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Fantasiereisen für Kinder

Fantasiereisen für Kinder

Am 22.März veröffentlicht das Label „fantasiereisenhören“ der Phoenix Music Group nach dem großen Erfolg ihres gleichnamigen Erstlings neue „Fantasiereisen für Kinder“ im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren. „Fantasiereisen für Kinder Vol. 2“ ist eine CD zum Träumen, Entspannen und Kraft tanken.

Kleine Geschichten entführen mit „Fantasiereisen für Kinder Vol. 2“ aus dem Schulalltag in angstfreie, schöne Traumlandschaften voller Geborgenheit und Wärme, in denen das Selbstbewusstsein der Kinder gestärkt wird. Zusätzlich trainieren die Fantasiereisen die bildliche Vorstellungskraft.

Insgesamt fünf dieser kleinen Abenteuer, die ca. 10 bis 15 Minuten lang sind, nehmen Kinder mit auf eine Reise, die angenehme Bilder suggeriert und durch eine meditative Musikkomposition sowie passende Naturgeräusche untermalt ist. Das Autorenteam aus dem Vorgänger, Andreas Kuhlmann und Andres Hubmann, haben ihre Erfahrungen auch in den neuen Wurf mit eingebracht.

Neu ist, dass die Reisen von einem Profi-Sprecher gelesen werden, dem renommierten Schauspieler Christian Tasche, der vielen als Staatsanwalt von Prinz aus dem Kölner „Tatort“ bekannt sein dürfte. Seiner klangvollen, warmen und freundlichen Stimme vertraut man sich gerne an und folgt ihr gespannt in jedes der fünf Abenteuer.

Zu Beginn führt die Reise auf eine bunte Blumenwiese. Von einem schönen Schmetterling begleitet, geht der Ausflug zu Pferde weiter, ein „Ritt mit dem Pony“. Das zweite Abenteuer heißt „Der Regenbogen“ und genau dort gelangt der Hörer hin. Man kann den Regenbogen sogar besteigen und die Welt von oben ansehen. Der dritte Fantasieausflug hält einen „Besuch im Zirkus“ parat sowie die Freundschaft zu einem kleinen Elefanten und einem freundlichen Zirkusmädchen. Beide nehmen einen mit in die Manege und führen den Hörer durch ihre bunte Welt voller Akrobaten, Clowns und exotischer Tiere.

Die nächste Episode beginnt in einer behaglichen Blockhütte an einem „Schneenachmittag“. Aber es dauert gar nicht lange, bis man unter freiem Himmel und wirbelnden Flocken eine ausgelassene Schlittenfahrt unternimmt. Zum krönenden Abschluss führt die Reise in einen wunderschönen Wald, in dem man einen feurigen Sonnenuntergang erlebt und dabei ist, wie ein prächtiger Nachthimmel aufzieht, an dem es unzählige „Sternschnuppen“ zu beobachten gibt.

Mit jeder Geschichte laden die „Fantasiereisen für Kinder Vol. 2“ ihre jungen Hörer zum Träumen und Entspannen ein. Sie bieten eine ganz einfache Technik sich vom Schulalltag zu entlasten. Durch die beruhigende Wirkung tanken die Kinder Freude und Energie. Zusätzlich schulen sie das bildliche Vorstellungsvermögen. Es ist vollkommen unbedenklich die Kinder mit dieser CD allein zu lassen. Aber sollten sich die Eltern einmal die Zeit nehmen die  Fantasiereisen gemeinsam mit Ihren Kindern zu hören, werden sie am Ende eine Menge über die eigene innere Welt und die des Kindes erfahren. Denn jede Reise ist ein individuelles Erleben und der Austausch darüber kann sehr spannend und aufschlussreich sein.

Trackliste:
1.            Ritt auf einem Pony (9:35)
2.            Meditationsgong
3.            Der Regenbogen (14:38)
4.            Meditationsgong
5.            Ein Besuch im Zirkus (10:32)
6.            Meditationsgong
7.            Nachmittag im Schnee (9:40)
8.            Meditationsgong
9.            Sternschnuppen (10:54)
10.         Meditationsgong

FANTASIEREISEN FÜR KINDER VOL. 2, veröffentlicht von fantasiereisenhören, einem Label der Phoenix Music Group im Vertrieb von H’art Musik, Altersempfehlung: 5 – 12 Jahre, 1 Audio-CD, Gesamtspielzeit: ca. 55 Minuten, ca. 15 Euro.

Interview  mit Christian Tasche
Der Schauspieler Christian Tasche ist im öffentlich rechtlichen Fernsehen auf  Chef-Rollen abonniert.  In der ZDF Serie „Die Rettungsflieger“ spielt er Oberstarzt Dr. Kettwig. Im Kölner Tatort der ARD gibt er den Staatsanwalt  von Prinz und ist Vorgesetzter von Ballauf und Schenk. Natürlich kann er auch ganz anders. Bevor Christian Tasche sein Hobby zum Beruf machte und Schauspieler wurde, studierter er Sozialpädagogik. Seine Diplomarbeit schrieb er über die Geschichte des Kinder und Jungendtheaters. Sein praktisches Jahr absolvierte er am Kinder und Jugendtheater Dortmund.
Nach einem Jahr war der Wechsel vom Soz.Päd. zum Schauspieler längst vollzogen. Den studierten Beruf hat er nie ausgeübt, aber auf der Bühne steht er heute noch. Sehnt er sich zurück nach den Wurzeln?

