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MAVERICKS

MAVERICKS

Manche Herausforderungen lassen einen zur Legende werden – davon erzählt der Surfer-Film „Mavericks“ mit Gerard Butler, Elisabeth Shue und Jonny Weston: Der junge Jay hat sich in den Kopf gesetzt, die größten Wellen zu reiten. Dazu braucht er nicht nur Mut, sondern auch einen Mentor. Den findet er in dem Sportsfreund Frosty (Kinostart: 17. Januar).

 

Jeder echte Surfer träumt vermutlich davon, eines Tages eine Monsterwelle zu reiten – 10 bis 20 Meter hohe Biester, die nur echte Profis und verwegene Kerle meistern. Mavericks ist ein Ort an der kalifornischen Küste, der bei Surfern als Hotspot gilt. An dieser Stelle brechen die Wellen besonders hoch, zu bestimmten Zeiten haushoch. Nicht weit entfernt von Mavericks wuchs Jay Moriarity auf, eine Legende in der internationalen Surfszene. Der Film „Mavericks“, entstanden an den kalifornischen Originalschauplätzen, erzählt seine Geschichte. Eine tragische Geschichte.

Schon als kleiner Junge starrt Jay gebannt auf den Ozean und beobachtet, wie sich die Wellen auftürmen. Als der Hund seiner Freundin Kim im Meer zu ertrinken droht, springt Jay todesmutig hinterher. Er rettet den Hund, verliert aber selbst fast das Leben. Der Surfer Frosty zieht ihn aus dem Wasser.

Jahre später steht Jay selbst auf dem Surfbrett und rockt die Wellen. Wenn er nicht in der Schule ist, sich um seine frustrierte und von seinem Vater sitzengelassene Mutter (Elisabeth Shue) oder ums Geld verdienen kümmern muss, schnappt er sich sein Brett und reitet über den Ozean. Sein Traum sind die großen Wellen von Mavericks. Und nur einer kann ihm helfen, diesen Traum zu verwirklichen: sein Nachbar und Lebensretter Frosty. Der wortkarge Sportfanatiker gehört zu den wenigen, die sich auf die Big Waves wagen. Aber er will zunächst nichts davon wissen, den 15-jährigen Jay zu trainieren.

Frosty lenkt schließlich ein – weil er spürt, dass der Junge einen Vaterersatz braucht und irgendwann sowieso auf die Jagd nach der Monsterwelle geht. Die beiden schließen einen Pakt, der ein striktes Trainingsprogramm und einen engen Zeitplan vorsieht. Zwölf Wochen verbleiben, um Jay für die großen Wellen fit zu machen. Dann endet die Sturmsaison an der Küste, und bis dahin muss Jay es packen.

Warum stürzen sich junge Männer in gewaltige Wellenberge? Vielleicht ist es die Sucht nach dem nächsten Adrenalin-Kick, der Wunsch, eins mit der Natur zu werden oder der Versuch, dem Tod ein Schnippchen zu schlagen. So recht verstehen dürfte diese Faszination am Risiko niemand, der nicht selbst auf dem Brett stand. Nicht zuletzt deswegen bergen Surfer-Filme wirtschaftlich ein gewisses Risiko. Sie müssen irgendetwas haben, was auch Zuschauer anspricht, die nicht bei jeder Riesenwelle in Verzückung geraten. Die Surf-Szenen andererseits müssen so überzeugend sein, dass auch Profis mit der Zunge schnalzen.

Beides schafft „Mavericks“. Wer ins Kino geht, um satte Wasser-Action zu sehen, wird gut bedient. Die Surf-Szenen, an der kalifornischen Küste bei Santa Cruz gedreht, sind packend, und mehr als einmal fragt man sich als Laie, wie ein Mensch überhaupt in der Lage sein kann, auf diesen wirklich monströsen Wellen zu reiten. Sportlich überzeugt „Mavericks“ also vollkommen.

„Mavericks“ begnügt sich nicht mit dem Ritt von Welle zu Welle. Der Film erzählt schließlich im Kern die ganz alte Geschichte vom Lehrmeister und seinem Lehrling, von Vater und Sohn und vom ewigen Kampf ums Erwachsenwerden. Dazu breitet das Drehbuch diverse Nebengeschichten aus, die von Liebe, Freundschaft und Familie handeln. Das geht manchmal bis an die Grenze des klischeehaften Hollywood-Melodrams und drückt auf die Tränendrüse. Und mehr als einmal wirken die Story-Wendungen sehr abrupt und wenig überzeugend. Angedeutete Verwicklungen in einer an sich ziemlich unbedeutenden Nebenhandlung werden nie aufgeklärt.

Die wilden Wellen und das Vater/Sohn-Gespann Butler/Weston machen diese Fehler allerdings fast ganz wett. Haudegen Butler und Jungspund Weston harmonieren prima und passen perfekt zu ihrer Rolle als Jedi-Ritter auf dem Wasser. Butler gibt mit Wonne den brummigen Naturburschen, der junge Jonny Weston spielt in seinem Debüt mit dem genau richtigen Gespür: mit einer Prise Naivität und der nötigen Unverbrauchtheit. Wie ist es sonst zu erklären, dass sich junge Kerle ohne Not in todbringende Gefahr begeben?

Kinostart: 17. Januar; Regie: Curtis Hanson, Michael Apted; FSK: ab 6; Länge: 116 Minuten; Verleih: Senator Filmverleih; Link: www.facebook.com/MavericksDerFilm

Kommentare anzeigen (2)

2 Comments

  1. chrissy

    16. Januar 2013 in 21:10

    coole sache ist bestimmt ein toller film

  2. Pingback: Gewinnspiel: "Mavericks - Lebe Deinen Traum" auf DVD | Absolut Familie

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