der wohl lustigste Geselle des Films: Der kleine Kerl klopft pausenlos Sprüche.

Bei einer vergleichsweise kleinen Produktion wie dieser darf allerdings kein Zuschauer erwarten, mit opulenter Optik und ausgefeilten Animationen unterhalten zu werden. Die 3D-Effekte sind etwas flau geraten, die Hintergründe wenig detailreich gestaltet. Kleine Hänger in der Handlung werden allzu oft mit einem leicht nervigen Soundtrack gestopft.

Fazit: Der Film führt ganz junge Zuschauer humorvoll in die Welt der nordischen Mythologie ein, zeigt, dass auch Götter nicht unfehlbar sind und bietet mit dem jungen Thor eine prima Identifikationsfigur.

Kinostart: 11. April; Regie: Oskar Jonasson, Gunnar Karlsson, Toby Genkel; FSK: ab 0; Länge: 87 Min.; Verleih: Koch Media; Link: www.thor-der-film.de

 

 

 

 

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