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DIE HOCHZEIT UNSERER DICKSTEN FREUNDIN

DIE HOCHZEIT UNSERER DICKSTEN FREUNDIN

Die Tage werden kürzer und es wird wohl mal wieder Zeit für einen Frauenfilm. Auf der Highschool waren sie beste Freundinnen, zur Hochzeit der fülligen Becky treffen die drei jungen Frauen wieder aufeinander. Den Abend vor der Hochzeit verbringen sie in einem Rausch aus Erinnerungen, Alkohol, Missgeschicken, Drogen und Männern – ab 25. Oktober im Kino.

 

Regan (Kirsten Dunst), Gena (Lizzy Caplan), Katie (Isla Fisher) und Becky (Rebel Wilson) waren auf der Highschool ein unzertrennliches Gespann. Nun, Jahre später, geht jede ihren eigenen Weg. Während Becky ihren Traumprinzen gefunden hat und auf den Hafen der Ehe zusteuert, sind die anderen drei überzeugte Singles.

Als der große Tag bevorsteht, wählt Becky ihre Schulfreundinnen als Brautjungfern. Mehr oder weniger begeistert kommen Regan, Gena und Katie zur Party vor dem großen Tag. Die Single-Frauen fühlen sich in der Champagner-toastenden Welt mit vorhochzeitlicher Atmosphäre nicht so recht wohl – Regan entdeckt ihren Ex-Freund auf der Party und Gena und Katie finden das Event eindeutig zu lahm. Je länger die drei aufeinander hocken, desto mehr scheint schief zu laufen.

Aber was nicht passt, wird passend gemacht und so machen die Mädels aus dem stilvollen Cocktailabend eine wilde Party. Ein bisschen Koks im Badezimmer, ein Abstecher in den Strip-Club und ein ruiniertes Hochzeitskleid – die Party läuft schnell aus dem Ruder.

Natürlich bleiben da auch die Männer nicht fern und die Freundinnen hängen sich an den Bräutigam und seine Freunde, die einen klassischen Junggesellenabschied feiern. Klar, dass Regan, Gena und Katie dem „klassischen“ Teil des Abends auch hier schnell ein Ende setzen.

Hinter dem etwas unglücklich gewählten deutschen Titel „Die Hochzeit unserer dicksten Freundin“ (Originaltitel: „Bachelorette“) verbirgt sich eine streckenweise ganz anständige Komödie. Durch den Trailer fühlt man sich unweigerlich an den Abräumer „Brautalarm“ erinnert. Tatsächlich rückt dieser Vergleich die Polterabend-Comedy eher in schlechtes Licht. Mit dem witzigen Überraschungshit aus 2011 kann „Die Hochzeit unserer dicksten Freundin“ nämlich nicht mithalten. In einer kurzen Nacht auf der Leinwand, die auch dem Zuschauer zwischenzeitlich recht verschwommen erscheint, bleibt nicht die Zeit, sich für Charaktere zu begeistern oder großartige Sympathien zu entwickeln.

So wirkt der Film eher wie die Dokumentation eines ausschweifenden Abends, die ein wenig an Reality TV erinnert. Ein bisschen schämt man sich für die Charaktere, aber lachen kann man über ihre Aktionen ebenso gut – was für einen lustigen Frauenabend ja nicht gerade das schlechteste ist.

Der Streifen wirkt wie die weibliche Antwort auf „Hangover“ (nur, dass hier niemand verloren geht) – es wird viel zu wild gefeiert, Dinge gehen zu Bruch, Freundschaften werden auf die Zerreisprobe gestellt, und am Ende gibt es eine Hochzeit. Bezeichnend ist hier allerdings, dass die Braut selbst der Feierei fernbleibt. Vielleicht hätte man den Film lieber „Verzweifelte Brautjungfern“ nennen sollen.

Kinostart: 25. Oktober; Regie: Leslye Headland; FSK: ab 12 Jahren; Länge: 91 Minuten; Verleih: StudioCanal; Link: diehochzeitunsererdickstenfreundin.studiocanal.de/

 

 

 

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