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DIE CROODS

DIE CROODS

Nach „Shrek“ und „Madagascar“ kommt am 21. März das neue, lustige 3D-Abenteuer für die ganze Familie mit lauter verrückten Charakteren und ausgefallen Kreaturen von Dreamworks Animations in unsere Kinos. „Die Croods“ bietet eine abenteuerliche Steinzeitgeschichte über eine Familie, die erstmals das einzige ihnen bekannte Zuhause verlässt und aufbricht in eine neue, fantastische Welt, die man so noch nie gesehen hat.


Die Croods sind die letzten Überlebenden der prähistorischen Ära und befinden sich in einer Zeit, in der Mutter Natur noch viel mit Artenvielfalt und Entstehung experimentierte. Als die vertraute und schützende Höhle, die ihnen seit jeher als Heim gedient hat, komplett zerstört wird – ebenso wie bald darauf der Rest der Welt – müssen sich die Croods auf ihren ersten Road Trip begeben. Wobei man hier bei dem Wort „Road“ eher von Pfad als von Straße sprechen muss. Die seismischen Erschütterungen sind dabei ebenso heftig wie der Generationskonflikt innerhalb der Familie. Hinzu kommt, dass die Croods entdecken, dass diese neue Welt von fantastischen Kreaturen und außergewöhnlicher Pflanzen bevölkert wird – und ihre Zukunft ganz anders aussieht, als sie sich das je hätten erträumen können.

Die Strukturen innerhalb der Crood-Familie – und wir sprechen hier von einem Clan, der vor ein paar Millionen Jahren lebte – unterscheiden sich kaum von denen, wie man sie heute kennt. Papa Grug (Stimme: Uwe Ochsenknecht) ist ein Patriarch alter Schule, der die Hand schützend über seine Frau und die drei Kinder hält. Seiner extremen Wachsamkeit ist es zu verdanken, dass der Familie noch nie etwas zugestoßen ist. Das ist einerseits sehr angenehm und nobel, andererseits fehlt dem Leben jeglicher Thrill, sprich, bei den Croods langweilt man sich fast zu Tode. Grugs starke und pflichtbewusste bessere Hälfte, Ugga, hat sich damit abgefunden, dass ihr Gatte nach dem Motto „Neugierde ist schlecht“ lebt; ebenso wie ihr gemeinsamer Sohn Thunk, der sich als übervorsichtiger Angsthase bestens mit dem Status Quo arrangiert hat. Anders sind da die lebhafte Schwiegermutter Gran, die nie aufhört, Grug zu piesacken, und das beinharte, höchst animalisch-temperamentvolle Baby Sandy. 

Bleibt als letztes Familienmitglied der „rebellische“ Teenager – und da stellt sich gleich die Frage, ob es überhaupt eine andere Art dieser Spezies gibt. Eep (Stimme: Janin Reinhardt) heißt die junge Dame, die sich mit elterlicher Autorität nicht abfinden möchte. Während Vater Grug strikt auf Überleben fokussiert ist, möchte seine Tochter leben. Sie interessiert sich für die Dinge, die jenseits der sicheren Höhle passieren und übertritt dauernd die Regeln des Papas. Sie hat sogar einen eigenen Felsvorsprung, auf dem sie schläft, während der Rest der Familie sich aufeinander stapelt, wenn es Zeit zum ins Bett gehen ist.

Und nun zwingen plötzliche verheerende Ereignisse die Croods, ihre ausgetretenen Pfade zu verlassen. Sie müssen ihre Art zu leben überdenken. Sie treffen auf den einfallsreichen  jungen Nomaden Guy (Stimme:  Kostja Ullmann), dessen Entdeckungen – Feuer beispielsweise… und Schuhe – das Weltbild der prähistorischen Familie gewaltig erschüttern. Dabei zeigt sich fast die ganze Familie Crood – allen voran Eep –  offen für Guys Ideen und Visionen. Vor allem für diesen Ort, den er das „Morgen“ nennt. Nur Grug ist davon wenig begeistert. Er sieht schon eine neue Katastrophe kommen. Eine Riesenkatastrophe: diesen „gefährlichen“ jungen Mann, vor dem er Eep unbedingt schützen muss.

Schnell wird den Croods klar, dass sie bald Geschichte sein werden, wenn sie sich nicht weiter entwickeln – und dass sie das Wichtigste, was man zum Überleben braucht, bereits haben: einander.

„Die Croods“ ist eine fantastisch-turbulente 3D-Komödie, auf der die Zuschauer die erste moderne Familie der Welt auf dem größten Abenteuer ihres Lebens begleiten. Jede Reise bringt Entdeckungen mit sich – und bei den Croods’ gibt’s jede Menge „erste Male“. So sieht sich die Familie unter anderem zum ersten Mal mit einem Road Trip, Feuer, Schuhen, einem Haustier sowie einem Handy – na ja, in diesem Fall einer Muschel – konfrontiert. Dazu kommen der erste Witz, die erste Sonnenbrille und die erste Midlife-Crisis. In „Die Croods“ geht’s vor allem um Familie. „Natürlich waren alle Komödienelemente schon bei der Entwicklung des Films da,“ sagt Regisseur und Drehbuchautor Chris Sanders, „aber wenn man all die Dinge weglässt, die in unserem modernen Leben so wichtig sind – Arbeit, Autos, Verantwortung – bleibt das, was wirklich zählt: Familie und Freunde.“

Und dieses Thema behandelt die Animationskomödie mit einer ebensolchen Frische und Dynamik, wie sie es auch an Einfällen zur Flora und Fauna einer neu entstehenden Welt keine Sekunde mangeln lässt. Wahrscheinlich muss man den Film mehrfach gesehen haben, um wirklich all diese kleinen, witzigen Details erfassen zu können, die dem Zuschauer, ob Groß oder Klein, ständig ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Ein Charakter aus dem Tierreich sei hier aber noch besonders hervorgehoben – denn auch bei „Die Croods“ geht es nicht ohne das Faultier. Anders als in „Ice Age“, wo Riesenfaultier Sid nicht nur an den Nerven von Mammuts und Säbelzahntigern sägt, macht der kleine „Klammer“ als „Gürtel“-Haustier von Guy seinem Namen alle Ehre und wird sich wohl auch in die Herzen aller Kinozuschauer singen.

Von einem Bedürfnis nach erdgeschichtlicher Korrektheit sollte man sich bei dieser rasanten „Flintstone“-Action jedoch schleunigst verabschieden. Und sollten nach dem Kinobesuch Fragen aufkommen, wie denn ein Maya-Junge, dem Guy nicht unähnlich ist, zu den Neandertalern kommt, oder warum ein plötzlich trocken gelegter Meeresboden trotz sengender Tropensonne noch immer quietschfidele Seesterne und Fische beherbergt, dann gibt der Film doch Anlass für den nächsten Familienausflug, nämlich in ein Naturkunde-Museum, ein Museum für Erdgeschichte, ein geologisch-paläontologisches Museum…

Lustige Malvorlagen gibt es hier, hier, hier und hier

Kinostart: 21. März 2013; Regie: Chris Sanders, Kirk De Micco; FSK: ohne; Länge: 90 Min.; Verleih: Fox; Link: diecroods.de


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