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VOLL ABGEZOCKT

VOLL ABGEZOCKT

Die moderne Technik macht’s möglich: Durch Identitätsklau und kopierte Kreditkarten wird so mancher großzügige Shoppingtrip finanziert. So macht’s auch Melissa McCarthy in Hollywoods neuestem Comedy-Streifen. Aber das Opfer ihrer Machenschaften kommt ihr auf die Schliche – es beginnt eine wilde Jagd auf die Identitätsdiebin – ab 28. März im Kino.

Sandy Bigelow Paterson (Jason Bateman) führt ein äußerst durchschnittliches Leben. Er hat Frau und zwei Kinder und arbeitet in der Buchhaltung einer großen Finanzfirma. Doch eines Tages gerät sein beschauliches Leben aus den Fugen – plötzlich ist seine Kreditkarte gesperrt, die Polizei sucht nach ihm. Als die Beamten ihm das Fahndungsfoto zeigen, wird allerdings schnell klar: Es handelt sich um Identitätsdiebstahl. Denn die Person auf dem Foto heißt zwar angeblich ebenfalls Sandy Bigelow Paterson, ist aber eine Frau (Melissa McCarthy).

Sandy – der Echte – macht sich auf den Weg nach Florida wo Sandy – die Falsche – sich mit kopierten Kreditkarten ein schönes Leben macht. Aber damit soll nun Schluss sein: Sandy will die Kriminelle dingfest machen und der Polizei übergeben.

Die eigenwillige Diana, wie sie richtig heißt, ist nicht allzu schwer einzufangen. Schon bald sitzt sie – wenn auch widerwillig – neben Sandy im Auto auf dem Weg in seine Heimatstadt. Doch da hat das Betrugsopfer die Rechnung ohne ein Paar andere wütende Zeitgenossen gemacht. Ein Kopfgeldjäger macht Jagd auf Diana und ein Drogendealer-Ring hat auch noch eine Rechnung offen mit ihr.

So wird die Reise von einigen Turbulenzen überschattet. Bei aufregenden Verfolgungsjagden und in so manch brenzlicher Situation lernen sich Sandy und Diana besser kennen, als ihnen zunächst lieb gewesen wäre. Denn eigentlich sind die beiden sich, situationsbedingt, alles andere als grün. Aber vielleicht hat Diana ja trotz höchst krimineller Tendenzen doch noch eine gute Seele?

Melissa McCarthy fiel bisher nur in Nebenrollen auf. In Filmen wie „Brautalarm“ oder „Immer Ärger mit 40“ waren ihr sämtliche Lacher in kurzen Sequenzen immer sicher. Kein Wunder, dass die Filmfabrik jetzt auf die Comedy-Schauspielerin in einer Hauptrolle setzt. Tatsächlich verkörpert McCarthy die shoppingsüchtige, leicht frustrierte Identitätsdiebin perfekt. Jason Bateman, der gerne mal für die Rolle des gewöhnlichen Hausmannes besetzt wird („Kill the Boss„, „Wie ausgewechselt„), ergänzt das Bild in dieser Hinsicht perfekt.

„Voll Abgezockt“ ist kein Film anspruchsvollen Humors. Witzig sind die Szenen am Anfang – der Zuschauer lernt Diana bei einer ihrer ausschweifenden Einkaufstouren kennen und darf sich Hoffnungen auf den bewährten Witz von Melissa McCarthy machen. Aber: Falsch gedacht. Im Laufe des Films mehren sich Fäkalhumor und flache Witze. Wieso der Comedy-Streifen dann schließlich soviel Action braucht, ist schleierhaft. Die Chemie zwischen den Hauptdarstellern stimmt – da wären quietschende Reifen und scharf schießende Drogen-Gangster eigentlich nicht nötig gewesen.

Kinostart: 28. März 2013; Regie: Seth Gordon; FSK: ab 12 Jahren; Länge: 107 Min.; Verleih: Universal; Link: voll-abgezockt

 

 

 

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