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SILVER LININGS

SILVER LININGS

Das Leben verläuft nicht immer nach Plan…am 3. Januar startet mit der Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Matthew Quick eine zu Herzen gehende Mischung aus Familiendrama, Komödie und Liebesgeschichte in den deutschen Kinos. Zum hervorragenden Ensemble des in vier Kategorien für den Golden Globe nominierten Films gehören Jennifer Lawrence, Bradley Cooper und Robert De Niro.

 

Nichts wie raus! Die Ärzte raten zwar dringend davon ab, dass Pat Solatano (Bradley Cooper) die psychiatrische Anstalt verlässt, doch als seine Mutter (Jacki Weaver) ihn nach den gerichtlich vereinbarten acht Monaten wieder nach Hause holt, kann es dem ehemaligen Lehrer gar nicht schnell genug gehen.

Keine Frage: Es gehört sicherlich nicht zu den Sternstunden seines Lebens, dass Pat den Liebhaber seiner Frau Nikki (Julia Stiles) krankenhausreif prügelte, nachdem er die beiden in flagranti unter der Dusche erwischt hatte. Doch schon bevor eine bipolare Störung bei ihm diagnostiziert wurde, konnte er seine Emotionen nur schwer kontrollieren. Jetzt will Pat nur noch eins: Sein Leben so schnell wie möglich wieder auf die Reihe bekommen.

Weil nicht nur Nikki ihn mittlerweile längst verlassen hat, sondern er auch seinen Job und das Haus verloren hat, bleibt Pat nichts anderes übrig, als wieder bei seinen Eltern unterzukommen. Keine ganz leichte Aufgabe für Mutter Dolores und Vater Pat Sr. (Robert De Niro), die mit ihrem Sohn so einiges mitmachen:
Zum Joggen zieht er sich jeden Tag zwecks besseren Schwitzens einen Müllsack über. Wann immer er sich seinem alten Zuhause oder seinem Arbeitsplatz nähert, steht dank einer einstweiligen Verfügung seiner Ex die Polizei vor der Tür. Es kann auch mal vorkommen, dass Pat mitten in der Nacht im elterlichen Schlafzimmer steht und wutentbrannt Hemingway kritisiert. Und leider bleiben hin und wieder in solchen Fällen Handgreiflichkeiten mit seinem kaum weniger aufbrausenden Vater nicht aus.

Trotzdem machen Dolores und Pat Sr. ebenso liebevoll wie überfordert alles mit. Denn sie wünschen sich nichts mehr, als dass ihr Sohn wieder anfängt, Tabletten zu nehmen und wie früher gemeinsam mit ihnen auf dem Sofa zu sitzen, um die Spiele der über alles geliebten Football-Mannschaft der Philadelphia Eagles zu gucken.

Doch dann lernt Pat die rätselhafte und ebenfalls unberechenbare Tiffany (Jennifer Lawrence) kennen und alles beginnt, sich erneut zu verkomplizieren. Tiffany bietet Pat ihre Hilfe bei der Rückeroberung seiner Frau unter der Bedingung an, dass er mit ihr an einem Tanzwettbewerb teilnimmt. Weil sein Rhythmusgefühl mehr als zu wünschen übrig lässt, ist der etwas hüftsteife Pat vom Gedanken, das Tanzbein zu schwingen, alles andere als begeistert. Gleichzeitig scheint es aber die letzte Chance zu sein, dass Pat seiner Ex wieder näher kommt.

Im Zuge ihres ungewöhnlichen Deals kommen sich die beiden auf überraschende Weise näher – und plötzlich tun sich am Horizont unerwartete Silberstreifen auf…

Jennifer Lawrence, Oscar-nominiert für „Winter’s Bone“ und spätestens seit „Die Tribute von Panem“ der größte Star unter Hollywoods Newcomern, spielt in „Silver Linings – Wenn du mir, dann ich dir“ ihre bislang interessanteste Rolle. Ihr zur Seite steht Bradley Cooper, der nach so unterschiedlichen Welterfolgen wie „Hangover“ und „Das A-Team“ seinerseits noch einmal ganz neue Facetten als Schauspieler zeigt.

Unterstützt werden die beiden von einem Ensemble, zu dem neben dem zweifachen Oscar-Gewinner Robert De Niro („Meine Braut, ihr Vater und ich“) auch Jacki Weaver („Königreich des Verbrechens“), Chris Tucker („Rush Hour“), Julia Stiles („Die Bourne Identität“), Shea Whigham („Savages“) und Anupam Kher („Kick It Like Beckham“) gehören.

In seinem ersten Film seit dem zweifachen Oscar-Gewinner „The Fighter“ schlägt Regisseur und Drehbuchautor David O. Russell erneut eine ganz andere Tonart an und zaubert mit dieser Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Matthew Quick eine zu Herzen gehende Mischung aus Familiendrama, Komödie und Liebesgeschichte auf die Leinwand, die gleich mit vier Nominierungen ins Rennen um die begehrten Golden Globes (Verleihung 13. Januar) geht: Neben den Kategorien „Beste Comedy/Musical“ und „Bestes Drehbuch“ darf sich das liebenswerte Filmpaar Cooper/ Lawrence jeweils über eine Nominierung in der Kategorie „Bester Schauspieler“ und „Beste Schauspielerin (Comedy/Musical)“ freuen.

Kinostart: 3. Januar; Regie: David O. Russell; FSK: ab 12 Jahren; Länge: 120 Minuten; Verleih: Senator; Link: silverlinings.senator.de

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