Familienleben

Bundesweiter Vorlesetag: So können Eltern die Sprachentwicklung ihrer Kinder unterstützen

Bundesweiter Vorlesetag: So können Eltern die Sprachentwicklung ihrer Kinder unterstützen

Am 16. November 2012 wird überall in Deutschland vorgelesen. Damit soll ein Beitrag für eine lebendige (Vor-) Lesekultur in Deutschland geleistet werden. Der Vorlesetag wurde von der Stiftung Lesen initiiert, weil junge Menschen Geschichten brauchen, damit sie sich gut entwickeln können.

„Vorlesen ist für die Sprachentwicklung von Kindern wesentlich“, so Christiane Hoffschildt. Die Präsidentin des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie e.V. (dbl) weiß, dass es schon bei sehr jungen Kindern darauf ankommt, eine positive, fröhliche Atmosphäre und eine kindgerechte Kommunikation zu bieten. „Altersgerechte Bilderbücher anzuschauen und Geschichten vorzulesen oder frei zu erzählen, gehört hier unbedingt dazu“, so Hoffschildt.

Tipps zur Unterstützung der Sprachentwicklung:
Nehmen Sie Ihr Kind ernst, indem Sie
– es anschauen, wenn Sie mit ihm sprechen
– ihm  zuhören
– ihr Kind aussprechen lassen
– ihr Kind nicht verbessern, während es redet
– mit ihm spielen, statt zu üben
– es nicht nachsprechen lassen
– in vollständigen, aber nicht komplizierten Sätzen wiederholen, was es gesagt hat

Sie zeigen Ihrem Kind damit, dass Sie es verstanden haben und bieten ihm so ein korrektes Sprachvorbild. Haben Sie Spaß und Freude mit Ihrem Kind, indem Sie
– mit ihm singen und tanzen
– mit ihm Bilderbücher anschauen
– ihm Geschichten erzählen oder vorlesen

Nehmen Sie sich täglich Zeit, die nur für Ihr Kind bestimmt ist und in der Sie nicht parallel etwas anderes tun. Das können 15, 20, 30 Minuten sein oder eine Stunde – je nachdem, wie Sie es einrichten können.

Kommentare anzeigen (1)

1 Kommentar

  1. Franz Josef Neffe

    19. November 2012 in 23:51

    UNTERSTÜTZUNG = VERKRÜCKUNG.
    Als Ich-kann-Schule-Lehrer frage ich mich immer wieder, ob wir noch wissen, was wir tun.
    Einer arbeitet sich für den anderen auf.
    Keiner will es.
    Keiner braucht es.
    Keinem hilft es.
    Die Probleme wachsen und wachsen.
    In der Ich-kann-Schule würde es jedes kleine Kind schon für klug ansehen, erst einmal die Ausgangssituation zu klären, ehe man sich mit Fleißaufgaben ins Geschehen einmischt.
    Mit Fleiß ist noch nie so dumm umgegangen worden wie in unserer Zeit von uns.
    VORBILDER bräuchten Wir dringend: Vorbilder für konkrete Lebensbewältigung!
    Es fällt uns nicht mehr auf, dass wir ständig Dinge nachmachen, die wir a) von anderen übernehmen und mit denen weder diese noch wir je ein Problem gelöst haben.
    In der Ich-kann-Schule würde man nicht ernst genommen, wenn man darauf drängt, etwas zu tun, was man selber nicht vormachen oder wenigstens glaubhaft einen Erfolg davon berichten kann.
    Wunderbar also, wenn jemand vorlesen kann und mag – aber bitte als mitreißendes Vorbild und nicht als Ergänzung impotenter Vollzugspädagogik!
    Ich grüße freundlich.
    Franz Josef Neffe

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