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Wie uns die Oma beim Lernen hilft…

Wie uns die Oma beim Lernen hilft…

…oder: Mit weniger Aufwand zu besseren Noten!
80 Prozent der Dinge, die wir lesen und lernen, haben wir meist nach 24 Stunden bereits wieder vergessen. Dies ist leider kein besonders motivierender Fakt aus der Lernpsychologie. Doch „mindestens die Hälfte der Lernzeit kann man sich sparen“, so die These von Zeitmanagement-Experte Martin Krengel. 
In seinem Buch „Bestnote“ zeigt er die Kardinalfehler von Studenten und Schülern und entwickelt darauf aufbauend ein Lernsystem aus 10 Schritten, das jedem zu seiner Bestleistung verhelfen soll.

„Einfach drauflos lernen und sich den Stoff nur vorzusprechen ist keine gute Idee und letztendlich die Ursache für Prüfungsangst“, so Krengel. Deswegen müsse man seine Lernprozesse im Hinblick auf die Form der Prüfung genau anpassen. Zu diesen Prozessen gehören das Verbalisieren, Strukturieren und Umformen von Informationen. Dadurch wird der Stoff einprägsamer. Der beste Trick, um seine Konzentration und das Verständnis beim Zuhören und Lesen und Lernen zu steigern, sei es, das Gesagte gleichzeitig innerlich mit einfachsten Worten zu wiederholen, „sodass es selbst die eigene Oma verstehen würde“, rät Krengel. „Damit zersprengt man den verkomplizierten akademischen Wortsalat. Leider trauen sich gerade junge Menschen oft nicht, eigene Worte zu finden“, beobachtet er. Aber genau das trenne einen erfolgreichen von einem erfolglosen Lerner.

Ein weiterer Lerntrick ist die „doppelte Kodierung“. Schließen Sie kurz die Augen und beschreiben Sie 10 Dinge in Ihrem Bad: Das schafft jeder auf Anhieb, obwohl niemand es absichtlich gelernt hat. Wenn man diesen visuellen Lernkanal ins Lernen einbezieht, könne man die Erinnerungsleistung vervielfachen. „Das zeigt auch die Forschung deutlich“, erklärt der Lernpsychologe. Krengel empfiehlt deswegen, sich bei Mitschriften passende Bildchen und Skizzen direkt neben die Fakten, Fachwörter oder Vokabeln zu zeichnen und diese zu einer kuriosen Geschichte zu verbinden. „Das aktiviert die Kreativität, emotionalisiert und bleibt besser hängen“, versichert Krengel, der auf seiner Webseite viele Zeitmanagement-Checklisten, motivierende Lernposter und Konzentrationstipps kostenlos bereitgestellt hat.

Vom Chaoten zum Einser-Studenten: Martin Krengel hat es geschafft. Wie, hat der 32-jährige Lernpsychologe in dem Buch „Bestnote“ zusammengefasst. Ein liebevoll und aufwendig gestaltetes Buch von 256 Seiten mit über 100 Beispielen und Grafiken sowie Tabellen und kultigen Visualisierungen von jungen Berliner Designern, erschienen bei eazybookz. ISBN: 978-3-941193-666, 15,95 Euro.

Kommentare anzeigen (2)

2 Comments

  1. Franz Josef Neffe

    22. Dezember 2012 in 03:07

    Was LERNEN ist, scheint heute niemand mehr zu interessieren.
    Das Eytmologiewörterbuch schließt auf: LERNEN (und LEHREN9 kommt von germ. LAISTI = DIE FÄHRTE. Man lernt also indem man Fährten des Lebens verfolgt und dabei eigene, originale Erfahrungen sammelt.
    Sich nach dem Modell des Nürnerger Trichters mit Papierwissen anzufüllen bzw. anfüllen zu lassen ist NICHT LERNEN, ja, ist vielmehr geeignet, Lernen zu vereiteln.
    Alles nach Vorgabe in sich hineinwürgen, das ist Einüben von Untertänigkeit.
    Sich selber auszutricksen zu versuchen ist nicht besonders intelligent. Das muss ja der beschränkte bewusste Verstand (ohne Geist) für einem machen: mit GEIST.
    Wenn wir uns an immer mehr künstliche Vorgaben konditionieren, sind wir immer weniger mit der originalen Wirklichkeit beschäftigt. Vielleicht hätte man uns gerne so. Aber als Ich-kann-Schule-Lehrer habge ich auch für den Umgang mit sich selbst eine interessante Beobachtung gemacht: „Ehrlich währt am längsten.“
    Guten Erfolg also!
    Franz Josef Neffe

  2. Pingback: Das Elternhaus verlassen: Chancen und Ängste | Absolut Familie

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