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BREAKING DAWN – BIS(S) ZUM ENDE DER NACHT – Teil 2

BREAKING DAWN – BIS(S) ZUM ENDE DER NACHT – Teil 2

Alles hat auf diese Entscheidung hingeführt: „Breaking Dawn – Teil 2“ ist der mit größter Spannung erwartete Abschluss der „Twilight“-Saga. Das große Finale soll nun Licht ins Dunkel der letzten Geheimnisse und Mysterien des faszinierenden romantischen Epos bringen, das Millionen von Lesern und Zuschauern in den Bann geschlagen hat – ab 22. November in unseren Kinos.


Das letzte Kapitel eines Phänomens
Mit Stephenie Meyers Bestsellern und deren Verfilmungen hat sich ein globales kulturelles Phänoment entwickelt. Vier Jahre sind vergangen, seit „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“ im November 2008 in die Kinos kam. In dieser Zeit hat jeder folgende „Twilight“-Roman die Spitze der Bestsellerlisten erreicht, ist jede weitere „Twilight“-Verfilmung ein weltweiter Kassenhit geworden.

Kristen Stewart, Robert Pattinson und Taylor Lautner spielen die zentralen Rollen in der „Twilight“-Saga Die erfolgreiche Filmreihe erzählt von der 17-jährigen Bella Swan, die zu ihrem Vater in die Kleinstadt Forks im US-Bundesstaat Washington zieht. Dort fühlt sie sich magisch zu Edward Cullen hingezogen, zu einem geheimnisvoll wirkenden Mitschüler mit blassem Teint, der sie anfangs sehr bestimmt abweist. Aber beide müssen sich schließlich eingestehen, dass sie sich zueinander hingezogen fühlen…selbst dann, als Edward sein größtes Geheimnis lüftet, dass er und seine Familie Vampire sind. Doch das sind längst nicht alle Probleme Bellas. Denn ihr bester Freund, Jacob Black, entpuppt sich als Werwolf und verfolgt deshalb nur ein Ziel: alle Vampire zu töten.

Produzent Wyck Godfrey, der an allen „Twilight“-Filmen mitgearbeitet hat, fasst zusammen, was die einzelnen Filme ausmacht: „Im ersten geht es um eine neue Liebe, im zweiten um Verlust, im dritten um Wahl und Entscheidung, im vierten um die Herausforderungen, die Ehe und Familie mit sich bringen, und in diesem letzten Film schließlich darum, die Familie zu beschützen.“

„Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht – Teil 2“ beginnt genau da, wo „Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht – Teil 1“ endete: Bella (Kristen Stewart) erwacht völlig verwandelt. Jetzt ist sie Mutter und endlich auch…ein Vampir. Während sich die neugeborene Bella nie lebendiger gefühlt hat und ihr Ehemann Edward (Robert Pattinson) sich über die Schönheit seiner Frau, ihre Geschwindigkeit und ungewöhnliche Selbstbeherrschung freut, ist nun das Schicksal von Jacob Black (Taylor Lautner), von Bellas bestem Freund, auf ewig mit Bellas außergewöhnlicher Tochter Renesmee (Mackenzie Foy) verknüpft. Die Geburt eines so seltenen Geschöpfs schweißt die Großfamilie noch stärker zusammen, wird aber bald auch gefährliche Kräfte entfachen, die jeden aus dieser Familie mit dem Tod bedrohen.

Stephenie Meyer, die an den letzten beiden Teilen der Saga auch als Produzentin beteiligt war, führt Bellas neue Welt weiter aus: „Bellas Sinne sind jetzt unglaublich geschärft…alles in ihrem Leben hat sich jetzt verändert. Plötzlich fällt ihr jegliche körperliche Anstrengung unglaublich leicht … es ist fast so, als hätte sie Superkräfte bekommen. Doch jetzt muss sie alles in ein Gleichgewicht mit diesem unstillbaren Verlangen bringen. Das aber hat sie natürlich kommen sehen. In der von mir erschaffenen Mythologie ist Bella der erste Vampir, der sich vor seiner Verwandlung entschlossen hat, sich vegetarisch zu ernähren. Eine wie Bella hat es bisher nicht gegeben, sie ist entschlossen, für ihren Hunger nicht zu töten. Sie wusste, dass dieses Verlangen nach Blut schrecklich für sie sein würde, aber sie hat sich darauf vorbereitet. Deshalb muss sie sich nicht mit den Problemen auseinandersetzen, die viele andere Vampire haben. Sie ist vorbereitet und entschlossen – und dadurch kann sie mit diesem Status einer Neugeborenen umgehen.“

Nach allem, was Leser wie Zuschauer durch die „Twilight“-Saga über Vampire gelernt haben, ist es schon recht merkwürdig anzusehen, wie souverän Bella mit ihrem instinktiven Verlangen nach Blut umgeht: ein kurzer Heißhunger – und, schwupps, ist er dahin! Das macht es natürlich leicht, den Umgang mit ihrem Kind und ihrem Vater als relativ normal hinzustellen. Fragt sich nur, warum dann die Cullens vorher 20 Minuten des Films auf Bedenken um Bellas Verhalten verschwenden. Diese Frau ist eben tadellos. Aber leider glitzert sie auch gar nicht im Sonnenlicht, wie dereinst Edward in einer romantischen Szene – ist das ihr Preis?

Auf die Prägung Renesmees auf Jacob, wie bei Werwölfen so üblich, geht der Film nicht wirklich ein – da muss sich der Leser oder Zuschauer schon der vorangegangenen Teile besinnen. Apropos Jacob: Taylor Lautner-Fans können sich freuen, denn entgegen allen Behauptungen zeigt er mal wieder jede Menge Haut und krönt damit die witzigste Szene des Films!

Faszinierend ist die Distanz zum Zuschauer, die sich allein dadurch aufbaut, dass man es nun – abgesehen von Bellas Vater, der allerdings nur in zwei Sequenzen zu sehen ist – nur noch mit Nachtgestalten und deren Hybridformen zu tun hat: Alles ist so glatt, so sauber, so perfekt… so schnell. Kristen Stewart macht dabei die perfekteste Figur, und das nicht nur, weil sie vom Schusselchen zum Kraftprotz mutiert ist, sondern weil ihr das Vampirsein mit straffer Körperhaltung einfach gut zu Gesicht steht – und in der deutschen Synchronisation ihre Stimme jetzt auch viel tiefer und damit animalischer klingt.

Ein absolutes Highlight ist die letzte halbe Stunde des Films, zu der hier leider nichts verraten wird, aber auf die sich auch die „Twilight“-Leser wahrlich freuen können. Dagegen sieht der verzweifelte Erklärungsversuch, wie sich denn wohl Renesmees Zukunft gestalten wird – vor allem ihr schnelles Wachstum – eher erbärmlich aus.

Fazit: Wer sich noch mit einem Lächeln an die simple Umsetzung von „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“ erinnert, der wird hier große Augen machen. Ein wahrlich trefflicher Showdown!

Kinostart: 22. November; Regie: Bill Condon; FSK: ab 12 Jahren; Länge: 116 Minuten; Verleih: Concorde; Link: breakingdawn-derfilm.de

 

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