C.T.: „Weihnachtsmärchen sechs Wochen lang und das drei Mal am Tag? Nein, danke. Als ich anfing die Vaterrollen zu übernehmen, wusste ich, dass es für mich Zeit war zu gehen.  Aber das Publikum vermisse ich manchmal schon. Man weiß bei Kindern haargenau, woran man ist. Die sind gnadenlos ehrlich.“

Wie kam es zu Ihrer Mitarbeit an den Fantasiereisen für Kinder?  Musste man sie dazu groß überreden?

C.T.: „Nein gar nicht. Ich selbst mache Autogenes Training, wenn ich runter kommen und abschalten will. Ich weiß, wie gut das funktioniert. Warum sollen sich nicht auch Kinder dieser Technik bedienen, vor allem, weil es so spielend einfach geht. Dem leihe ich gerne meine Stimme.“

Was hat Sie daran gereizt, die Aufgabe zu übernehmen, die Fantasiereisen für Kinder zu lesen? Was sollte ein Schauspieler dafür mitbringen?

C.T.: „Ein bisschen Sprachgestaltung sollte man schon draufhaben und man sollte wissen, was man mit dem Text, den man liest, bezweckt. Wenn man  Kindern wie bei den Fantasiereisen Ängste nehmen und sie beruhigen möchte und ihnen darüber hinaus Selbstvertrauen schenken will, dann muss man das in seine Stimme legen.“

Und wie macht man das?

C.T.: „Ich glaube, das hat man mir in die Wiege gelegt. Ich habe das schon von vielen gehört, dass ich eine beruhigende Stimme hätte. Es kommt aber auch aus meiner Kindheit. Ich war als Kind viel krank, hatte eine Mandelentzündung nach der anderen. Meine Mutter hat mir in der Zeit viel vorgelesen. Das hat mich einerseits von der Krankheit abgelenkt,  mir aber darüber hinaus auch viel gegeben. Es hat mir auch gezeigt, dass man mit seiner Stimme verzaubern kann. Die Stimme wird zum Instrument wenn einem der Körper zum Ausdrücken von Emotionen nicht zur Verfügung steht. Ich bin viel mit szenischen Lesungen unterwegs. Auch wenn ich dabei sitze, gehe ich mit dem ganzen Körper mit. Man muss die Geschichten mit der Stimme lebendig gestalten.“

Wäre das auch etwas für ihre eigenen Kinder?

C.T.: „Eher nicht. (lacht.) Meine Söhne sind 26 und 31, denen lese ich nichts mehr vor.“

Wie stimmen Sie sich darauf ein, wenn Sie so etwas wie die Fantasiereisen für Kinder lesen sollen? Treffen Sie irgendwelche Vorbereitungen. Was passiert in ihrem Kopf?

C.T.: „Egal mit welchen Texten, ich arbeite mit denen und lese mich ein. Wie ist die Dramaturgie? Wo muss ich betonen? Wo muss ein Lächeln in die Stimme? Wo darf auf keinen Fall Angst aufkommen, wo muss ich beruhigen. Überall da mach ich mir Zeichen. Wellenlinien für dies, Unterstriche für das, usw.“

Wenn Sie auf so eine Fantasiereise geschickt würden, wer sollte die für Sie lesen und wohin soll die Reise gehen?

C.T.: „Oh, dann möchte ich, glaube ich, in die Karibik und dahin bringen soll mich Otto Sander, der ist  ein großes Vorbild von mir, ein toller Schauspieler und großartiger Erzähler.“

Sie spielen die Tatort-Rolle seit 1997. Meistens geben sie einen schlechtgelaunten Vorgesetzen. Ist der Tatort Fluch oder Segen?

C.T.: (lacht) „Naja, das stimmt schon, manchmal habe ich das Drehbuch gar nicht erst aufgeschlagen, weil ich schon wusste, was ich zu sagen haben würde: ‚Meine Herren, Sie wissen die Presse sitzt mir im Nacken, wir brauchen Ergebnisse.‘ Als ich mich darüber vorsichtig beklagte, wollte man mich doch halten und versprach mir größere Auftritte. (Das Versprechen wurde mit der am Neujahr ausgestrahlten Folge ‚Scheinwelten‘ eingelöst, in der die Frau des Staatsanwalts unter Mordverdacht gerät.) Man hat mir avisiert, dass ich nicht in jeder Folge dabei wäre, aber wenn, dann auch richtig und nicht nur mit besagtem Satz.  – Dietmar Bär hat mal gesagt: ‚Im Tatort zu spielen ist ein Ritterschlag.‘ Und so empfinde ich das auch – also ein Segen.“

C.T.: „Ich möchte gerne noch in eigener Sache etwas loswerden. Ich arbeite zwar nicht mehr für Kinder auf der Bühne, nur noch in Produktionen wie eben den Fantasiereisen. Ich setze mich aber ehrenamtlich für Kinder ein und habe mit Kollegen zusammen einen Verein gegründet, der Verein ‚Tatort – Straßen der Welt e.V.‘ Hier geht es um benachteiligte Kinder z. B. auf den Philippinen, die unter haarsträubenden, menschenunwürdigen Bedingungen leben müssen. Das liegt mir sehr am Herzen, dass der Verein und damit die Kinder Unterstützung erhalten.“

Mehr zu dem Thema  unter tatort-verein.org

Das Interview führte Sibylle Gassner

 

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