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Augmented Reality: Elektronik im Kinderzimmer

Augmented Reality: Elektronik im Kinderzimmer

PC, Smartphone und Spielekonsole gehören heutzutage schon fast zur Grundausstattung unserer Kinder. Digitale Medien haben längst das Kinderzimmer erobert – klassische Freizeitbeschäftigungen wie Brettspiele, Modelleisenbahn, Basteln oder Zeichnen sind unaufhaltsam auf dem Rückzug. Die Spielzeugindustrie hat den Trend erkannt und bastelt an einer Verbindung von traditionellem Spielzeug und innovativer Elektronik.

Die diesjährige Nürnberger Spielwarenmesse hat’s wieder gezeigt: Immer mehr Hersteller setzen auf iToys, klassisches Spielzeug, das mit moderner Technik aufgehübscht wurde. Eine wachsende Bedeutung kommt dabei der sogenannten Augmented Reality („erweiterte Realität“) zu. Nutzern von Smartphones oder Tablets ist die Technik bereits vertraut. Wer die entsprechende App aufs Handy geladen hat, kann sich etwa beim Stadtbummel in London Infos über Sehenswürdigkeiten, Hotels oder Restaurants anzeigen lasen – einfach die Handykamera aufs Gebäude halten, und schon zeigt das Gerät die gewünschten Daten auf dem Display.

Auch einige Spielzeughersteller statten ihre Produkte mit „erweiterter Realität“ aus und hoffen, ihren Platz im digitalisierten Kinderzimmer zurückzuerobern. Mit sechs Hightech-Puzzles will Ravensburger Kindern und Jugendlichen für den eher altbackenen Legespiel-Klassiker begeistern. Sobald die 1000 Teile des Puzzles zusammengesetzt sind und die kostenlose Apps aufs iPhone oder iPad geladen ist, gibt das Motiv zusätzliche Informationen preis. Mit dem Handy über dem Motiv startet dann eine virtuelle Reise, etwa in eine Unterwasserwelt oder über den Dächern von Paris.

Eine weitere Spielart der Augmented Reality im Kinderzimmer ist der Ball Sphero, der sich per Smartphone steuern lässt. Fingerstreiche auf dem Display reichen, um das Spielgerät um Stühle, Tische und Beine zu dirigieren – das ist Fußball für Lauffaule. Die Firma Metal Compass wiederum holt das Ballerspiel via Augmented Reality von der Konsole aufs Smartphone. Wird die Plastikpistole Xappr Gun am Handy befestigt, lassen sich zum Beispiel virtuelle Raumschiffe abschießen, natürlich nur auf dem Display.

Weniger kriegerisch, sondern konstruktiv verfährt Lego beim Thema Augmented Reality. Mit „Life of George“ hat der Klötzchen-Konzern 2011 in den USA sein erstes Produkt veröffentlicht, das Augmented Reality und eine kleine Geschichte miteinander verknüpft. Eine App blendet auf dem Display eines Smartphones Formen ein, die der Spieler möglichst schnell auf einer Steckmatte mit Lego-Steinen nachbaut. Richtet er seine Kamera auf das Bauwerk, erkennt die App, ob das Ergebnis korrekt ist. Je nach Schwierigkeitslevel sind die Formen unterschiedlich kompliziert. Treten mehrere Spieler gegeneinander an, gewinnt der schnellste Baumeister. Auf jedem Level werden zum Bauen Episoden aus dem Leben der Legofigur George erzählt.

Augmented Reality scheint bis jetzt noch ein weites Experimentierfeld für die Spielzeughersteller zu sein. Nur wenige Ideen wirken ausgreift, und nicht jeder Hersteller vertraut seinen Innovationen. „Life of George“ etwa ist derzeit nur in den USA im Handel.

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