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OSTWIND

OSTWIND

Das Aufeinandertreffen eines unzähmbaren Hengstes und eines rebellischen Teenagers kann jede Menge Zündstoff entstehen lassen – oder eine ganz besondere Freundschaft! Die 14-jährige Mika ist in der Schule durchgefallen und wird zur Strafe von ihren Eltern auf Omas Reiterhof ausquartiert. Obwohl das Mädchen eigentlich keinerlei Interesse an Pferden hat, spürt sie sofort die magische Verbindung zum wilden Hengst namens Ostwind. Ein spannendes Abenteuer beginnt und Mika gelingt es nach und nach, das Pferd zu zähmen – ab 21. März im Kino.

 


Mika (Hanna Binke) ist außer sich vor Wut. Weil sie die Versetzung in die nächste Klasse nicht geschafft hat und obendrein mit ihrer Freundin aus Versehen das Auto ihres Lehrers abgefackelt hat, verkünden ihre Eltern (Nina Kronjäger und Jürgen Vogel) eine Planänderung: Statt Feriencamp heißt es nun, den ganzen Sommer lang zu büffeln – und das ausgerechnet auf dem Pferdegestüt ihrer strengen Großmutter Maria (Cornelia Froboess).

Obwohl Mika keine Ahnung von Pferden hat, hat sie dort ganz andere Dinge im Kopf, als sich hinter Büchern zu verstecken und sich vom Stallburschen Sam (Marvin Linke) bewachen zu lassen. In der dunkelsten Box des Pferdestalls findet sie den wilden und scheuen Hengst Ostwind. Weder Michelle (Marla Menn), die beste Springreiterin am Hof, noch Mikas Großmutter können das gefährliche Pferd bändigen. Magisch angezogen von dem nervösen Tier, schleicht sich Mika trotz aller Warnungen heimlich in den Stall.

Das ist der Beginn einer ungewöhnlichen Freundschaft, denn Mika entdeckt dabei ihre wahre Leidenschaft und ganz besondere Gabe: Sie versteht die Sprache der Pferde! Wird sie es schaffen – entgegen aller Widerstände – Ostwind zu zähmen?

Weite Landschaften, ein eigensinniges Pferd und ein ungewöhnliches Mädchen. Mit „Ostwind“ kommt ein außergewöhnliches Pferdeabenteuer von Regisseurin Katja von Garnier in die Kinos. Darin spielt Hanna Binke ihre erste Hauptrolle in einem Kinofilm, obwohl sie bis kurz vor Drehstart noch nie auf einem Pferd gesessen hat. Um sich auf den Dreh vorzubereiten, schwang sich Hanna drei Monate lang nach der Schule in den Pferdesattel.

Mit ihrer Rolle in „Kriegerin“, dem vielbeachteten und beim Deutschen Filmpreis ausgezeichneten Drama, legte sie eine beeindruckende Darstellung hin, die ihr die Türen zum „Ostwind“-Casting öffnete: „Katja von Garnier hatte mich in Kriegerin gesehen und war ganz begeistert, obwohl ich eigentlich nur in einer Szene des Films zu sehen bin. Ich wurde zum Casting eingeladen und war tatsächlich die einzige, die nicht reiten konnte – das war eigentlich eine Voraussetzung“, erzählt Hanna. Ein Glück, dass sie keine Angst vor dem Reiten hatte und einen natürlichen Umgang mit Pferden an den Tag legte.  

Zum Kinostart konnten die Facebook-Fans von „Ostwind“ Fragen an die Pferde- und Natural-Horsemanship-Expertin Sigrid Schneider stellen. Im Faninterview teilt die Pferdeflüsterin ihre wertvollen Erfahrungen, die sie im jahrelangen Umgang mit den Tieren gemacht hat:

1. Wie fördert man das Vertrauen des Pferdes in den Menschen und das Vertrauen des Menschen in das Pferd?
Das Pferd wird uns vertrauen, wenn es versteht, dass wir ihm nichts Böses wollen. Wichtig ist es deshalb, viel Zeit mit dem Pferd zu verbringen. Zeit, in der wir erstmal nichts wollen: Forderungsfreie Zeit. Vielen fällt es schwer, eine Stunde einfach nur bei den Pferden zu sein. Aber Pferde  können niemandem vertrauen, der ganz zerstreut ist und gar nicht wirklich wahrnehmen kann, was los ist. Auch Mika verbringt im Film „Ostwind“ mit ihrem Pferd forderungsfreie Zeit.

