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SONG FOR MARION

SONG FOR MARION

„Song for Marion“ erzählt von echten Menschen und der Magie der Musik. Es ist die Geschichte eines alten, mürrischen Mannes, der nur  liebenswerte Züge bekommt, wenn es um seine Frau geht, die er aufrichtig und inniglich liebt. Doch Marion ist vom Krebs gezeichnet und die gemeinsamen Tage mit ihr sind gezählt. Terence Stamp ist in der Rolle des misanthropischen Arthurs eine Sensation, an seiner Seite brilliert Vanessa Redgrave – ab dem 14. März im Kino.

 


Rentner Arthur mag eigentlich nichts und niemanden außer seine Frau Marion. Die ist zwar sterbenskrank, liebt aber neben ihrem Mann das Leben im Allgemeinen und  darüberhinaus den gemeinsamen Sohn und die Enkeltochter. Besondere Lebensfreude zieht sie aus den Happenings des Gemeinde-Chors, zu deren begeisterten Mitgliedern sie zählt.

Die engagierte Chorleiterin Elisabeth (Gemma Arterton) setzt mit ihrem Repertoire mehr auf weltliche Songs und so üben die alten Herrschaften Liedgut von Motörhead, Chaka Khan oder Salt-n-Pepa. Arthur sind die rockenden Rentner geradezu peinlich, außerdem mag er nicht, dass Marion sich mit den albernen Mätzchen übernimmt. Doch die zieht ganz viel Kraft aus der Gemeinschaft, dem gemeinsamen Singen und Musizieren, so dass Arthur seine Frau widerwillig unterstützt. 

Obwohl Marion dem Leben, trotz der schweren Krankheit, so viel Positives abgewinnen kann, erliegt sie ihrem Leiden.  Ohne Marion zerfällt die kleine Familie, denn Arthur zieht sich bewusst und rigoros in sein Leid zurück.  Er vereinsamt und verwahrlost, bis eines Tages eine todunglückliche Elisabeth vor seiner Tür strandet.

Die junge Frau weckt väterliche Gefühle in Arthur und tatsächlich bietet er ihr Trost und Gastfreundschaft an. Elisabeth revanchiert sich und überredet den alten Zausel, sich in ihrem Chor zu engagieren. Langsam, aber stetig öffnet Musik und Gesang ein Türchen in Arthurs emotionalem Schneckenhaus. Zögerlich setzt er sich wieder mit dem Leben und seiner Restfamilie auseinander, erleidet aber auch immer wieder Rückschläge.

Als der Chor sich bei einem Wettbewerb ins Finale singt, hängt plötzlich alles an Arthur, den Chor würdig beim Song-Contest zu vertreten. Kneift er oder wächst er über sich selbst hinaus und bringt seinen „Song for Marion“ auf die große Bühne?

Mit „Song for Marion“ legt Drehbuchautor und Regisseur Andrew Williams einen sehr persönlichen Film vor, in dem er die tiefe und geradezu beneidenswerte  Liebe seiner Großeltern beschreibt. Den Krebstod seiner Großmutter und die bodenlose Trauer aller Angehörigen verarbeitet er bewegend und anrührend. Das ist kein Spaziergang. Der Abschied von Marion geht nicht nur Arthur schwer an die Nieren, das geht auch dem Zuschauer unter die Haut.

Terence Stamp allerdings in seiner Rolle zu erleben, in seinem Gesicht zu lesen, auch wenn man dabei eine Packung Taschentücher verbraucht, das ist ganz großes Kino. Doch immer, wenn man im  Schmerz der Protagonisten zu versinken droht,  sorgen schmissige Gesangseinlagen der OAP’Z-Chorsänger, die sich oft augenzwinkernd selbst auf die Schippe nehmen, für Erlösung. Und was will man mehr im Kino als Lachen und Weinen?

Darüber hinaus bietet der Film auch noch Lebenshilfe an und zeigt mitreißend, wie Krise als Chance funktioniert. „Song for Marion“ –  eine reife Leistung eines jungen Filmemachers!

Besuchen Sie dazu auch facebook.com/SongForMarion

Kinostart: 14. März 2013; Regie: Paul Andrew Williams; FSK: o. A.; Länge: 97 Minuten; Verleih: Ascot Elite; Link: songformarion.de

 

 

 

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