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BEAUTIFUL CREATURES – EINE UNSTERBLICHE LIEBE

BEAUTIFUL CREATURES – EINE UNSTERBLICHE LIEBE

Die am 4. April in den deutschen Kinos startende magische Liebesgeschichte zwischen einem ganz gewöhnlichen Jungen und einem ganz besonderen Mädchen basiert auf dem Bestseller „Sixteen Moons – Eine unsterbliche Liebe“ von Kami Garcia und Margaret Stohl. Regisseur Richard LaGravenese verzaubert in der aufwändigen Verfilmung mit den Jungstars mit Alden Ehrenreich und Alice Englert und einem beeindruckenden Cast aus den Oscar-Preisträgern Jeremy Irons und Emma Thompson sowie der Oscar-nominierten Viola Davis und der Golden Globe-nominierten Emmy Rossum eine neue Generation von Fantasy-Fans und entführt sie in eine mystische Welt, die so nahe neben der unsrigen existiert und doch unerreichbar scheint…

 

Teenager Ethan Wate (Alden Ehrenreich) hat das langweilige Leben in Gatlin, einer Kleinstadt in South Carolina extrem satt. Deshalb will er möglichst schnell die High School hinter sich bringen, um dann die weite Welt zu erkunden. Sein Traum: New York. Sein ständig wiederkehrender Alptraum jedoch, der ihn jede Nacht heimsucht: Verzweifelt versucht er ein Mädchen zu retten, das in großer Gefahr schwebt. Doch immer wieder scheitert er und wacht schweißgebadet auf, ohne zu wissen, wer die Unbekannte ist.

Umso überraschter ist er, als sie plötzlich als neue Schülerin in seine Klasse kommt. Lena (Alice Englert) ist die Nichte des rätselhaften Gutsbesitzers Macon Ravenwood (Jeremy Irons), um den sich in Gatlin jede Menge Gerüchte ranken. So begegnet man auch Lena mit offener Feindseeligkeit. Allen voran setzt besonders die konservative Mrs. Lincoln (Emma Thompson) – Mutter von Ethans bestem Freund Link (Thomas Mann) – alle Hebel in Bewegung, um das Mädchen aus der Stadt zu vertreiben.

Ethan verliebt sich sofort und trotz der Warnungen von Amma (Viola Davis), Freundin und Vertraute von Ethans verstorbener Mutter, in die geheimnisvolle Außenseiterin, ohne zu wissen, dass sie ein düsteres Geheimnis verbirgt: Denn Lena stammt aus einer Familie von Castern  – von den Menschen oft als Hexen oder Zauberer bezeichnet – und besitzt übernatürliche Kräfte, die sie immer weniger kontrollieren kann.

Obwohl auch Lena sich nichts sehnlicher wünscht, als in Ethans Nähe zu sein, beschwört sie ihn, sich von ihr fernzuhalten. Denn bald, an ihrem sechzehnten Geburtstag, wird Lena berufen und dann wird sich – scheinbar ohne eine Möglichkeit, darauf selbst Einfluss nehmen zu können – entscheiden, ob sie auf die helle oder die dunkle Seite der Magie übertritt. Eine Entscheidung, die alle, die sie liebt, in tödliche Gefahr bringen wird, wie Lena es aus dem Schicksal ihrer Cousine Ridley (Emmy Rossum) weiß, die auf die dunkle Seite wechselte und nun, zu allem Übel, ihre Fühler nach Ethan ausstreckt…

Wer nun, in Befürchtung eines weiteren Versuchs dem „Twilight“-Hype zu folgen, entnervt aufstöhnt, dem sei geraten, seine Bedenken beiseite zu schieben und sich zunächst einmal auf eine gut konstruierte Geschichte mit erstklassiger Besetzung einzulassen, die vor allem, oberflächlich betrachtet, mit einer exzellenten Ausstattung glänzt. Und wenn man sich bisweilen fragt, warum alles im „James Dean“-50er Jahre-Look gehalten ist, die Geschichte aber vollständig im Hier und Jetzt stattfindet, dann findet man die Erklärung vielleicht in jener Eingestaubtheit einer kleinen Gemeinde von Südstaatlern, die sich durch nichts und niemanden von ihrer konservativen Sichtweise abbringen lässt.

In erster Linie jedoch glänzt „Beautiful Creatures“ durch das Aufgreifen des „Teenager-Feelings“, dem Bedürfnis, alles anders zu machen und sich gegen das Bestehende aufzulehnen. Und das gelingt Regisseur Richard LaGravenese mit seinen beiden Hauptdarstellern Alden Ehrenreich und Alice Englert so gut, dass die Fähigkeit, bei aufkeimender Wut Scherben zerbersten zu lassen, fast zu rufen scheint: „Wenn du nur willst, schaffst du alles!“

Das Verweben mit einer Fantasy-Geschichte, die weder blutleer noch werwolfs-tumb daher kommt, sondern die Andersartigkeit mit Harry Potter-Magie und einem ziemlich schrägen Familienclan wieder ins Spiel bringt, ist recht schlau – und sehr ansehnlich. Die Auswahl der Schauspieler mit Jeremy Irons („Nachtzug nach Lissabon„), Emma Thompson („Eine zauberhafte Nanny„, „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes„), Viola Davis („The Help„) und einer wahrhaft bezirzenden Emmy Rossum („Das Phantom der Oper“, „The Day After Tomorrow“) schreit nicht nur nach einer Fortsetzung, sondern hält auch nette Überraschungen parat – hier ist wirklich niemand das, was er zunächst glauben macht zu sein.

Fazit: Der „Twilight“-Nachfolger ist gefunden, nur hat er einiges mehr zu bieten als nur das unendliche Verlangen von pubertierenden Mädchen nach dem perfekten Mann!

Kinostart: 4. April 2013; Regie: Richard LaGravenese; FSK: ab 12 Jahren; Länge: 124 Min.; Verleih: Concorde; Link: beautifulcreatures-derfilm.de





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