2. Wie lerne ich Horsemanship? Hab schon so viel davon gehört und nichts hat geklappt.
Generell ist die Teilnahme an Kursen – auch als Zuschauer – eine gute Sache um die Praxis zu lernen. Heute gibt es auch viele gute Lehrmedien. Tatsächlich spricht man von einem „Natural Horsemanship Studium“, da es ein großes Thema ist, das sich nicht eben mal schnell erlernen lässt. Wenn ihr Natural Horsemanship lernen wollt, müsst ihr engagiert und hartnäckig an der Sache dran bleiben.

3. Kann man sich Horsemanship auch selber beibringen?
Ja und nein. Bis zu einem gewissen Grad können sich manche Menschen das selber beibringen. Aber Natural Horsemanship hat den Anspruch, ein ganzheitliches System zu sein. Alle großen Pferdeflüsterer haben Vorbilder und Lehrer. Hier hat keiner das Wissen einfach nur aus sich selbst geholt oder durch Pferdebeobachtung erworben.

4. Wie macht man Horsemanship mit einem Pferd?
Um diese Frage zu beantworten, müsste ich ein Buch schreiben, denn so groß ist dieses Thema. Man muss ein freundschaftliches Verhältnis zu seinem Pferd aufbauen, gleichzeitig aber bereit sein, die Führung zu übernehmen. Außerdem braucht man eine Menge Wissen, wie Pferde als Flucht- und Herdentiere „ticken“.

5. Wie akzeptiert mich mein Pferd als Herdenführer und wie komme ich mit ihm auf einen Nenner?
Pferde spielen miteinander ein großes Spiel um die Rangordnung, und das heißt: „Wer bewegt wen?!“. Das ranghöhere Pferd bewegt das rangniedere Pferd. Es ist deshalb viel geholfen, wenn wir uns von unserem Pferd nicht  als erstes bewegen lassen. Und dann ist es natürlich wichtig, dass wir unser Pferd weichen lassen können – mit wenig Druck und auch von weiter weg, so wie ein souveränes Chefpferd das tun kann.

6. Wir haben ein Pferd, das extrem scheu ist und nur sehr langsam Vertrauen aufbaut. Was kann ich tun, um ihm mehr Sicherheit zu geben?
Zum einen solltet ihr forderungsfreie Zeit mit dem Pferd verbringen. Zum anderen solltet ihr es gezielt an viele verschiedene angsteinflößende Dinge gewöhnen. Dadurch bekommt es neben mehr Vertrauen in euch auch mehr Selbstsicherheit.

7. Was kann ich tun, wenn das Pferd zu unruhig und nervös ist?
Dann musst du einen Schritt zurückgehen. Überlege dir, wie du die Situation üben kannst, ohne die Emotionen deines Pferdes gleich ins „off“ zu schießen. Oft sind wir zu unsensibel und bekommen gar nicht mit, dass unser Pferd schon Minuten vorher angekündigt hat, dass es Angst bekommt.

8. Wie kann ich mein Pferd mehr zum Arbeiten motivieren und ihm zeigen, dass ich es zu nichts „zwingen“ möchte?
Nun, manchmal ist ein kleiner Schubs schon nötig, um unmotivierte Zeitgenossen in Gang zu bekommen (das gilt nicht nur für Pferde). Richtig motiviert sind Pferde erst dann, wenn auch sie selbst einen Sinn hinter der entsprechenden Aufgabe sehen können. Wenn z.B. eine Entwicklung stattfindet, die ihnen hilft, mutiger oder geschickter, denkender oder ausgeglichener, souveräner oder athletischer zu werden.

Kinostart: 21. März 2013; Regie: Katja von Garnier; FSK: ohne; Länge: 105 Min.; Verleih: Constantin Film; Link: ostwind-film.de

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