Familienleben

Steuererklärung 2012: Geld zurück durch Kinderbetreuungskosten

Steuererklärung 2012: Geld zurück durch Kinderbetreuungskosten

Die Steuererklärung bringt fast jedem Geld zurück. Ob Arbeitnehmer, Eltern oder Rentner: Die Februar-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest erklärt, worauf Steuerzahler dabei achten müssen. Insbesondre für Eltern bringt die Steuererklärung 2012 eine wichtige Änderung: Kinderbetreuungskosten, also Ausgaben für Kindergarten und Tagesmutter, lassen sich jetzt wesentlich leichter absetzen.

Eltern können jetzt Betreuungskosten für Kinder bis zum 14. Geburtstag einfacher von der Steuer absetzen. Bis 2011 durften Kinderbetreuungskosten nur steuerlich geltend gemacht werden, wenn sie erwerbsbedingt, ausbildungsbedingt oder krankheitsbedingt verursacht waren, wenn also etwa Eltern ihr Kind wegen einer eigenen Erkrankung nicht selbst betreuen konnten. Das ist jetzt anders. Seit 2012 spielt der Anlass für die Betreuung des Nachwuchses keine Rolle mehr. Damit sind nun auch die üblichen Kosten für den Kindergarten oder die Tagesmutter absetzbar.

Allerdings gelten auch hier Einschränkungen, denn das Finanzamt macht ja ungern Geschenke. Eltern können 2/3 der Betreuungskosten pro Kind und maximal 4000 Euro pro Jahr als Sonderausgaben von der Steuer absetzen. Diese Begünstigung gilt für alle Kinder bis zum Lebensalter von 14 Jahren sowie bei behinderten Kindern zeitlich unbegrenzt, sofern die Behinderung vor dem 25. Lebensjahr eingetreten ist.

Abhängig vom Steuersatz der Eltern und von der Anzahl der betreuten Kinder lassen sich so durchaus einige tausend Euro pro Jahr vom Finanzamt zurückholen. Außerdem weist Finanztest auf weitere Möglichkeiten hin, die Steuerlast zu drücken. Arbeitnehmer können mit ihren Jobkosten viel herausholen. Das gilt vor allem für die Fahrt zur Arbeit. Wer an mehreren Orten beschäftigt ist, kann neben der Pendlerpauschale zur normalen Arbeitsstelle auch Reisekosten zu den anderen Arbeitsstätten abrechnen. Dazu kommt: Wer mindestens 8 Stunden an einem anderen Einsatzort ist, bekommt zusätzlich eine Verpflegungspauschale – zumindest für die ersten drei Monate.

Auch für private Ausgaben gibt es Geld zurück, etwa für den Handwerker oder die Haushaltshilfe. Bei Mietern zählen die Nebenkosten, zum Beispiel für den Hauswart oder die -reinigung. Sogar die Rechnung vom Hundebetreuer erkennt das Finanzamt an.

Foto: Stiftung Warentest

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