Familienleben

Eltern haben Angst, ihre Kinder alleine draußen spielen zu lassen

Eltern haben Angst, ihre Kinder alleine draußen spielen zu lassen

Eltern verspüren zwar eine große Sehnsucht nach mehr Natur – doch mehr als zwei Drittel haben große Bedenken, wenn ihre Kinder unbeaufsichtigt draußen sind. Das ergab eine aktuelle Umfrage der Familienzeitschrift familie&co.

Wie hat sich die Kindheit in den vergangenen 20 bis 30 Jahren verändert! Die so genannte „Straßenkindheit“ gibt es heute kaum noch. Das ergab eine Umfrage von familie&co gemeinsam mit Experten des Meinungsforschungsportals FamilyVote.de und des Instituts YouGov unter 535 befragten Eltern. 77 Prozent sagen, dass ihre Kinder heute weniger Zeit draußen verbringen, als sie selbst es getan haben.

Dabei bestätigen die meisten Eltern die Erkenntnisse von Naturpsychologen, wonach Kinder in ihrer gesamten sozialen, kognitiven, emotionalen und motorischen Entwicklung enorm von Naturkontakten profitieren – und ihnen ohne Natur etwas fehlt. So stimmen 81 Prozent der Befragten der Aussage zu: „Ich vermisse die Natur. Ich würde mit meinen Kindern gern mehr Zeit im Grünen verbringen.“

Aber dürfen die Kinder auch unbeaufsichtigt durch die Natur stromern? Lieber nicht, finden die meisten Eltern. 69 Prozent, also mehr als zwei Drittel, geben in der Umfrage an, dass sie Angst hätten, ihre Kinder alleine draußen spielen zu lassen (28 Prozent stimmen dieser Aussage „voll und ganz“, weitere 41 Prozent „eher“ zu).

Dass Kindern ohne Natur mehr als nur frische Luft und naturkundliches Wissen über Pusteblumen fehlen und sie manche körperlichen und seelischen Erfahrungen nur im Wald, in Parks, auf Wiesen und Feldern machen können, ist Eltern bewusst. Jedoch ist die Angst, dass den Sprösslingen etwas zustoßen könnte, zu groß, um das unkontrollierte „Herumstromern“ zu erlauben.

Können also Eltern ihre Ängste und den oftmals dahinter verborgenen Kontrollzwang nicht überwinden, müssen sie wohl oder übel trotz ständigen Termindrucks selbst wieder mehr Natur in ihren Familiealltag zu bringen. Mehr zum Thema in der aktuellen Ausgabe von familie&co.

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